RS OGH 1960/12/1 9Os190/60, 4Ob340/78, 4Ob397/79

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 01.12.1960
beobachten
merken

Norm

UrhG §24
UrhG §26
UrhG §91

Rechtssatz

Ein Optionsvertrag, durch den der Autor seinem Verleger das Recht einräumt, durch einseitige Erklärung das ausschließliche Recht auf Verwertung von schon vorhandenen oder zukünftig zu schaffenden literarischen Werken des Autors zu erwerben, verschafft dem Verleger noch kein Werknutzungsrecht (ius in re), sondern nur einen Anspruch auf Erwerb eines solchen (ius ad rem). Die Nichteinhaltung eines solchen Optionsvertrages durch den Autor gibt dem Verleger nur einen zivilrechtlichen Anspruch gegen den Autor auf Einhaltung des Vertrages, aber keinen strafrechtlichen Anspruch im Sinne des § 91 des UrhG gegen den Autor oder dritte Personen.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 190/60
    Entscheidungstext OGH 01.12.1960 9 Os 190/60
    Veröff: RZ 1961,42 = SSt XXI/113
  • 4 Ob 340/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 4 Ob 340/78
    Vgl aber; Beisatz: Austro-Mechana GesmbH. (T1) Veröff: SZ 51/134 = EvBl 1979/24 S 74 = GRURInt 1979,165 = ÖBl 1978,161
  • 4 Ob 397/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 397/79
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 340/78

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0077691

Dokumentnummer

JJR_19601201_OGH0002_0090OS00190_6000000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten