RS OGH 1988/4/26 10Os363/62, 11Os44/88

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.01.1963
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Norm

StPO §270 Z7
StPO §281 Z5 B
StPO §290 Abs1
StPO §344
StPO §362
  1. StPO § 270 heute
  2. StPO § 270 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 270 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 270 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  5. StPO § 270 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  6. StPO § 270 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 290 heute
  2. StPO § 290 gültig ab 01.03.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 344 heute
  2. StPO § 344 gültig ab 01.01.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  3. StPO § 344 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 362 heute
  2. StPO § 362 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 362 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  4. StPO § 362 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Da auch im geschwornengerichtlichen Verfahren das Urteil in Form des ihm zugrunde liegenden Wahrspruches der Geschwornen Tatsachenfeststellungen im Sinne des § 362 StPO enthält, findet die Bestimmung des § 362 StPO auch im geschwornengerichtlichen Verfahren Anwendung (vgl 5 Os 214 - 221/55, 5 Os 852/56, 5 Os 1068/56 und 5 Os 1073/56; dagegen jedoch 5 Os 692/51). Mit Rücksicht auf die Unanwendbarkeit der Bestimmungen der §§ 270 Z 7 und 281 Z 5 StPO im geschwornengerichtlichen Verfahren ist in diesem die Anwendung des § 290 Abs 1 StPO in Verbindung mit dem § 344 StPO dort nicht möglich, wo nur der Akteninhalt, nicht aber der Wahrspruch der Geschwornen offenbar erkennen läßt, daß zwischen zwei dem Angeklagten angelasteten Straftaten, die sich auf verschiedene Wahrsprüche der Geschwornen stützen, nur eine Scheinkonkurrenz besteht, die eine Tat, zB sich nur als straflose Vortat zu einer anderen darstellt. Mit Rücksicht auf die zu (2.Abs) ausgeführten Erwägungen muß daher der OGH in den dort genannten Fällen, um eine Benachteiligung des Angeklagten zu vermeiden, den Weg des § 362 StPO beschreiten.Da auch im geschwornengerichtlichen Verfahren das Urteil in Form des ihm zugrunde liegenden Wahrspruches der Geschwornen Tatsachenfeststellungen im Sinne des Paragraph 362, StPO enthält, findet die Bestimmung des Paragraph 362, StPO auch im geschwornengerichtlichen Verfahren Anwendung vergleiche 5 Os 214 - 221/55, 5 Os 852/56, 5 Os 1068/56 und 5 Os 1073/56; dagegen jedoch 5 Os 692/51). Mit Rücksicht auf die Unanwendbarkeit der Bestimmungen der Paragraphen 270, Ziffer 7 und 281 Ziffer 5, StPO im geschwornengerichtlichen Verfahren ist in diesem die Anwendung des Paragraph 290, Absatz eins, StPO in Verbindung mit dem Paragraph 344, StPO dort nicht möglich, wo nur der Akteninhalt, nicht aber der Wahrspruch der Geschwornen offenbar erkennen läßt, daß zwischen zwei dem Angeklagten angelasteten Straftaten, die sich auf verschiedene Wahrsprüche der Geschwornen stützen, nur eine Scheinkonkurrenz besteht, die eine Tat, zB sich nur als straflose Vortat zu einer anderen darstellt. Mit Rücksicht auf die zu (2.Abs) ausgeführten Erwägungen muß daher der OGH in den dort genannten Fällen, um eine Benachteiligung des Angeklagten zu vermeiden, den Weg des Paragraph 362, StPO beschreiten.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 363/62
    Entscheidungstext OGH 22.01.1963 10 Os 363/62
    Veröff: SSt XXXIV/6 = RZ 1963,91
  • RS0098802">11 Os 44/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 11 Os 44/88
    Vgl auch; Veröff: SSt 59/24 = EvBl 1988/116 S 533 = RZ 1989/34 S 88

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0098802

Dokumentnummer

JJR_19630122_OGH0002_0100OS00363_6200000_002
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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