RS OGH 1956/5/29 5Os557/56, 9Os315/61, 11Os150/65, 9Os77/78, 12Os169/81, 10Os4/82, 13Os79/90, 14Os26

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.05.1956
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Norm

StPO §473 Abs2

Rechtssatz

Auch wenn das Berufungsgericht nicht Beweise unmittelbar anders würdigen will als das Erstgericht, sondern aus ihnen nur Schlüsse auf weitere Tatsachen ziehen will, die das Erstgericht nicht gezogen hat, muss es das Beweisverfahren wiederholen.

Entscheidungstexte

  • 5 Os 557/56
    Entscheidungstext OGH 29.05.1956 5 Os 557/56
    Veröff: RZ 1956,121
  • 9 Os 315/61
    Entscheidungstext OGH 28.09.1961 9 Os 315/61
  • 11 Os 150/65
    Entscheidungstext OGH 28.09.1965 11 Os 150/65
  • 9 Os 77/78
    Entscheidungstext OGH 05.12.1978 9 Os 77/78
    Beisatz: Auch zur Ergänzung rechtlich erheblicher Feststellungen sind alle Beweise nochmals abzuführen. (T1) Veröff: SSt 49/61
  • 12 Os 169/81
    Entscheidungstext OGH 29.10.1981 12 Os 169/81
    Ähnlich; Beis wie T1; Veröff: SSt 52/55 = RZ 1982/25 S 64 = ZVR 1982/421 S 370
  • 10 Os 4/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 10 Os 4/82
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 13 Os 79/90
    Entscheidungstext OGH 19.07.1990 13 Os 79/90
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 14 Os 26/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 14 Os 26/91
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 12 Os 97/93
    Entscheidungstext OGH 12.08.1993 12 Os 97/93
    Vgl auch; Beis ähnlich T1
  • 13 Os 130/92
    Entscheidungstext OGH 17.02.1993 13 Os 130/92
    Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch, wenn das Berufungsgericht zur subjektiven Tatseite eine andere Beweiswürdigung vornimmt. (T2) Veröff: RZ 1994/37 S 111
  • 11 Os 62/98
    Entscheidungstext OGH 16.06.1998 11 Os 62/98
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 13 Os 136/99
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 13 Os 136/99
    Auch
  • 15 Os 136/07z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 15 Os 136/07z
    Auch; Beisatz: Keine Beweiswiederholung ist nötig, wenn das Berufungsgericht nicht auf der Tatsachenebene vom Ersturteil abweichend oder dieses ergänzend Feststellungen getroffen, sondern auf Basis der selektiv wiedergegebenen Konstatierungen des Erstgerichtes eine andere Gewichtung der Schuld des Angeklagten vorgenommen hat. (T3); Beisatz: Die Annahme einer Provokation bei Prüfung der Voraussetzungen mangelnder Strafwürdigkeit der Tat ist Gegenstand der wertenden Beurteilung eines in tatsächlicher Hinsicht für gegeben erachteten Sachverhaltes, vergleichbar dem Vorgang bei der Strafzumessung, an dessen Schuldbegriff sich das Geringfügigkeitskorrektiv der Z 1 des § 42 StGB orientiert. Im Rahmen der vom Erstgericht getroffenen Feststellungen ist es dem Berufungsgericht nicht verwehrt, den Schuldgehalt anders zu bewerten als das Erstgericht. (T4)
  • 11 Os 96/10t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2010 11 Os 96/10t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0101775

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2010
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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