RS OGH 2019/12/10 11Os149/19z

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.12.2019
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Norm

StPO §195
StPO §9 Abs1
MRK Art6
  1. StPO § 195 heute
  2. StPO § 195 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 195 gültig von 01.06.2016 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  4. StPO § 195 gültig von 01.01.2011 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  5. StPO § 195 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. StPO § 195 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  7. StPO § 195 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  8. StPO § 195 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993 aufgehoben durch BGBl. Nr. 526/1993
  1. StPO § 9 heute
  2. StPO § 9 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  3. StPO § 9 gültig von 01.07.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2006
  4. StPO § 9 gültig von 01.05.2004 bis 30.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  5. StPO § 9 gültig von 01.08.2000 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2000
  6. StPO § 9 gültig von 01.03.1997 bis 31.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StPO § 9 gültig von 01.10.1993 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 9 gültig von 31.12.1975 bis 30.09.1993

Rechtssatz

Es ist mit dem allgemeinen Beschleunigungsgebot (§ 9 Abs 1 StPO) und dem Recht auf ein faires Verfahren (Art 6 MRK) nicht vereinbar, wenn der Beschuldigte immer wieder mit einer auf neue belastende Umstände gestützten Verfolgung rechnen müsste, obwohl diese bereits Gegenstand des Ermittlungsverfahrens hätten sein können (oder müssen; vgl auch § 195 Abs 2 erster Satz StPO). Macht der Privatbeteiligte daher von seinem Beweisantragsrecht im Ermittlungsverfahren nicht ausreichend Gebrauch, kann er später seinen Antrag auf Fortführung des Ermittlungsverfahrens (§ 195 Abs 1 StPO) nicht auf Beweiserhebungen stützen, die er bereits früher hätte initiieren können.Es ist mit dem allgemeinen Beschleunigungsgebot (Paragraph 9, Absatz eins, StPO) und dem Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 6, MRK) nicht vereinbar, wenn der Beschuldigte immer wieder mit einer auf neue belastende Umstände gestützten Verfolgung rechnen müsste, obwohl diese bereits Gegenstand des Ermittlungsverfahrens hätten sein können (oder müssen; vergleiche auch Paragraph 195, Absatz 2, erster Satz StPO). Macht der Privatbeteiligte daher von seinem Beweisantragsrecht im Ermittlungsverfahren nicht ausreichend Gebrauch, kann er später seinen Antrag auf Fortführung des Ermittlungsverfahrens (Paragraph 195, Absatz eins, StPO) nicht auf Beweiserhebungen stützen, die er bereits früher hätte initiieren können.

Entscheidungstexte

  • RS0132918">11 Os 149/19z
    Entscheidungstext OGH 10.12.2019 11 Os 149/19z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132918

Im RIS seit

27.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2020
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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