RS OGH 1950/11/29 3Ob630/50, 1Ob653/56, 8Ob236/65, 5Ob131/72, 6Ob141/74, 1Ob684/76, 6Ob616/78, 3Ob60

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.11.1950
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Norm

ABGB §1079

Rechtssatz

Der aus einem nicht verbücherten Vorkaufsrecht Berechtigte kann vom Verpflichteten, der die Sache, ohne sie dem Berechtigten zur Einlösung anzubieten, weiterveräußert hat, einen Schadenersatz, nicht aber Erfüllung begehren.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 630/50
    Entscheidungstext OGH 29.11.1950 3 Ob 630/50
    Veröff: EvBl 1951/38 S 68 = SZ 23/356 = ebenso SZ 1/54
  • 1 Ob 653/56
    Entscheidungstext OGH 23.01.1957 1 Ob 653/56
    Vgl aber; Beisatz: Nach § 1079 ABGB hat der Berechtigte, falls die Sache weiter verkauft wurde, ohne daß sie gehörig zur Einlösung angeboten worden ist, das Recht, außer dem Schadenersatz sowohl den Anspruch auf Erfüllung gegenüber dem Verpflichteten wie auch den Anspruch auf Herausgabe der Sache gegen jeden dritten Käufer geltend zu machen. - Damit steht dem Vorkaufsberechtigten aber, falls der Inhalt des Kaufvertrages bekannt ist, ein Recht auf Anbietung gemäß § 1072 ABGB nicht mehr zu. (T1)
  • 8 Ob 236/65
    Entscheidungstext OGH 28.09.1965 8 Ob 236/65
    Beisatz: "Vorpachtrecht" (T2) Veröff: JBl 1966,253 (mit Besprechung von Gschnitzer) = SZ 38/148
  • 5 Ob 131/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 131/72
    Beisatz: Mit ausführlicher Begründung. (T3) Veröff: JBl 1974,204 (kritisch Rummel) = EvBl 1973/64 S 153 = MietSlg 24111 = NZ 1973,181
  • 6 Ob 141/74
    Entscheidungstext OGH 31.07.1974 6 Ob 141/74
  • 1 Ob 684/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 684/76
    Vgl jedoch; Beisatz: Gegen die herrschende Rechtsprechung, wonach dem Berechtigten aus einem nicht verbücherten Vorkaufsrecht bei Unterbleiben des Einlösungsangebotes durch den Verpfichteten gegen diesen auch dann nur ein Schadenersatzanspruch, nicht aber ein Anspruch auf Anbietung der Sache zur Einlösung zustehe, wenn der Verpflichtete noch Eigentümer der Sache ist, hat die Rechtslehre (zuletzt insbesondere Bydlinski in Klang 2. Auflage IV/2, 881 ff) beachtliche Argumente vorzubringen. Ein Anbietungsanspruch könnte allerdings nur dem Vertragspartner, dessen Erben oder demjenigen Erwerber gegenüber geltend gemacht werden, mit dem eine dreiseitige rechtsgeschäftliche Vereinbarung über die Übertragung der Verpflichtung an ihn besteht. (T4)
  • 6 Ob 616/78
    Entscheidungstext OGH 08.06.1978 6 Ob 616/78
    Vgl ebenfalls
  • 3 Ob 607/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 3 Ob 607/80
  • 5 Ob 764/81
    Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 764/81
  • 8 Ob 526/86
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 8 Ob 526/86
    Auch; Veröff: RdW 1986,206 = EvBl 1986/148 S 622
  • 6 Ob 536/86
    Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 536/86
    Gegenteilig; Veröff: JBl 1986,509 = MietSlg XXXVIII/15 = SZ 59/54 = RdW 1986,205
  • 3 Ob 199/02i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 3 Ob 199/02i
    Gegenteilig; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof bejaht seit der Entscheidung SZ 59/54 auch in diesen Fällen einen Anspruch auf Anbietung (ebenso nunmehr auch 8Ob 1507/92 und 2 Ob 201/99v). (T5)
  • 1 Ob 168/13g
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 168/13g
    Vgl aber; Beis ähnlich wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0020226

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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