RS OGH 1979/10/5 5Os50/55, 5Os749/56, 5Os832/52, 5Os1114/51, 8Os311/59, 8Os378/59, 5Os397/33, 9Os147

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.03.1955
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Norm

JGG 1949 §13 Abs3
JGV §25 Abs2
StPO §56
StPO §57 A
  1. StPO § 56 heute
  2. StPO § 56 gültig ab 01.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2018
  3. StPO § 56 gültig von 01.06.2016 bis 31.10.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  4. StPO § 56 gültig von 01.01.2014 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  5. StPO § 56 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  6. StPO § 56 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 56 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993

Rechtssatz

Eine Vereinigung beider Strafsachen ist nicht unter allen Umständen vorzunehmen und selbst nach erfolgter Vereinigung muß nicht auf jeden Fall eine Strafe in jenem Strafverfahren, in dem der Strafausspruch gemäß § 13 JGG vorläufig aufgeschoben worden war, erfolgen. Wenn das Gericht bei Prüfung der Voraussetzungen nach § 13 Abs 3 JGG zu dem Ergebnis kommt, daß diese Voraussetzungen nicht vorliegen, obgleich der unter Anwendung des § 13 JGG Verurteilte aufs neue eine strafbare Handlung begangen hat, wird es in sinngemäßer Anwendung der Bestimmungen des § 57 StPO dieses Verfahren auszuscheiden und das ausgeschiedene Verfahren wieder an das Gericht, das in dieser Sache in erster Instanz entschieden hatte, zu übermitteln haben.Eine Vereinigung beider Strafsachen ist nicht unter allen Umständen vorzunehmen und selbst nach erfolgter Vereinigung muß nicht auf jeden Fall eine Strafe in jenem Strafverfahren, in dem der Strafausspruch gemäß Paragraph 13, JGG vorläufig aufgeschoben worden war, erfolgen. Wenn das Gericht bei Prüfung der Voraussetzungen nach Paragraph 13, Absatz 3, JGG zu dem Ergebnis kommt, daß diese Voraussetzungen nicht vorliegen, obgleich der unter Anwendung des Paragraph 13, JGG Verurteilte aufs neue eine strafbare Handlung begangen hat, wird es in sinngemäßer Anwendung der Bestimmungen des Paragraph 57, StPO dieses Verfahren auszuscheiden und das ausgeschiedene Verfahren wieder an das Gericht, das in dieser Sache in erster Instanz entschieden hatte, zu übermitteln haben.

Entscheidungstexte

  • 5 Os 397/33
    Entscheidungstext OGH 02.06.1933 5 Os 397/33
    Vgl; Veröff: SSt XIII/47
  • 5 Os 1114/51
    Entscheidungstext OGH 27.02.1952 5 Os 1114/51
    nur: Eine Vereinigung beider Strafsachen ist nicht unter allen Umständen vorzunehmen. (T1) Veröff: EvBl 1952/256 S 388
  • 5 Os 832/52
    Entscheidungstext OGH 18.11.1952 5 Os 832/52
    Teilweise abweichend; Veröff: EvBl 1953/239 S 307
  • 5 Os 50/55
    Entscheidungstext OGH 14.03.1955 5 Os 50/55
    Veröff: JBl 1955 H17,454
  • 5 Os 749/56
    Entscheidungstext OGH 09.10.1956 5 Os 749/56
    Veröff: EvBl 1957/15 S 19
  • 8 Os 311/59
    Entscheidungstext OGH 08.01.1960 8 Os 311/59
    Teilweise abweichend; Beisatz: Der Antrag auf Festsetzung einer Strafe kann auch ohne Ausscheidung abgewiesen werden. (T2) Veröff: EvBl 1960/97 S 159
  • 8 Os 378/59
    Entscheidungstext OGH 11.01.1960 8 Os 378/59
    Teilweise abweichend
  • 9 Os 147/75
    Entscheidungstext OGH 19.05.1976 9 Os 147/75
    Vgl; Beisatz: Zum geltenden § 13 Abs 2 JGG und § 43 Abs 1 StGB. (T3)
  • RS0088393">13 Os 87/79
    Entscheidungstext OGH 05.10.1979 13 Os 87/79
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0088393

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2009
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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