RS OGH 2025/7/29 1Ob517/96; 1Ob333/97w; 9Ob312/98t; 4Ob309/99s; 1Ob114/00x; 5Ob258/08i; 1Ob212/13b;

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.04.1996
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Norm

ABGB §1116a
MRG §14
MRG §30 Abs2 Z5 B
MRG §30 Abs2 Z5 D
  1. ABGB § 1116a heute
  2. ABGB § 1116a gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. MRG § 14 heute
  2. MRG § 14 gültig ab 01.10.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  3. MRG § 14 gültig von 01.03.1991 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991
  1. MRG § 30 heute
  2. MRG § 30 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  3. MRG § 30 gültig von 01.03.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991
  1. MRG § 30 heute
  2. MRG § 30 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  3. MRG § 30 gültig von 01.03.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991

Rechtssatz

Fehlt es an eintrittsberechtigten Personen, kann der Vermieter ein den gesetzlichen Kündigungsbeschränkungen unterliegendes Bestandverhältnis gemäß § 30 Abs 2 Z 5 MRG kündigen. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Mietvertrag - hier mit dem ruhenden Nachlass - bis zu dessen Kündigung fortbesteht.Fehlt es an eintrittsberechtigten Personen, kann der Vermieter ein den gesetzlichen Kündigungsbeschränkungen unterliegendes Bestandverhältnis gemäß Paragraph 30, Absatz 2, Ziffer 5, MRG kündigen. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Mietvertrag - hier mit dem ruhenden Nachlass - bis zu dessen Kündigung fortbesteht.

Entscheidungstexte

  • RS0103727">1 Ob 517/96
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/96
  • RS0103727">1 Ob 333/97w
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 333/97w
    Vgl; Beisatz: Eine derartige Aufkündigung ist gegen den Nachlass des verstorbenen Mieters und nach Rechtskraft der Einantwortung gegen den Erben zu richten. (T1)
  • RS0103727">9 Ob 312/98t
    Entscheidungstext OGH 09.12.1998 9 Ob 312/98t
    Beis wie T1; nur: Fehlt es an eintrittsberechtigten Personen, kann der Vermieter ein den gesetzlichen Kündigungsbeschränkungen unterliegendes Bestandverhältnis gemäß § 30 Abs 2 Z 5 MRG kündigen. (T2)
    Beisatz: Keinesfalls kann aus den Worten "nicht mehr" abgeleitet werden, dass eine nicht eintrittsberechtigte Person mangels Vorhandenseins eintrittsberechtigter Personen zum Zuge kommt. (T3)
  • RS0103727">4 Ob 309/99s
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 309/99s
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 72/188
  • RS0103727">1 Ob 114/00x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 114/00x
    Auch; Beisatz: Daraus, dass in Ermangelung eines Eintrittsrechts - "bereits der Tod des Wohnraumuntermieters den Kündigungstatbestand des § 30 Abs 2 Z 5 MRG erfüllt", kann nicht abgeleitet werden, der ruhende Nachlass - nehme nach Überlassung der Verlassenschaft an Zahlungsstatt - entgegen § 1116a Satz 2 ABGB nicht die Rechtsstellung des verstorbenen Untermieters ein. (T4)
  • RS0103727">5 Ob 258/08i
    Entscheidungstext OGH 03.03.2009 5 Ob 258/08i
    Veröff: SZ 2009/31
  • RS0103727">1 Ob 212/13b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 212/13b
    Vgl; Beis wie T1
  • RS0103727">5 Ob 8/19s
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 8/19s
  • RS0103727">7 Ob 64/21v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 7 Ob 64/21v
  • RS0103727">2 Ob 53/25w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.07.2025 2 Ob 53/25w
    Beisatz: Hier: Ein Verzicht der Erblasserin auf ihre Mietrechte zu Gunsten der Beklagten (ohne die Voraussetzungen des § 12 MRG) hat keinen, der Pflichtteilsbemessung zu Grunde zu legenden, wirtschaftlichen Wert. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103727

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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