RS OGH 2025/9/10 13Os116/74; 12Os130/76; 9Os153/78; 9Os94/79; 10Os55/81; 10Os77/82; 12Os16/83; 13Os2

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Veröffentlicht am 25.10.1974
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Rechtssatz

Das Einverständnis über das Zusammenwirken mehrerer Täter (als Mittäter) muss, wenn es schon nicht vor der Tat getroffen wurde, so doch konkludent bei der Tat zum Ausdruck kommen.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 116/74
    Entscheidungstext OGH 25.10.1974 13 Os 116/74
  • 12 Os 130/76
    Entscheidungstext OGH 04.11.1976 12 Os 130/76
    Vgl; Beisatz: Mittäterschaft verlangt kein formelles gemeinsames Beschließen der Tat vor ihrer Ausführung, sondern bloß das vorsätzliche aktive Zusammenwirken bei der Tatausführung. (T1)
  • RS0089608">9 Os 153/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 9 Os 153/78
    Beisatz: Spontaner gemeinsamer Vorsatz bei der Tat. (T2)
  • RS0089608">9 Os 94/79
    Entscheidungstext OGH 08.01.1980 9 Os 94/79
    Auch; Beisatz: Hier: Aus der Situation entstandener gemeinsamer Vorsatz. (T3)
  • 10 Os 55/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 10 Os 55/81
    Vgl auch; Beisatz: Bloß spontanes einvernehmliches Zusammenwirken genügt. (T4)
  • RS0089608">10 Os 77/82
    Entscheidungstext OGH 23.11.1982 10 Os 77/82
    Vgl auch
  • RS0089608">12 Os 16/83
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 12 Os 16/83
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0089608">13 Os 217/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1984 13 Os 217/83
    Vgl auch; Beisatz: Gemeinsamer Vorsatz in der Ausführungsphase genügt. (T5)
  • RS0089608">11 Os 26/86
    Entscheidungstext OGH 08.04.1986 11 Os 26/86
    Vgl auch
  • 15 Os 22/92
    Entscheidungstext OGH 23.04.1992 15 Os 22/92
    Vgl auch; Beisatz: Mittäterschaft setzt keineswegs eine vor der Tat getroffene ausdrückliche Vereinbarung über die gemeinsame Tatbegehung voraus; es genügt vielmehr ein einverständliches Handeln während der Tatausführung. (T6) Veröff: EvBl 1992/181 S 767 = JBl 1993,465
  • 15 Os 113/92
    Entscheidungstext OGH 15.10.1992 15 Os 113/92
    Vgl auch
  • 11 Os 100/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1992 11 Os 100/92
    Vgl auch
  • RS0089608">13 Os 83/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 13 Os 83/92
    Vgl auch; Beisatz: Für die Mittäterschaft genügt es, dass die Täter bei der Ausführung der Tat mit spontan entstandenem gemeinsamen Vorsatz bewusst und gewollt zusammenwirken und ihr diesbezügliches Einverständnis konkludent zum Ausdruck kommt; einer vorherigen Verabredung bedarf es im allgemeinen (ausgenommen etwa den Fall des § 84 Abs 2 Z 2 StGB) nicht (9 Os 34/76 ua). (T7)
  • RS0089608">13 Os 63/93
    Entscheidungstext OGH 28.07.1993 13 Os 63/93
    Vgl auch; Beisatz: Ein gemeinsamer Verletzungsvorsatz oder Misshandlungsvorsatz kann zwar auch spontan gefasst werden, doch kann er, wenn jeder andere Anhaltspunkt für ein bewusstes und gewolltes Zusammenwirken mehrerer an einem Verletzungsdelikt fehlt, nur aus gleichzeitigen oder abwechselnden Tätlichkeiten erschlossen werden. (T8)
  • RS0089608">14 Os 158/94
    Entscheidungstext OGH 20.12.1994 14 Os 158/94
    Vgl auch
  • RS0089608">12 Os 155/08y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2008 12 Os 155/08y
    Vgl; Beisatz: Beitragstäterschaft im Sinne des § 12 dritter Fall StGB liegt auch dann vor, wenn die Unterstützung (zum Teil) erst nach einzelnen Ausführungshandlungen durch den unmittelbaren Täter, aber zufolge einer bereits zuvor mit diesem getroffenen Vereinbarung erfolgt. (T9)
  • RS0089608">12 Os 144/23b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2024 12 Os 144/23b
    vgl
  • RS0089608">15 Os 89/25i
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 89/25i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0089608

Im RIS seit

25.10.1974

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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