RS OGH 1989/3/16 13Os156/84, 12Os98/85, 10Os153/85, 13Os122/86, 11Os66/88, 11Os93/88, 13Os6/89

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.11.1984
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Norm

StGB aF §203
StGB §204
StGB §207
StGB §209
  1. StGB § 204 gültig von 01.07.1989 bis 01.07.1989 aufgehoben durch BGBl. Nr. 242/1989
  1. StGB § 207 heute
  2. StGB § 207 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  3. StGB § 207 gültig von 01.06.2009 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  4. StGB § 207 gültig von 01.10.1998 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  5. StGB § 207 gültig von 01.01.1975 bis 30.09.1998
  1. StGB § 209 gültig von 01.01.1989 bis 13.08.2002 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 134/2002

Rechtssatz

Keine generelle Spezialität von § 207 (oder auch § 209) StGB gegenüber §§ 203, 204 StGB. Hat der Täter die Unzucht nicht nur unter Ausnützung der Minderjährigkeit des Opfers begangen, sondern darüber hinaus den Widerstand durch Drohung überwunden oder gar durch Gewalt gebrochen, so ist er nach allen demnach idealkurrierenden Tatbeständen schuldig zusprechen, um den Unrechtsgehalt dieser Taten in seinem ganzen kriminellen Spektrum erfassen zu können.Keine generelle Spezialität von Paragraph 207, (oder auch Paragraph 209,) StGB gegenüber Paragraphen 203, 204, StGB. Hat der Täter die Unzucht nicht nur unter Ausnützung der Minderjährigkeit des Opfers begangen, sondern darüber hinaus den Widerstand durch Drohung überwunden oder gar durch Gewalt gebrochen, so ist er nach allen demnach idealkurrierenden Tatbeständen schuldig zusprechen, um den Unrechtsgehalt dieser Taten in seinem ganzen kriminellen Spektrum erfassen zu können.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0094930

Dokumentnummer

JJR_19841122_OGH0002_0130OS00156_8400000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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