RS OGH 2025/7/10 3Ob121/16i; 9Ob82/16y; 3Ob86/17v; 3Ob213/18x; 9Ob12/19h; 3Ob72/19p; 1Ob17/20m; 1Ob1

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Veröffentlicht am 10.07.2025
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Norm

ABGB §177 Abs4
ABGB §179 Abs2
ABGB §180 Abs2
  1. ABGB § 177 heute
  2. ABGB § 177 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 177 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  4. ABGB § 177 gültig von 01.07.1989 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 179 heute
  2. ABGB § 179 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 179 gültig von 01.07.1960 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 58/1960
  1. ABGB § 180 heute
  2. ABGB § 180 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 180 gültig von 01.01.1978 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1977

Rechtssatz

Auch bei Zugrundelegung der vom Verfassungsgerichtshof vorgenommenen Auslegung ist aber die Festlegung der hauptsächlichen Betreuung durch einen Elternteil, sei diese auch bloß nomineller Natur zur Schaffung eines Anknüpfungspunkts für verschiedene Rechtsnormen, jedenfalls erforderlich.

Entscheidungstexte

  • RS0130918">3 Ob 121/16i
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 121/16i
    Beisatz: Der Verfassungsgerichtshof hat § 180 Abs 2 letzter Satz ABGB ebenso wie die mitangefochtenen Bestimmungen im Einklang mit Art 8 EMRK so ausgelegt, dass sie der elterlichen Vereinbarung einer zeitlich gleichteiligen Betreuung oder einer entsprechenden gerichtlichen Festlegung in jenen Fällen, in denen dies aus der Sicht des Gerichts dem Kindeswohl am besten entspricht, nicht entgegenstehen. (VfGH 9.10.2015, G 152/2015). (T1)
    Beisatz: Es widerspräche dem Prinzip der anzustrebenden Kontinuität und Stabilität, wenn kurzfristige Wechsel des Anknüpfungspunkts etwa für den Bezug von Transferleistungen aber auch die Möglichkeit, den Hauptwohnsitz zu bestimmen, festgelegt würden. (T2)
    Beisatz: Die Frage, welchem Elternteil die hauptsächliche Betreuung zukommen soll, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T3)
  • RS0130918">9 Ob 82/16y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 9 Ob 82/16y
    Beis wie T1; Bem.: Siehe dazu auch RS0130981. (T4)
  • RS0130918">3 Ob 86/17v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 86/17v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nestmodell. (T5)
  • RS0130918">3 Ob 213/18x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 213/18x
    Vgl auch
  • RS0130918">9 Ob 12/19h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
    Auch; Beis wie T3
  • RS0130918">3 Ob 72/19p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 3 Ob 72/19p
    Auch; Beis wie T3
  • RS0130918">1 Ob 17/20m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 1 Ob 17/20m
    Vgl
  • RS0130918">1 Ob 149/20y
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 149/20y
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0130918">5 Ob 27/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2024 5 Ob 27/24t
    vgl
  • RS0130918">5 Ob 214/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.01.2025 5 Ob 214/24t
    Beisatz wie T3
  • RS0130918">10 Ob 31/25v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 10.07.2025 10 Ob 31/25v
    Beisatz nur wie T3

Schlagworte

Doppelresidenz

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130918

Im RIS seit

07.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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