RS OGH 2012/5/15 15Os37/93 (15Os38/93), 12Os14/01, 12Os182/10x (12Ns91/10v), 11Os80/11s, 11Os67/11d,

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.02.1994
beobachten
merken

Norm

MRK Art6 Abs3 litc IV3b
StPO §281 Abs1 Z1a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die bloße Bestellung eines Verteidigers gewährleistet für sich allein noch keine wirksamen Beistand im Sinn des Art 6 Abs 3 lit c MRK, sondern erst (und nur) eine diesem Verfassungsgebot entsprechende materielle Verteidigung.Die bloße Bestellung eines Verteidigers gewährleistet für sich allein noch keine wirksamen Beistand im Sinn des Artikel 6, Absatz 3, Litera c, MRK, sondern erst (und nur) eine diesem Verfassungsgebot entsprechende materielle Verteidigung.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 37/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 15 Os 37/93
    Veröff: JBl 1994,767
  • RS0074889">12 Os 14/01
    Entscheidungstext OGH 23.05.2002 12 Os 14/01
  • RS0074889">12 Os 182/10x
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 182/10x
    Vgl
  • RS0074889">11 Os 80/11s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 11 Os 80/11s
    Vgl; Beisatz: Das Gericht ist grundsätzlich nicht berechtigt, die Tätigkeit eines bestellten Verteidigers dahingehend zu überwachen, ob er sein Amt richtig und zweckmäßig ausübt. Ein Einschreiten des Staates iSd Art 6 Abs 3 lit c MRK ist nach der Rechtsprechung des EGMR nur dann geboten, wenn das Fehlen einer ordnungsgemäßen Pflichtverteidigung offensichtlich ist oder sonst Kenntnis von einer Nachlässigkeit des Pflichtverteidigers erlangt wurde. (T1); Beisatz: Sofern keine habituelle Untüchtigkeit vorliegt, hat das Gericht die Qualität des Verteidigers weder zu prüfen noch zu kontrollieren und auch nicht einzuschreiten. (T2)
  • RS0074889">11 Os 67/11d
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 67/11d
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0074889">12 Os 20/12a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 12 Os 20/12a
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0074889

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten