RS OGH 2024/9/3 15Os97/14z; 15Os98/14x; 11Os53/15a (11Os141/15t); 17Os15/16h; 11Os126/16p (11Os127/1

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Veröffentlicht am 03.09.2024
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Norm

StGB §153
  1. StGB § 153 heute
  2. StGB § 153 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 153 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 153 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  5. StGB § 153 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 153 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der von § 153 StGB verlangte Vermögensnachteil muss unmittelbar durch den Missbrauch der Vertretungsbefugnis entstehen und nicht etwa erst durch eine zusätzliche Handlung des Machtgebers oder eines Dritten.Der von Paragraph 153, StGB verlangte Vermögensnachteil muss unmittelbar durch den Missbrauch der Vertretungsbefugnis entstehen und nicht etwa erst durch eine zusätzliche Handlung des Machtgebers oder eines Dritten.

Entscheidungstexte

  • RS0130418">15 Os 97/14z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2015 15 Os 97/14z
  • RS0130418">15 Os 98/14x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2015 15 Os 98/14x
  • RS0130418">11 Os 53/15a
    Entscheidungstext OGH 12.04.2016 11 Os 53/15a
  • RS0130418">17 Os 15/16h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2016 17 Os 15/16h
  • RS0130418">11 Os 126/16p
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 11 Os 126/16p
    Beisatz: Damit eine pflichtwidrige Weisung zu einer schädigenden Handlung als Tathandlung des § 153 StGB in Frage kommt, muss diese schädigende Handlung selbst – auch wenn sie an Untergebene delegiert wurde – in die Kompetenz des Täters fallen. (T1)
    Beisatz: Da die Organe der Muttergesellschaft (in rechtlich abgesicherter Weise) nur im Wege der Ausübung von Gesellschafterrechten auf die Tochtergesellschaften Einfluss nehmen können, führt die missbräuchliche Vertretungshandlung (Weisung) dann nicht unmittelbar zum Schaden, wenn für den Schadenseintritt die (nicht bloß rein manipulative) Handlung eines anderen Machthabers (Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft) den Ausschlag gibt, der für die Anweisung zur Auszahlung zuständig ist. (T2)
  • RS0130418">13 Os 137/16w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 137/16w
    Beisatz: Bloß mittelbar bewirkte (Folge-)Schäden werden vom Tatbestand der Untreue nicht erfasst. (T3)
    Beisatz: Wird dem Täter der Abschluss eines für den Machtgeber ungünstigen Geschäfts zur Last gelegt, ist ein tatbestandsmäßiger Vermögensschaden nur dann unmittelbar aus der unter Befugnismissbrauch gesetzten Handlung entstanden, wenn ein alternatives Geschäft bereits per se – etwa aufgrund eines besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses oder sonstiger günstigerer Konditionen – einen (vergleichsweise) größeren Vermögenszuwachs (oder einen geringeren Vermögensnachteil) nach sich gezogen hätte. Die Verhinderung eines erst in weiterer Folge hypothetisch und nur unter bestimmten Umständen eintretenden Vorteils bewirkt für sich allein hingegen noch keinen unmittelbar aus der Missbrauchshandlung resultierenden Vermögensnachteil. (T4)
  • RS0130418">11 Os 51/18m
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 11 Os 51/18m
    Auch; Beisatz. Hier: Durch Weisung an einen als bloßes Werkzeug agierenden Untergebenen aufgetragener Verzicht auf die Ausschüttung eines dem Machtgeber zustehenden Gewinns. (T5)
  • RS0130418">12 Os 86/17i
    Entscheidungstext OGH 04.03.2019 12 Os 86/17i
  • RS0130418">12 Os 34/18v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
    Vgl; Beisatz: Ein Vermögensschaden wird auch bei (bloßer) Genehmigung der Kreditvergabe unmittelbar herbeigeführt. (T6)
  • RS0130418">12 Os 148/19k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2020 12 Os 148/19k
    Vgl
  • RS0130418">12 Os 39/18d
    Entscheidungstext OGH 09.03.2020 12 Os 39/18d
    Beis wie T2
  • RS0130418">11 Os 17/21s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2021 11 Os 17/21s
    Vgl
  • RS0130418">14 Os 5/21y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 5/21y
    Vgl
  • RS0130418">13 Os 126/21k
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 126/21k
    Vgl
  • RS0130418">14 Os 130/23h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 130/23h
    vgl; Beisatz: Hier: Beauftragung einer Bankgarantie zugunsten eines zahlungsunfähigen Unternehmens durch den Geschäftsführer einer GmbH. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130418

Im RIS seit

15.12.2015

Zuletzt aktualisiert am

28.11.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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