RS OGH 2023/6/28 13Os88/19v; 13Os84/19f; 13Os27/20z; 13Os51/20d; 13Os20/20w; 13Os126/21k; 13Os119/22

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.12.2019
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Norm

FinStrG §4 Abs2
FinStrG §33 Abs5
FinStrG idF vor BGBl I 2019/62 §38 Abs1
  1. FinStrG Art. 1 § 4 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 4 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. FinStrG Art. 1 § 4 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 33 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 33 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2025
  3. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 23.07.2019 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  4. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 15.08.2018 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  5. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 12.01.2013 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 01.01.2011 bis 11.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  7. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  8. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 21.08.1996 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 421/1996
  9. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 01.01.1995 bis 20.08.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  10. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 01.10.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1989
  11. FinStrG Art. 1 § 33 gültig von 01.01.1986 bis 30.09.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 571/1985

Rechtssatz

Bei einem strafbestimmenden Wertbetrag von bis zu 500.000 Euro ist die Strafdrohung des § 38 Abs 1 FinStrG idF vor BGBl I 2019/62 für den Täter günstiger als jene des § 33 Abs 5 FinStrG idF BGBl I 2019/62, weil Letztere eine Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren, Erstere hingegen bloß eine solche bis zu drei Jahren vorsieht. Die unterschiedlichen Geldstrafdrohungen sind insoweit bedeutungslos, weil die Freiheitsstrafe gegenüber der Geldstrafe das schwerer wiegende Übel darstellt. Dass die Freiheitsstrafe nach beiden in Rede stehenden Normen nur verhängt werden darf, wenn spezial- oder generalpräventive Gründe dies verlangen, ist als bloßer Strafbemessungsaspekt für den Günstigkeitsvergleich (§ 4 Abs 2 FinStrG) irrelevant.Bei einem strafbestimmenden Wertbetrag von bis zu 500.000 Euro ist die Strafdrohung des Paragraph 38, Absatz eins, FinStrG in der Fassung vor BGBl römisch eins 2019/62 für den Täter günstiger als jene des Paragraph 33, Absatz 5, FinStrG in der Fassung BGBl römisch eins 2019/62, weil Letztere eine Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren, Erstere hingegen bloß eine solche bis zu drei Jahren vorsieht. Die unterschiedlichen Geldstrafdrohungen sind insoweit bedeutungslos, weil die Freiheitsstrafe gegenüber der Geldstrafe das schwerer wiegende Übel darstellt. Dass die Freiheitsstrafe nach beiden in Rede stehenden Normen nur verhängt werden darf, wenn spezial- oder generalpräventive Gründe dies verlangen, ist als bloßer Strafbemessungsaspekt für den Günstigkeitsvergleich (Paragraph 4, Absatz 2, FinStrG) irrelevant.

Entscheidungstexte

  • RS0132910">13 Os 88/19v
    Entscheidungstext OGH 11.12.2019 13 Os 88/19v
  • RS0132910">13 Os 84/19f
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 13 Os 84/19f
    Vgl; Beisatz: Drohen zu vergleichende Normen (§ 4 Abs 2 FinStrG) Geld- und Freiheitsstrafen nebeneinander an, ist jene Norm günstiger, welche die geringere Freiheitsstrafe androht. Die Höhe der Geldstrafdrohungen ist bei dieser Konstellation unter dem Aspekt des Günstigkeitsvergleichs bedeutungslos. (T1)
  • RS0132910">13 Os 27/20z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2020 13 Os 27/20z
  • RS0132910">13 Os 51/20d
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 13 Os 51/20d
    Vgl
  • RS0132910">13 Os 20/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 20/20w
    Vgl; Beis nur wie T1
  • RS0132910">13 Os 126/21k
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 126/21k
    Vgl; Beis wie T1
  • RS0132910">13 Os 119/22g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 119/22g
    Beisatz nur wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132910

Im RIS seit

21.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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