RS OGH 2025/9/24 5Os1220/55; 2Os59/47; 5Os189/52; 9Os218/58; 7Os207/59; 10Os282/63; 9Os37/65; 11Os18

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.02.1956
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Norm

StPO §260 Abs1 Z1
  1. StPO § 260 heute
  2. StPO § 260 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 260 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 260 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StPO § 260 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2001

Rechtssatz

Diese Gesetzesstelle verlangt nicht, dass die Tat im Urteilssatz erschöpfend beschrieben wird; diese Gesetzesstelle fordert nur, dass die Tat durch konkrete Umstände soweit umschrieben wird, dass sie mit einer anderen nicht verwechselt werden kann; Individualisierung genügt; die für die Spezialisierung erforderlichen weiteren Angaben können den Urteilsgründen vorbehalten bleiben.

Entscheidungstexte

  • 5 Os 1220/55
    Entscheidungstext OGH 22.02.1956 5 Os 1220/55
    Veröff: RZ 1956,90
  • 2 Os 59/47
    Entscheidungstext OGH 10.03.1947 2 Os 59/47
    Veröff: SSt XIX/37 = EvBl 1947,270
  • 5 Os 189/52
    Entscheidungstext OGH 29.04.1952 5 Os 189/52
    Veröff: EvBl 1952/334 S 497
  • 9 Os 218/58
    Entscheidungstext OGH 10.02.1959 9 Os 218/58
    Veröff: EvBl 1959/105 S 164
  • 7 Os 207/59
    Entscheidungstext OGH 29.03.1960 7 Os 207/59
  • 10 Os 282/63
    Entscheidungstext OGH 18.02.1964 10 Os 282/63
  • 9 Os 37/65
    Entscheidungstext OGH 25.05.1965 9 Os 37/65
    Ähnlich; Beisatz: Im Spruch nur § 203 StG (erster Fall); Voraussetzungen des § 203 StG dritter Fall nur in den Gründen. (T1)
  • 11 Os 180/66
    Entscheidungstext OGH 31.01.1967 11 Os 180/66
    Beisatz: Die "Tat" ist hiebei gleichbedeutend mit den für erwiesen angenommenen Tatsachen. Bei strafsatzbedingenden Umständen (zB Wertgrenzen des § 173 oder § 179 StG) reicht die bloße Zitierung der betreffenden Gesetzesstelle im Urteilsspruch dann, wenn aus dieser Zitierung im Zusammenhang mit den Urteilsgründen eindeutig hervorgeht, dass und aus welchen Gründen die Qualifikation für erwiesen angenommen wurde. (T2) Veröff: EvBl 1967/396 S 555
  • 10 Os 59/67
    Entscheidungstext OGH 16.06.1967 10 Os 59/67
    Vgl
  • 10 Os 33/68
    Entscheidungstext OGH 18.06.1968 10 Os 33/68
  • 10 Os 121/68
    Entscheidungstext OGH 01.10.1968 10 Os 121/68
  • 11 Os 240/67
    Entscheidungstext OGH 14.04.1969 11 Os 240/67
    Beisatz: Ist die Gefahr eines "ne bis in idem" ausgeschaltet, bedarf es einer namentlichen Anführung jedes einzelnen Geschädigten nicht (vgl SSt XIX/151). (T3)
  • 9 Os 52/74
    Entscheidungstext OGH 10.07.1974 9 Os 52/74
    Beisatz: "August oder September 1972" reicht aus. (T4)
  • 13 Os 56/75
    Entscheidungstext OGH 01.07.1975 13 Os 56/75
  • 11 Os 69/76
    Entscheidungstext OGH 11.06.1976 11 Os 69/76
  • RS0098607">12 Os 2/80
    Entscheidungstext OGH 06.03.1980 12 Os 2/80
  • 9 Os 144/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 9 Os 144/81
    Vgl auch
  • 11 Os 194/81
    Entscheidungstext OGH 10.04.1982 11 Os 194/81
    Vgl auch
  • RS0098607">13 Os 150/83
    Entscheidungstext OGH 01.12.1983 13 Os 150/83
  • RS0098607">10 Os 48/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 10 Os 48/84
    Vgl auch
  • RS0098607">10 Os 212/84
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 10 Os 212/84
    Vgl auch
  • 9 Os 14/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1985 9 Os 14/85
    Vgl auch
  • RS0098607">12 Os 20/85
    Entscheidungstext OGH 13.06.1985 12 Os 20/85
    Vgl auch
  • RS0098607">12 Os 69/86
    Entscheidungstext OGH 26.06.1986 12 Os 69/86
  • RS0098607">12 Os 30/87
    Entscheidungstext OGH 11.06.1987 12 Os 30/87
    Vgl auch
  • RS0098607">9 Os 150/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1987 9 Os 150/86
    nur: Diese Gesetzesstelle verlangt nicht, dass die Tat im Urteilssatz erschöpfend beschrieben wird; diese Gesetzesstelle fordert nur, dass die Tat durch konkrete Umstände soweit umschrieben wird, dass sie mit einer anderen nicht verwechselt werden kann. (T5)
  • RS0098607">12 Os 66/88
    Entscheidungstext OGH 01.09.1988 12 Os 66/88
    Vgl auch
  • RS0098607">15 Os 118/88
    Entscheidungstext OGH 08.11.1988 15 Os 118/88
    Beisatz: Die erschöpfende Beschreibung und höhere Spezialisierung der Tat ist den Entscheidungsgründen zu überlassen. (T6) Veröff: SSt 59/83
  • RS0098607">13 Os 140/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 13 Os 140/88
  • RS0098607">13 Os 40/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 13 Os 40/89
    Vgl auch; nur T5; Beisatz: "Individualisierung" bedeutet verwechslungsfreie Bezeichnung. (T7)
  • RS0098607">11 Os 23/89
    Entscheidungstext OGH 26.01.1990 11 Os 23/89
    Vgl auch
  • RS0098607">13 Os 20/90
    Entscheidungstext OGH 13.06.1990 13 Os 20/90
  • RS0098607">13 Os 109/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 13 Os 109/90
    nur T5
  • RS0098607">14 Os 71/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 14 Os 71/91
    Vgl auch
  • 12 Os 152/92
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 12 Os 152/92
    Vgl auch
  • 13 Os 181/93
    Entscheidungstext OGH 26.01.1994 13 Os 181/93
    Vgl auch
  • RS0098607">14 Os 135/92
    Entscheidungstext OGH 28.09.1993 14 Os 135/92
  • RS0098607">15 Os 137/95
    Entscheidungstext OGH 23.11.1995 15 Os 137/95
    Vgl auch; nur T5
  • RS0098607">12 Os 78/96
    Entscheidungstext OGH 18.07.1996 12 Os 78/96
    Vgl auch; nur T5
  • RS0098607">15 Os 147/96
    Entscheidungstext OGH 12.09.1996 15 Os 147/96
    Vgl auch
  • RS0098607">15 Os 36/97
    Entscheidungstext OGH 03.07.1997 15 Os 36/97
  • RS0098607">15 Os 47/96
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 15 Os 47/96
    nur T5
  • RS0098607">14 Os 107/99
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 14 Os 107/99
    Auch; Beisatz: Ein Schuldspruch erfordert zwar eine Individualisierung der Tat, nicht aber die Angabe der Namen der Geschädigten im Urteil. (T8)
  • RS0098607">11 Os 44/01
    Entscheidungstext OGH 11.06.2001 11 Os 44/01
    Vgl auch; Beisatz: Spruch und Gründe stellen für die Beurteilung der Gesetzeskonformität der Tatbezeichnung eine Einheit dar. (T9)
  • RS0098607">14 Os 49/02
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 14 Os 49/02
    nur T5; Beis ähnlich T3
  • RS0098607">13 Os 62/03
    Entscheidungstext OGH 02.07.2003 13 Os 62/03
    nur T5
  • RS0098607">13 Os 178/03
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 178/03
    Auch
  • RS0098607">12 Os 132/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 132/04
    Auch
  • RS0098607">11 Os 121/04
    Entscheidungstext OGH 07.12.2004 11 Os 121/04
    Auch; Beisatz: Der Ausspruch nach dieser Gesetzesstelle hebt nur das Ergebnis der in den Entscheidungsgründen zum Ausdruck kommenden Entscheidungsfindung formell hervor und stellt zum Zweck der Abgrenzung von anderen Taten deklarativ klar, welcher Taten der Angeklagte schuldig befunden wurde, ohne solcherart eine von den Entscheidungsgründen losgelöste Willenserklärung zum Ausdruck zu bringen. (T10)
  • RS0098607">15 Os 146/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 15 Os 146/04
    nur: Diese Gesetzesstelle verlangt nicht, dass die Tat im Urteilssatz erschöpfend beschrieben wird. (T11); Beisatz: Es genügt, dass die Tat durch konkrete Umstände soweit umschrieben wird, dass eine abermalige Verurteilung wegen desselben Sachverhalts ausgeschlossen ist. (T12)
  • RS0098607">12 Os 108/05g
    Entscheidungstext OGH 22.12.2005 12 Os 108/05g
    Auch; nur T5; Beisatz: Den Erfordernissen des § 260 Abs 1 Z 1 StPO ist im Fall mangelnder weiterer Aufklärungsmöglichkeit in Ansehung des Tatzeitpunkts immer schon dann entsprochen, wenn im Schuldspruch die Tat des Angeklagten - wie hier - örtlich und zeitlich (auch innerhalb eines gewissen Zeithorizonts) umgrenzt wird, sodass der Angeklagte solcherart vor neuerlicher Verfolgung geschützt wird. (T13)
  • RS0098607">12 Os 149/05m
    Entscheidungstext OGH 23.02.2006 12 Os 149/05m
    Auch; Beis wie T12, Beis wie T13
  • RS0098607">12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
    Vgl; nur T11; Beis wie T12
  • RS0098607">13 Os 10/25g
    Entscheidungstext OGH 24.09.2025 13 Os 10/25g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0098607

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.10.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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