RS OGH 2026/1/20 8Ob201/79 (8Ob202/79); 5Ob510/81; 6Ob658/81; 8Ob266/81; 2Ob206/81; 6Ob501/82; 1Ob67

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.11.1979
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Norm

ABGB §1320 A
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (hier: Viehweide im Alpgebiet)

Entscheidungstexte

  • RS0030157">8 Ob 201/79
    Entscheidungstext OGH 08.11.1979 8 Ob 201/79
  • 5 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 510/81
    nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. (T1)
  • 6 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 6 Ob 658/81
    Veröff: JBl 1982,494
  • 8 Ob 266/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 266/81
    Beisatz: Kalb auf Weide. (T2)
  • 2 Ob 206/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 206/81
    nur T1; Veröff: ZVR 1982/327 S 277
  • 6 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 6 Ob 501/82
    Veröff: RZ 1981/27 S 100
  • 1 Ob 670/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 1 Ob 670/82
    nur T1
  • 1 Ob 683/82
    Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 683/82
    nur T1
  • 7 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 592/82
    Veröff: SZ 65/106
  • 7 Ob 796/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 796/82
    nur T1
  • 6 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 562/83
  • 7 Ob 649/83
    Entscheidungstext OGH 23.01.1983 7 Ob 649/83
    nur T1
  • RS0030157">2 Ob 624/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 2 Ob 624/84
    nur: Welche Verwahrung und Beaufsichtigung durch den Tierhalter im Einzelfall erforderlich ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Die Vorkehrungen müssen dem Tierhalter zumutbar sein. (T3) Veröff: RZ 1985/28 S 89
  • RS0030157">3 Ob 626/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1990 3 Ob 626/89
    Auch
  • RS0030157">8 Ob 592/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 8 Ob 592/92
  • RS0030157">2 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 2 Ob 18/93
  • RS0030157">1 Ob 646/94
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 646/94
    Auch; Beisatz: Bedeutsam ist, welche Verwahrungsmaßnahmen noch zumutbar sind, da bei übertriebenen Sorgfaltsanforderungen unter Umständen ein Tier nicht entsprechend verwendet werden kann. (T4)
  • RS0030157">1 Ob 2351/96h
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2351/96h
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Das Maß der erforderlichen Aufsicht und Verwahrung ist in elastischer und den Umständen des Einzelfalls Rechnung tragender Weise zu bestimmen. (T5)
  • RS0030157">6 Ob 264/98m
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 264/98m
    Auch; nur T1; Beisatz: Kein genereller Linienzwang (T6)
  • RS0030157">7 Ob 61/99t
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 61/99t
    nur T1
  • RS0030157">6 Ob 47/01g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 47/01g
    nur T1; Beisatz: Es muss dem Halter möglich sein, das Verhalten seines Tiers im Bedarfsfall wirkungsvoll zu beeinflussen. (T7)
  • RS0030157">2 Ob 13/01b
    Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 13/01b
    Auch; nur T1
  • RS0030157">8 Ob 91/02v
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 Ob 91/02v
    Auch; Beisatz: Eine Abzäunung eines Weges auf einer Almweide ist weder üblich noch zumutbar. Sollten auf der Weide aggressive Tiere gehalten werden, sind sie allerdings gesondert zu verwahren, sodass sie sich dem Weg nicht nähern können. Es besteht infolgedessen auch keine besondere Pflicht der Agrargemeinde oder des einzelnen Tierhalters, Wanderer vor dem Betreten eines Weges zu warnen, der über eine Weide führt, auf der Tiere gehalten werden, die als nicht aggressiv bekannt sind. (T8)
  • RS0030157">1 Ob 25/02m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 25/02m
    nur T1
  • RS0030157">1 Ob 221/03m
    Entscheidungstext OGH 17.10.2003 1 Ob 221/03m
    Auch; nur T1
  • RS0030157">8 Ob 125/03w
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 Ob 125/03w
    nur T1
  • RS0030157">9 Ob 132/04h
    Entscheidungstext OGH 06.06.2005 9 Ob 132/04h
    nur T1; Beis wie T5
  • RS0030157">2 Ob 128/07y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 128/07y
    Beisatz: Kälber. (T9)
    Beisatz: Ob dem Halter des Tieres nach den jeweiligen Gegebenheiten der Nachweis gelungen ist, die objektiv gebotene und zumutbare Sorgfalt eingehalten zu haben, ist eine im Beurteilungsspielraum des Berufungsgerichtes gelegene Einzelfallbeurteilung, der keine erhebliche Bedeutung iS des § 502 Abs 1 ZPO zukommt. (T10)
  • RS0030157">5 Ob 224/11v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 224/11v
    Auch; nur T1
  • RS0030157">2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
  • RS0030157">5 Ob 5/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 5/13s
    Auch; nur T1
  • RS0030157">1 Ob 35/13y
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 35/13y
    Auch; nur T1
  • RS0030157">2 Ob 196/12f
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 196/12f
    nur T3
  • RS0030157">2 Ob 167/12s
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 167/12s
    Auch
  • RS0030157">2 Ob 66/14s
    Entscheidungstext OGH 12.06.2014 2 Ob 66/14s
    nur T3; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: „Hyperaktiver“ etwa 23 kg schwerer Hund (Malinois), der bekanntermaßen bereits einen Skateboardfahrer „gezwickt“ hatte. (T11)
  • RS0030157">8 Ob 6/15p
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 6/15p
    Auch; nur T1
  • RS0030157">2 Ob 25/15p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 25/15p
    Auch; Beis wie T10
  • RS0030157">8 Ob 110/15g
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 110/15g
    Auch; nur T1
  • RS0030157">4 Ob 20/18x
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 20/18x
    Beis wie T10
  • RS0030157">6 Ob 64/18g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 6 Ob 64/18g
    Auch; Beis wie T10
  • RS0030157">7 Ob 19/19y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
    Auch; Beis wie T10
  • RS0030157">5 Ob 168/19w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2020 5 Ob 168/19w
    Beis wie T10; Beisatz: Wenn im Einzelfall eine besondere Gefahrensituation besteht und diese – wie hier – in örtlicher Hinsicht eingegrenzt werden kann, so sind auch im Almgebiet erhöhte Anforderungen an die erforderliche Verwahrung und Beaufsichtigung zu stellen und zumutbare zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zu fordern. (T12)
  • RS0030157">2 Ob 172/20p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 172/20p
    Vgl; Beisatz: Hier: Pferdekoppel. (T12)
  • RS0030157">6 Ob 26/23a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.04.2023 6 Ob 26/23a
    vgl; Beisatz wie T10
    Beisatz: Hier: Für die Beklagte wäre die Gefährdung anderer Personen durch ihren 27 kg schweren, im schnellen Lauf befindlichen Hund erkennbar gewesen. (T14)
  • RS0030157">4 Ob 83/24w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.05.2024 4 Ob 83/24w
    vgl; Beisatz nur wie T10
  • RS0030157">2 Ob 119/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2024 2 Ob 119/24z
    Beisatz: Objektive Sorgfaltspflicht beim Spazieren mit einem folgsamen Hund auf einem Geh- und Radweg erfüllt, wenn dieser wie in der einschlägigen Verordnung vorgesehen, an der "virtuellen Leine" geführt wird. (T15)
  • RS0030157">7 Ob 70/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.04.2025 7 Ob 70/25g
    nur T1
    Beisatz: Hier: freie Weidehaltung von Mutterkühen mit Kälbern (T16)
  • RS0030157">2 Ob 214/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.01.2026 2 Ob 214/25x
    Beisatz wie T10: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar verneint, wenn der Kunststoffverschluss einer Leine, die für die Größe des Hundes angemessen ist, unvorhersehbar bricht, der Hund dadurch auf einen anderen Hund zuläuft und dessen Halterin dadurch stürzt. (T17)
  • RS0030157">4 Ob 163/25m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.12.2025 4 Ob 163/25m
    Beisatz wie T10
    Beisatz: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar bejaht, da Beklagte – wenn auch nur für wenige Sekunden – keine Sicht mehr auf den nicht angeleinten Hund hatte, zumal sie dadurch die Möglichkeit verlor, auf dessen (unerwünschtes) Verhalten Einfluss zu nehmen. (T18)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0030157

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.04.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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