RS OGH 2025/7/29 3Ob632/79; 5Ob735/82; 2Ob565/84; 1Ob520/86; 6Ob552/89; 1Ob3/91; 3Ob21/91; 4Ob56/94;

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.01.1980
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Norm

ABGB §914 I
ABGB §914 II
ABGB §914
  1. ABGB § 914 heute
  2. ABGB § 914 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 914 heute
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Rechtssatz

Ist ein übereinstimmender Parteiwille über Vertragsgegenstand und Vertragsinhalt feststellbar, kommt es bei einem nachträglichen Streit zwischen den Vertragspartnern nicht darauf an, ob die erzielte Willensübereinstimmung auch einen hinreichend deutlichen Niederschlag in der Vertragsurkunde gefunden hat. Denn der Vertrag ist bei Konsensualverträgen jedenfalls so zustandegekommen, wie er von den Parteien übereinstimmend gewollt wurde; sogenannter "natürlicher Konsens", bei dessen Vorhandensein der sonst rechtlich erhebliche objektive Erklärungswert seine Bedeutung verliert.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 632/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 3 Ob 632/79
  • 5 Ob 735/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 5 Ob 735/82
  • RS0017741">2 Ob 565/84
    Entscheidungstext OGH 22.05.1984 2 Ob 565/84
    nur: Ist ein übereinstimmender Parteiwille über Vertragsgegenstand und Vertragsinhalt feststellbar, kommt es bei einem nachträglichen Streit zwischen den Vertragspartnern nicht darauf an, ob die erzielte Willensübereinstimmung auch einen hinreichend deutlichen Niederschlag in der Vertragsurkunde gefunden hat. Denn der Vertrag ist bei Konsensualverträgen jedenfalls so zustandegekommen, wie er von den Parteien übereinstimmend gewollt wurde. (T1)
  • RS0017741">1 Ob 520/86
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 1 Ob 520/86
    Auch
  • RS0017741">6 Ob 552/89
    Entscheidungstext OGH 13.04.1989 6 Ob 552/89
    nur: Ist ein übereinstimmender Parteiwille über Vertragsgegenstand und Vertragsinhalt feststellbar, kommt es bei einem nachträglichen Streit zwischen den Vertragspartnern nicht darauf an, ob die erzielte Willensübereinstimmung auch einen hinreichend deutlichen Niederschlag in der Vertragsurkunde gefunden hat. (T2)
  • RS0017741">1 Ob 3/91
    Entscheidungstext OGH 13.02.1991 1 Ob 3/91
    Veröff: ÖA 1992,90
  • RS0017741">3 Ob 21/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 3 Ob 21/91
    nur T2
  • RS0017741">4 Ob 56/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 56/94
    nur T1; Beisatz: § 914 ABGB spricht im Bereich der nicht formgebundenen Erklärung somit eindeutig gegen die sogenannte "Andeutungstheorie" wonach der Wille nur soweit berücksichtigt werden könne, als er in der Erklärung irgendeinen Ausdruck gefunden habe. (T3)
  • RS0017741">2 Ob 12/01f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 2 Ob 12/01f
    Vgl auch; nur: Denn der Vertrag ist bei Konsensualverträgen jedenfalls so zustandegekommen, wie er von den Parteien übereinstimmend gewollt wurde; sogenannter "natürlicher Konsens", bei dessen Vorhandensein der sonst rechtlich erhebliche objektive Erklärungswert seine Bedeutung verliert. (T4)
  • RS0017741">4 Ob 118/01h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 118/01h
    nur T4
  • RS0017741">9 ObA 179/01s
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 179/01s
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Dienstzettel. (T5)
  • RS0017741">8 ObA 108/03w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2003 8 ObA 108/03w
    Vgl; Beisatz: Dem Vertragsschluss nachfolgende Umstände sind für die Auslegung bedeutungslos, soweit sie nicht die zum Abschlusszeitpunkt bestehende Parteienabsicht manifestieren. (T6)
    Beisatz: Auslegung einer betrieblichen Pensionszusage. (T7)
  • RS0017741">9 ObA 22/05h
    Entscheidungstext OGH 23.02.2005 9 ObA 22/05h
    nur: Ist ein übereinstimmender Parteiwille über Vertragsgegenstand und Vertragsinhalt feststellbar, kommt es bei einem nachträglichen Streit zwischen den Vertragspartnern nicht darauf an, ob die erzielte Willensübereinstimmung auch einen hinreichend deutlichen Niederschlag in der Vertragsurkunde gefunden hat. Denn der Vertrag ist bei Konsensualverträgen jedenfalls so zustandegekommen, wie er von den Parteien übereinstimmend gewollt wurde; sogenannter "natürlicher Konsens". (T8)
  • RS0017741">8 Ob 138/07p
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 Ob 138/07p
    nur T2
  • RS0017741">17 Ob 5/08x
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 5/08x
    Auch; nur T4
  • RS0017741">5 Ob 237/13h
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 237/13h
    Auch
  • RS0017741">7 Ob 200/14h
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 200/14h
    Vgl
  • RS0017741">9 ObA 57/15w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 57/15w
  • RS0017741">1 Ob 4/17w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 4/17w
    Auch
  • RS0017741">1 Ob 198/17z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 198/17z
    nur T4
  • RS0017741">4 Ob 143/18k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 4 Ob 143/18k
  • RS0017741">5 Ob 44/19k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 44/19k
    Auch
  • RS0017741">2 Ob 156/19h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 156/19h
    Vgl
  • RS0017741">8 Ob 159/22y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2023 8 Ob 159/22y
    Vgl
  • RS0017741">8 Ob 39/23b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.06.2023 8 Ob 39/23b
  • RS0017741">8 Ob 80/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.11.2023 8 Ob 80/23g
    vgl
  • RS0017741">4 Ob 225/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2024 4 Ob 225/23a
  • RS0017741">4 ob 182/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.04.2024 4 ob 182/23b
    vgl
  • RS0017741">4 Ob 68/24i
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.06.2024 4 Ob 68/24i
  • RS0017741">17 Ob 8/25p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2025 17 Ob 8/25p
  • RS0017741">2 Ob 135/25d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.07.2025 2 Ob 135/25d
    Beisatz: Hier: Die Vertragsparteien hatten beim vereinbarten Erlöschen der Servitut die Errichtung einer – letztlich nicht gebauten – öffentlichen Straße vor Augen, die für die Servitutsberechtigten „ohne tatsächliche und rechtliche Beschränkungen“ befahrbar wäre. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0017741

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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