RS OGH 2025/9/10 10Os93/75; 12Os140/82; 10Os180/82; 12Os179/83; 9Os110/84; 10Os187/84; 10Os157/85; 1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.09.1975
beobachten
merken

Rechtssatz

Die Frage, ob strafbare Handlungen gegen dasselbe Rechtsgut gerichtet sind und demnach auf der gleichen schädlichen Neigung des Täters beruhen, kann nicht allein nach der systematischen Einordnung der in Betracht kommenden Tatbestände im StGB beurteilt werden, sondern ist vor allem nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen, wobei auch darauf Bedacht zu nehmen ist, ob es sich, kriminologisch gesehen, um ein gleichartiges Verhalten des Täters handelt.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 93/75
    Entscheidungstext OGH 18.09.1975 10 Os 93/75
    Veröff: SSt 46/48
  • RS0092151">12 Os 140/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 12 Os 140/82
    Vgl auch; nur: Ob es sich, kriminologisch gesehen, um ein gleichartiges Verhalten des Täters handelt. (T1)
  • RS0092151">10 Os 180/82
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 10 Os 180/82
    Vgl auch; nur T1
  • RS0092151">12 Os 179/83
    Entscheidungstext OGH 21.03.1984 12 Os 179/83
    Vgl auch
  • RS0092151">9 Os 110/84
    Entscheidungstext OGH 21.08.1984 9 Os 110/84
    Vgl auch
  • RS0092151">10 Os 187/84
    Entscheidungstext OGH 04.12.1984 10 Os 187/84
    Vgl auch; nur: Die Frage, ob strafbare Handlungen auf der gleichen schädlichen Neigung des Täters beruhen ist vor allem nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen, wobei auch darauf Bedacht zu nehmen ist, ob es sich, kriminologisch gesehen, um ein gleichartiges Verhalten des Täters handelt. (T2) Beisatz: Sofern sie nicht ohnehin gegen dasselbe Rechtsgut gerichtet sind (insoweit gegen SSt 46/48). (T3)
  • RS0092151">10 Os 157/85
    Entscheidungstext OGH 08.04.1986 10 Os 157/85
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: §§ 146 ff und § 288 Abs 2 StGB. (T4)
  • 14 Os 124/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1992 14 Os 124/92
    nur T2
  • RS0092151">11 Os 75/93
    Entscheidungstext OGH 18.06.1993 11 Os 75/93
    nur T1
  • 15 Os 163/94
    Entscheidungstext OGH 15.11.1994 15 Os 163/94
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Kriminologisch betrachtet gehört die Geldfälscherei zur Vermögensdelinquenz im weiteren Sinne. (T5)
  • RS0092151">15 Os 126/99
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 15 Os 126/99
    Vgl auch; Beisatz: Betrug und falsche Beweisaussage vor Gericht beruhen auf dem gleichen Charaktermangel, nämlich auf dem Hang zur Täuschung Dritter. (T6)
  • RS0092151">17 Os 23/17m
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 17 Os 23/17m
  • RS0092151">11 Os 6/20x
    Entscheidungstext OGH 01.04.2020 11 Os 6/20x
  • RS0092151">12 Os 119/22z
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 12 Os 119/22z
    Vgl
  • RS0092151">14 Os 33/23v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2023 14 Os 33/23v
    vgl; Beisatz: Vermögensdelinquenz und Schlepperei beruhen auf dem gleichen Charaktermangel, nämlich dem Streben, sich - durch pflichtwidriges Handeln - rechtswidrige Vermögensvorteile zu verschaffen (so schon 13 Os 144/15y). (T7)
  • RS0092151">15 Os 119/22x
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 18.04.2023 15 Os 119/22x
    vgl
  • RS0092151">12 Os 118/23d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 118/23d
    vgl
  • RS0092151">15 Os 87/25w
    Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 87/25w
    vgl; Beisatz: Suchtmitteldelinquenz in Form des Überlassens von Suchtgift an andere und sexueller Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person nach § 205 StGB sind gegen die körperliche Integrität Dritter gerichtet und beruhen derart auf der gleichen schädlichen Neigung. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0092151

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten