RS OGH 1976/6/24 7Ob32/76, 7Ob1/76, 7Ob20/79, 7Ob5/79, 7Ob66/80, 7Ob68/80, 7Ob39/82 (7Ob40/82), 7Ob3

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.06.1976
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Norm

VersVG §16
VersVG §18

Rechtssatz

An die vom Versicherten bzw Versicherungsnehmer bei Erfüllung seiner vorvertraglichen Anzeigepflicht anzuwendende Sorgfalt sind ganz erhebliche Anforderungen zu stellen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 32/76
    Entscheidungstext OGH 24.06.1976 7 Ob 32/76
    Veröff: VersR 1977,632
  • 7 Ob 1/76
    Entscheidungstext OGH 30.01.1976 7 Ob 1/76
    Veröff: JBl 1977,375 (Anmerkung von Iro) = VersR 1977,462
  • 7 Ob 20/79
    Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 20/79
    Beisatz: Besonders dann, wenn die gestellten Fragen Individualtatsachen betreffen (Vorerkrankungen). (T1)
    Veröff: SZ 52/65 = VersR 1980,936
  • 7 Ob 5/79
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 7 Ob 5/79
    Veröff: VersR 1981,568
  • 7 Ob 66/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 66/80
    Beisatz: Von einer schuldhaften Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungspflicht kann man in allgemeinen nicht sprechen, wenn der Antragsteller ausgestandene Krankheiten, die in der Regel ohne Folgen abklingen und nach denen er nicht gefragt wurde, gegenüber dem Versicherer nicht bekanntgibt. (T2)
  • 7 Ob 68/80
    Entscheidungstext OGH 19.02.1981 7 Ob 68/80
    Beis wie T2; Veröff: SZ 54/22 = VersR 1982,664
  • 7 Ob 39/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 39/82
    Beis wie T1; Veröff: RZ 1984/19 S 47 = VersR 1984,900
  • 7 Ob 3/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 3/86
    Beis wie T2; Veröff: VersR 1987,1125
  • 7 Ob 17/86
    Entscheidungstext OGH 22.05.1986 7 Ob 17/86
    Beis wie T2; Veröff: VersR 1988,172
  • 7 Ob 28/86
    Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 28/86
    Beis wie T2
  • 7 Ob 42/86
    Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 42/86
  • 7 Ob 26/88
    Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 26/88
    Beisatz: Voraussetzung für die sich aus § 16 VersVG ergebenden Rechte des Versicherers ist jedoch ein Verschulden des Versicherungsnehmers bzw Versicherten an der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigenpflicht. (T3)
    Veröff: SZ 61/177 = VersR 1989,768
  • 7 Ob 24/90
    Entscheidungstext OGH 20.07.1990 7 Ob 24/90
    Veröff: VersRdSch 1991,200
  • 7 Ob 21/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 7 Ob 21/92
    Veröff: SZ 65/142 = EvBl 1993/81 S 346 = JBl 1993,460 = VersRdSch 1993,175 = VersR 1994,203
  • 7 Ob 14/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 7 Ob 14/93
    Veröff: VersRdSch 1994,29 = VersR 1994,627
  • 7 Ob 69/00y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 69/00y
  • 7 Ob 174/01s
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 174/01s
    Beis wie T1
  • 7 Ob 266/02x
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 266/02x
    Beis wie T1
  • 7 Ob 277/04t
    Entscheidungstext OGH 20.04.2005 7 Ob 277/04t
    Beis wie T1
  • 7 Ob 57/05s
    Entscheidungstext OGH 13.04.2005 7 Ob 57/05s
  • 7 Ob 120/05f
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 120/05f
  • 7 Ob 54/07b
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 54/07b
    Beis wie T1 nur: Besonders dann, wenn die gestellten Fragen Individualtatsachen betreffen. (T4)
  • 7 Ob 164/11k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 164/11k
  • 7 Ob 170/13w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 170/13w
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Anzeigepflichtig sind sämtliche dem Versicherungsnehmer bekannten, gefahrenerheblichen Umstände, weshalb er auch ungefragt solche Umstände nennen muss. (T5)
    Beisatz: In der Krankenversicherung kommt es nicht nur auf die Erheblichkeit der einzelnen Krankheit, sondern auch auf die Häufigkeit des durch die behandelten Krankheiten geprägten Gesamtbildes des Gesundheitszustands an. Beschwerden und Schmerzen sind bei entsprechender Frage auch dann anzeigepflichtig, wenn sie noch nicht eindeutig einer Krankheit zugeordnet worden sind. Ihre Einschätzung durch den Versicherungsnehmer als harmlos spielt für die Entstehung der Pflicht keine Rolle, sofern sie nicht offenkundig belanglos sind und alsbald vergehen. Angabepflichtig sind auch indizierende Umstände, also äußere Umstände, die auf das Bestehen eines gefahrenerheblichen Zustands schließen lassen. Auch ohne das Vorliegen einer ärztlichen Diagnose muss der Antragsteller Symptome, wegen der er sich in ärztliche Behandlung begeben hat, angeben; Bewertung und Beurteilung müssen dem Versicherer überlassen bleiben. (T6)
  • 7 Ob 146/14t
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 7 Ob 146/14t
    Vgl auch; Beisatz: Auch solche Fälle, in denen der Versicherer dem Versicherungsnehmer gar keine Fragen oder auch keine Fragen stellte, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, können die sogenannte „spontane Anzeigepflicht“ auslösen. Der Versicherungsnehmer hat nicht nachgefragte Umstände dem Versicherer dann mitzuteilen, wenn ihre Mitteilung als selbstverständlich erscheint. (T7)
  • 7 Ob 131/15p
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 131/15p
  • 7 Ob 50/16b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 50/16b
    Beisatz: Hier: Verschweigen von mehreren stationären Aufenthalten wegen massiver depressiver Symptomatik mit angekündigtem Selbstmord (bei Angabe von bloß: Depression). (T8)
    Beisatz: Die Angaben des Versicherungsnehmers zum Gesundheitszustand bestimmen, ob und welche Erhebungen der Versicherer als notwendig erachten wird. (T9)
  • 7 Ob 108/16g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 108/16g
  • 7 Ob 209/16k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 209/16k
    Vgl; Beis wie T6
  • 7 Ob 54/17t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 54/17t
  • 7 Ob 119/17a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 119/17a
    Veröff: SZ 2017/116
  • 7 Ob 175/17m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 175/17m
  • 7 Ob 54/19w
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 54/19w
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 216/20w
    Entscheidungstext OGH 30.06.2021 7 Ob 216/20w
  • 7 Ob 91/21i
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 91/21i
    Beis auch wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0080641

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2021
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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