RS OGH 1963/1/8 4Ob359/62, 4Ob309/66, 4Ob317/76, 4Ob401/77, 4Ob339/79, 4Ob392/79, 4Ob307/80, 4Ob330/

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Veröffentlicht am 08.01.1963
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Rechtssatz

Für den zivilrechtlichen Markenschutz nach § 9 Abs 3 UWG ist die tatsächliche Verwendung der registrierten Marke ebenso ohne Bedeutung wie eine allfällige Verkehrsgeltung.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 359/62
    Entscheidungstext OGH 08.01.1963 4 Ob 359/62
    Veröff: ÖBl 1963,54
  • 4 Ob 309/66
    Entscheidungstext OGH 08.03.1966 4 Ob 309/66
    Veröff: SZ 39/45 = ÖBl 1966,83
  • 4 Ob 317/76
    Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 317/76
    Beisatz: Palmers - Falmers (T1) Veröff: ÖBl 1976,164
  • 4 Ob 401/77
    Entscheidungstext OGH 20.12.1977 4 Ob 401/77
  • 4 Ob 339/79
    Entscheidungstext OGH 15.05.1979 4 Ob 339/79
    Beisatz: Welche Bedeutung in diesen Zusammenhang der Einführung des Gebrauchszwanges durch die MSchGNov BGBl 1977/350 (33 a) zukommt, wurde hier mangels entsprechenden Behauptungen nicht geprüft. (T2)
  • 4 Ob 392/79
    Entscheidungstext OGH 27.11.1979 4 Ob 392/79
    Veröff: ÖBl 1980,104
  • 4 Ob 307/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 307/80
    Beisatz: Mangels eines tatsächlichen Vertriebes gleicher oder gleichartiger Waren ist die verwechselbare Ähnlichkeit der beiderseitigen Zeichen "abstrakt", also nach dem aus dem Markenregister ersichtlichen Schutzumfang der eingetragenen Marke, zu prüfen. (T3)
  • 4 Ob 330/80
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 330/80
    Auch; Beisatz: Auch nicht benutzte (Vorratsmarken) Marken jedenfalls bis zum 31.07.1982 (Art II Abs 2 der MSchGNov BGBl 1977/350). (T4) Veröff; ÖBl 1980,135
  • 4 Ob 47/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 47/88
    Auch; Beisatz: Die Anmeldung einer Marke ist keine Benützungshandlung. In ein fremdes Kennzeichenrecht wird dadurch nicht eingegriffen. (T5) Veröff: MR 1988,207
  • 4 Ob 225/03x
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 225/03x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Maßgeblich für die Prüfung der Warengleichartigkeit im Rahmen des Ähnlichkeitsvergleichs des § 30 Abs 1 Z 2 MSchG ist daher zumindest im Zeitraum des § 33a MSchG allein der Registerstand, und es kommt nicht weiter darauf an, in welchem Umfang der Markeninhaber von den im Markenregister verzeichneten Waren und Dienstleistungen tatsächlich Gebrauch macht. (T6)
  • 4 Ob 134/06v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 134/06v
    Auch; Beisatz: Für den zivilrechtlichen Markenschutz ist die tatsächliche Verwendung der registrierten Marke jedenfalls vor Ablauf der Fünf-Jahres-Frist des § 33a MSchG ohne Bedeutung. (T7); Beis wie T6
  • 17 Ob 1/08h
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 1/08h
    Auch; Beis wie T7
  • 17 Ob 11/08d
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 17 Ob 11/08d
    Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2008/68
  • 17 Ob 20/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 20/08b
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2008/136
  • 17 Ob 32/08t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 17 Ob 32/08t
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 227/12d
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 227/12d
    Vgl; Beisatz: Während eine Marke schon aufgrund ihrer Registrierung kennzeichenrechtliche Ansprüche begründet, die (jedenfalls während der Benutzungsschonfrist) auch dann bestehen, wenn die Marke gar nicht verwendet wird, und die Verwechslungsgefahr zunächst ausgehend vom Registerstand, also abstrakt zu prüfen ist, besteht beim Imitationsmarketing nach § 2 Abs 3 Z 1 UWG nur Schutz vor konkreter Verwechslungsgefahr, die eine durch Benutzung bewirkte tatsächliche Zuordnung des Zeichens (der Ausstattung) zu einem bestimmten Produkt voraussetzt. (T8)

Schlagworte

Benutzungsschonfrist

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0079295

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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