RS OGH 1988/3/16 1Ob503/88, 1Ob591/90, 4Ob2195/96i, 9Ob97/04m, 3Ob3/08z, 5Ob103/11z, 7Ob19/16v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.03.1988
beobachten
merken

Rechtssatz

Berechtigt zur Erhebung von Kondiktionsansprüchen ist nicht der Garant, sondern der Garantieauftraggeber, da dann, wenn vom Begünstigten die Garantie in Anspruch genommen wird, der Zahlung Tilgungswirkung für das Valutaverhältnis zukommen soll. Der Auftraggeber kann seine Kondiktionsansprüche aber nur gegen den aus der Garantie Begünstigten als den Empfänger der Leistung richten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 503/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 503/88
    Veröff: SZ 61/63 = EvBl 1988/92 S 458 = ÖBA 1988,606
  • 1 Ob 591/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 591/90
    Veröff: ÖBA 1991,293
  • 4 Ob 2195/96i
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2195/96i
    Auch; Beisatz: Die dem Auftraggeber zustehende Leistungskondiktion kann nicht unmittelbar auf § 1431 ABGB gestützt werden, weil es bei Abruf der Garantie und Zahlung durch den Garanten nicht entscheidend auf den Irrtum des Auftraggebers ankommen kann. Diese Bestimmung ist daher nur analog anzuwenden. (T1) Veröff: SZ 69/178
  • 9 Ob 97/04m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 Ob 97/04m
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dem Garanten steht gegenüber dem Begünstigten ein eigener Kondiktionsanspruch im Sinn des §1431 ABGB bei irrtümlicher Zahlung dann zu, wenn der Garantievertrag unwirksam bzw anfechtbar ist oder der Abruf mangelhaft, das heißt nicht in der vereinbarten Form erfolgte. (T2)
  • 3 Ob 3/08z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 3 Ob 3/08z
    Auch; nur: Der Auftraggeber kann seine Kondiktionsansprüche nur gegen den aus der Garantie Begünstigten als den Empfänger der Leistung richten. (T3); Beisatz: Hier: Klage gegen den Stellvertreter des Begünstigten mangels Passivlegitimation abgewiesen. (T4)
  • 5 Ob 103/11z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 5 Ob 103/11z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 19/16v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 19/16v
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0016972

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.04.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten