RS OGH 1986/12/15 10Os107/72, 12Os147/77, 11Os64/78, 11Os152/80, 9Os144/80, 12Os154/80, 13Os35/81, 1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.09.1972
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Norm

FinStrG §19 Abs1
FinStrG §19 Abs3
FinStrG §22 Abs1
FinStrG §35
SGG §12 Abs1 F
  1. FinStrG Art. 1 § 19 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 19 gültig ab 01.08.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 414/1988
  3. FinStrG Art. 1 § 19 gültig von 01.01.1976 bis 31.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 19 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 19 gültig ab 01.08.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 414/1988
  3. FinStrG Art. 1 § 19 gültig von 01.01.1976 bis 31.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 22 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 22 gültig ab 20.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2024
  3. FinStrG Art. 1 § 22 gültig von 01.01.2016 bis 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015
  4. FinStrG Art. 1 § 22 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  5. FinStrG Art. 1 § 22 gültig von 05.06.2004 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2004
  6. FinStrG Art. 1 § 22 gültig von 01.01.1976 bis 04.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 35 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 35 gültig ab 20.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2024
  3. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 23.07.2019 bis 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  4. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.05.2016 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015
  5. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.2011 bis 30.04.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  6. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  7. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 21.08.1996 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 421/1996
  8. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.1995 bis 20.08.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  9. FinStrG Art. 1 § 35 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975

Rechtssatz

§ 6 Abs 4 SGG und § 19 Abs 1 FinStrG stellen ihrem Wesen nach Ersatz für den Verfall der nicht mehr ergriffenen Tatgegenstände her. Eine kumulative Verhängung ist, da auch der Verfall nur einmal vollzogen werden kann, abzulehnen. Es kann sohin die Verhängung der an die Stelle des Verfalles tretenden Geldstrafe - Wertersatz - auf § 6 Abs 4 SGG und § 19 FinStrG gestützt werden. Hinsichtlich der Höhe des Wertes ist jener nach dem Abs 4 des § 6 des SGG bestimmend, da § 19 Abs 2 FinStrG nur vom "gemeinen Wert" spricht. Im Falle des Zusammentreffens strafbarer Handlungen nach dem § 6 Abs 1 SGG und §§ 35 ff FinStrG kann das Verfallserkenntnis auf beide Gesetzesstellen gegründet werden (§ 6 Abs 3 SGG, § 17 FinStrG).Paragraph 6, Absatz 4, SGG und Paragraph 19, Absatz eins, FinStrG stellen ihrem Wesen nach Ersatz für den Verfall der nicht mehr ergriffenen Tatgegenstände her. Eine kumulative Verhängung ist, da auch der Verfall nur einmal vollzogen werden kann, abzulehnen. Es kann sohin die Verhängung der an die Stelle des Verfalles tretenden Geldstrafe - Wertersatz - auf Paragraph 6, Absatz 4, SGG und Paragraph 19, FinStrG gestützt werden. Hinsichtlich der Höhe des Wertes ist jener nach dem Absatz 4, des Paragraph 6, des SGG bestimmend, da Paragraph 19, Absatz 2, FinStrG nur vom "gemeinen Wert" spricht. Im Falle des Zusammentreffens strafbarer Handlungen nach dem Paragraph 6, Absatz eins, SGG und Paragraphen 35, ff FinStrG kann das Verfallserkenntnis auf beide Gesetzesstellen gegründet werden (Paragraph 6, Absatz 3, SGG, Paragraph 17, FinStrG).

Entscheidungstexte

  • 10 Os 107/72
    Entscheidungstext OGH 19.09.1972 10 Os 107/72
    Veröff: EvBl 1973/60 S 134 = SSt 43/37
  • 12 Os 147/77
    Entscheidungstext OGH 15.12.1977 12 Os 147/77
    Auch
  • 11 Os 64/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 11 Os 64/78
    nur: § 6 Abs 4 SGG und § 19 Abs 1 FinStrG stellen ihrem Wesen nach Ersatz für den Verfall der nicht mehr ergriffenen Tatgegenstände her. Eine kumulative Verhängung ist, da auch der Verfall nur einmal vollzogen werden kann, abzulehnen. Es kann sohin die Verhängung der an die Stelle des Verfalles tretenden Geldstrafe - Wertersatz - auf § 6 Abs 4 SGG und § 19 FinStrG gestützt werden. (T1) Veröff: ZfRV 1978,309 (mit Anmerkung von Liebscher)
  • RS0086411">9 Os 144/80
    Entscheidungstext OGH 13.01.1981 9 Os 144/80
    Vgl auch; nur T1
  • RS0086411">11 Os 152/80
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 11 Os 152/80
    Vgl auch; nur T1
  • RS0086411">12 Os 154/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 12 Os 154/80
    Vgl auch; nur T1; Veröff: ZfRV 1981,227 = SSt 52/6
  • RS0086411">10 Os 151/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 10 Os 151/80
    Vgl auch; Verstärkter Senat; nur T1; Beisatz: Beim Zusammentreffen der Voraussetzungen zur Verhängung einer Geldstrafe gemäß § 12 Abs 4 SGG und einer Wertersatzstrafe nach § 19 FinStrG ist eine bedingte Nachsicht gemäß § 26 Abs 1 zweiter Satz FinStrG unzulässig. (T3) Veröff: EvBl 1981/186 S 520 = RZ 1981/45 S 181 = SSt 52/8
  • RS0086411">13 Os 35/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 13 Os 35/81
    nur: § 6 Abs 4 SGG und § 19 Abs 1 FinStrG stellen ihrem Wesen nach Ersatz für den Verfall der nicht mehr ergriffenen Tatgegenstände her. Eine kumulative Verhängung ist, da auch der Verfall nur einmal vollzogen werden kann, abzulehnen. Es kann sohin die Verhängung der an die Stelle des Verfalles tretenden Geldstrafe - Wertersatz - auf § 6 Abs 4 SGG und § 19 FinStrG gestützt werden. Hinsichtlich der Höhe des Wertes ist jener nach dem Abs 4 des § 6 des SGG bestimmend, da § 19 Abs 2 FinStrG nur vom "gemeinen Wert" spricht. (T2)
  • RS0086411">12 Os 108/81
    Entscheidungstext OGH 20.08.1981 12 Os 108/81
    nur T2
  • RS0086411">12 Os 96/81
    Entscheidungstext OGH 22.10.1981 12 Os 96/81
  • RS0086411">9 Os 53/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 9 Os 53/82
    Vgl auch; nur T2
  • RS0086411">10 Os 189/81
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 10 Os 189/81
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Eine einzige Ersatzstrafe auch bei kumulativer Anwendung beider Strafbestimmungen. Die Verhängung einer Wertersatzstrafe nach § 19 FinStrG neben dem Ausspruch eines Erlösverfalls nach § 12 Abs 3 SGG in Ansehung derselben tatgegenständlichen Suchtgiftmenge ist nur soweit zulässig, als deren (nach Abs 3 des 19 FinStrG berechneter) Betrag die Höhe des (nach § 12 Abs 2 SGG für verfallen erklärten) Erlöses übersteigt. (T4) Veröff: EvBl 1983/28 S 99
  • 12 Os 82/84
    Entscheidungstext OGH 27.09.1984 12 Os 82/84
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0086411">9 Os 57/85
    Entscheidungstext OGH 15.05.1985 9 Os 57/85
    Vgl auch; nur T1
  • RS0086411">11 Os 131/85
    Entscheidungstext OGH 23.09.1985 11 Os 131/85
    Vgl auch; nur T1
  • RS0086411">9 Os 141/86
    Entscheidungstext OGH 29.10.1986 9 Os 141/86
    Vgl auch
  • RS0086411">10 Os 145/86
    Entscheidungstext OGH 15.12.1986 10 Os 145/86
    Vgl auch; Beisatz: 10 Os 189/81; zur Rechtslage vor der SGGNov 1985. (T5) Veröff: EvBl 1987/127 S 453 = RZ 1987/49 S 180

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0086411

Dokumentnummer

JJR_19720919_OGH0002_0100OS00107_7200000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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