RS OGH 2022/1/27 14Os68/88, 14Os42/94, 14Os47/99, 12Os9/01, 11Os129/03, 11Os72/03, 11Os26/08w, 12Os1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.11.1988
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Norm

StPO §2 Abs1
StPO §262 B
StPO §281 Abs1 Z8 A
  1. StPO § 2 heute
  2. StPO § 2 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  3. StPO § 2 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 2 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Das Gericht ist an die Auffassung des Anklägers nur gebunden, soweit die Straftat in der Anklage individualisiert ist; die Identität der Tat geht auch dann nicht verloren, wenn das Urteil abweichend von der Anklage andere, in den Rahmen des Gesamtverhaltens des Angeklagten fallende Handlungen, aus denen der strafgesetzwidrige Erfolg resultiert, in den Kreis seiner Erwägungen einbezieht und den in der Anklage individualisierten Sachverhalt einer anderen rechtlichen Beurteilung unterzieht.

Entscheidungstexte

  • RS0098484">14 Os 68/88
    Entscheidungstext OGH 23.11.1988 14 Os 68/88
  • RS0098484">14 Os 42/94
    Entscheidungstext OGH 13.09.1994 14 Os 42/94
    Vgl auch
  • 14 Os 47/99
    Entscheidungstext OGH 06.04.1999 14 Os 47/99
    nur: Die Identität der Tat geht auch dann nicht verloren, wenn das Urteil abweichend von der Anklage andere, in den Rahmen des Gesamtverhaltens des Angeklagten fallende Handlungen, aus denen der strafgesetzwidrige Erfolg resultiert, in den Kreis seiner Erwägungen einbezieht und den in der Anklage individualisierten Sachverhalt einer anderen rechtlichen Beurteilung unterzieht. (T1)
  • RS0098484">12 Os 9/01
    Entscheidungstext OGH 15.02.2001 12 Os 9/01
    Vgl auch
  • RS0098484">11 Os 129/03
    Entscheidungstext OGH 20.10.2003 11 Os 129/03
    Vgl auch; Beisatz: Der Anklagegrundsatz bindet das Gericht nur hinsichtlich eines bestimmten (in der Vergangenheit gelegenen) Lebenssachverhalts, nicht aber bezüglich dessen rechtlicher Subsumtion durch den Ankläger. (T2)
  • RS0098484">11 Os 72/03
    Entscheidungstext OGH 11.11.2003 11 Os 72/03
    Vgl auch
  • RS0098484">11 Os 26/08w
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 26/08w
    Auch; Beisatz: WK-StPO § 281 Rz 512 f. (T3)
  • RS0098484">12 Os 143/21b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 143/21b
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0098484

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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