RS OGH 1975/1/9 13Os133/74, 12Os150/74, 12Os94/08b

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Veröffentlicht am 09.01.1975
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Norm

StGB §323 Abs2

Rechtssatz

Eine Aufhebung eines Urteils (im Sinne des § 323 Abs 2 zweiter Satz StGB) auf Grund einer Berufung kommt nur bei einer im Verfahren vor dem Bezirksgericht und vor dem Einzelrichter des Gerichtshof 1. Instanz vorgesehenen Berufung wegen des Ausspruches über die Schuld (siehe §§ 470 Z 3, 489 Abs 1 StPO) in Frage.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 133/74
    Entscheidungstext OGH 09.01.1975 13 Os 133/74
    Veröff: EvBl 1975/56 S 105 = JBl 1975,330 (Liebscher) = RZ 1976/11 S 25
  • 12 Os 150/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 12 Os 150/74
  • 12 Os 94/08b
    Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 94/08b
    Vgl; Beisatz: Hier: Zur ähnlich lautenden Übergangsbestimmung des § 48 SMG. (T1); Beisatz: Erst (und nur) nach Aufhebung eines vor dem 1. Jänner 2008 gefällten Urteils und einer demzufolge notwendigen Neudurchführung des Verfahrens wäre ein Vorgehen nach den - durch die SMG-Novelle 2007 mit einem erweiterten Anwendungsbereich versehenen - Diversionsbestimmungen der §§ 35 ff SMG unter Vornahme des Günstigkeitsvergleiches im Sinn der §§ 1, 61 StGB zu prüfen. Allein auf Grund einer von der Anklagebehörde erhobenen Strafberufung ist ein derartiges Vorgehen hingegen nicht zulässig. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0096519

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2009
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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