RS OGH 1986/5/13 14Ob67/86, 9ObA332/89, 9ObA25/08d, 8ObA28/18b

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Veröffentlicht am 13.05.1986
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Norm

AngG §26 Z2 III2a

Rechtssatz

Nicht jede ungebührliche Schmälerung des Entgelts unter den kollektivvertraglichen Mindestlohn macht dem Dienstnehmer eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses im Sinne des Grundgedankens des § 26 Abs 1 AngG auch nur für die Kündigungsfrist objektiv (Arb 10210 ua) unzumutbar. Selbst eine schuldhafte Schmälerung dieses Mindestentgelts kann und wird häufig nur aus Versehen erfolgt sein.

Entscheidungstexte

  • 14 Ob 67/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 14 Ob 67/86
    Veröff: RdW 1986,379 = Arb 10535 = DRdA 1989,114 (Dirschmied)
  • 9 ObA 332/89
    Entscheidungstext OGH 06.12.1989 9 ObA 332/89
    Auch
  • 9 ObA 25/08d
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 9 ObA 25/08d
    Auch; Beisatz: Wesentlich ist eine Vertragsverletzung nur dann, wenn dem Angestellten die weitere Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses nicht einmal mehr für die Kündigungsfrist objektiv zugemutet werden kann. (T1)
  • 8 ObA 28/18b
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 ObA 28/18b
    Auch; Beis wie T1

Schlagworte

Arbeitnehmer, wichtiger Grund, vorzeitige Auflösung, Austritt, Arbeitsverhältnis, Ende, Beendigung, Zumutbarkeit, Unzumutbarkeit, Verschulden, Fahrlässigkeit, Entgelt, Gehalt, Angestellte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0028914

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.08.2018
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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