RS OGH 2025/9/30 2Ob1032/53; 7Ob123/55; 1Ob283/66; 1Ob101/72; 2Ob502/81; 8Ob526/87; 6Ob573/85; 9Ob72

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 02.06.1954
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Norm

ABGB §914 II
EO §10 A
  1. ABGB § 914 heute
  2. ABGB § 914 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. EO § 10 heute
  2. EO § 10 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 10 gültig von 01.03.1992 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 628/1991

Rechtssatz

Nach § 914 ABGB ist nicht der Parteiwille, sondern die Absicht der Parteien (der Geschäftszweck) zu erforschen. Ergänzende Vertragsauslegung ist daher zulässig, sodass der Richter im Hinblick auf den gemeinsamen Geschäftszweck einen übereinstimmenden Parteiwillen auch dann als gegeben annehmen kann, wenn ein Punkt zwischen den Parteien strittig ist, hinsichtlich dessen die vertragsschließenden Teile etwas anderes gewollt haben (hier Auslegung des Begriffes "Beziehbarkeit der Wohnung").Nach Paragraph 914, ABGB ist nicht der Parteiwille, sondern die Absicht der Parteien (der Geschäftszweck) zu erforschen. Ergänzende Vertragsauslegung ist daher zulässig, sodass der Richter im Hinblick auf den gemeinsamen Geschäftszweck einen übereinstimmenden Parteiwillen auch dann als gegeben annehmen kann, wenn ein Punkt zwischen den Parteien strittig ist, hinsichtlich dessen die vertragsschließenden Teile etwas anderes gewollt haben (hier Auslegung des Begriffes "Beziehbarkeit der Wohnung").

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 1032/53
    Entscheidungstext OGH 02.06.1954 2 Ob 1032/53
  • 7 Ob 123/55
    Entscheidungstext OGH 09.03.1955 7 Ob 123/55
  • 1 Ob 283/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 1 Ob 283/66
    Veröff: EvBl 1967/282 S 398 = JBl 1967,375
  • 1 Ob 101/72
    Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 101/72
    Veröff: MietSlg 24091
  • 2 Ob 502/81
    Entscheidungstext OGH 30.06.1981 2 Ob 502/81
  • RS0000406">8 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 526/87
    nur: Nach § 914 ABGB ist nicht der Parteiwille, sondern die Absicht der Parteien (der Geschäftszweck) zu erforschen. (T1)
    Veröff: WBl 1987,239
  • RS0000406">6 Ob 573/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 6 Ob 573/85
    Auch; nur T1
  • RS0000406">9 Ob 72/98y
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 Ob 72/98y
    nur T1
  • RS0000406">9 ObA 83/98s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 9 ObA 83/98s
    nur T1
  • RS0000406">8 Ob 163/06p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 163/06p
    Vgl; Beisatz: Unter „Parteienabsicht" ist nicht der unkontrollierbare Wille einer Partei gemeint, sondern im Wesentlichen der „Geschäftszweck". (T2)
  • RS0000406">1 Ob 210/15m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 210/15m
    Auch
  • RS0000406">1 Ob 4/17w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 4/17w
    Vgl
  • RS0000406">1 Ob 16/20i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2020 1 Ob 16/20i
    Vgl auch; Beis wie T2
  • RS0000406">8 ObA 65/22z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 8 ObA 65/22z
    Vgl; Beis nur wie T2
  • RS0000406">1 Ob 94/24s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.10.2024 1 Ob 94/24s
    vgl; Beisatz: Hier: Kurzarbeitsbeihilfe gemäß § 37b AMSG (T3)
  • RS0000406">1 Ob 120/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.09.2025 1 Ob 120/25s
    Beisatz wie T2
    Beisatz: Hier: Konkurrenzschutzklausel in einem Mietvertrag, wonach die Vermieterin mit der Mieterin ein Einvernehmen herstellen wird, wenn Betriebsflächen im Einzelausmaß von mehr als 500 m² für Herrenbekleidung und/oder Damenbekleidung und/oder Kinderbekleidung zur Vergabe gelangen sollten. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0000406

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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