RS OGH 2012/6/11 2Bkd6/96, 10Bkd2/04, 16Bkd5/06, 3Bkd3/12

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.02.1997
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Norm

StGB §115 Abs1
MRK Art10 Abs2 IV4j
RAO §9 Abs1
StGG Art13
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Mit einer in lächerlich machender Art vorgebrachten Behauptung geistiger Gebrechen (nämlich Briefe nicht verstehen zu können) wird ein anderer im Sinn des § 115 Abs 1 StGB verspottet. Ein derartiges Vorbringen ist daher den Gesetzen widerstreitend im Sinn des § 9 Abs 1 RAO, wie dies in ständiger Rechtsprechung der Obersten Berufungs- und Disziplinarkommission ausgesprochen wurde (AnwBl 1995, 891; 1995, 189; 1995, 125; 1994, 793; 1993, 683; 1992, 653, 1992, 481, 1991, 711; 1991, 170; u.v.a.). Unsachliche, beleidigende Äußerungen sind aber auch unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit nicht zulässig (Entscheidungen des VfGH B 2055/94, B 1966/93, B 1222/93 = AnwBl 1996, 99; 1995, 654; 1995, 653 uam).Mit einer in lächerlich machender Art vorgebrachten Behauptung geistiger Gebrechen (nämlich Briefe nicht verstehen zu können) wird ein anderer im Sinn des Paragraph 115, Absatz eins, StGB verspottet. Ein derartiges Vorbringen ist daher den Gesetzen widerstreitend im Sinn des Paragraph 9, Absatz eins, RAO, wie dies in ständiger Rechtsprechung der Obersten Berufungs- und Disziplinarkommission ausgesprochen wurde (AnwBl 1995, 891; 1995, 189; 1995, 125; 1994, 793; 1993, 683; 1992, 653, 1992, 481, 1991, 711; 1991, 170; u.v.a.). Unsachliche, beleidigende Äußerungen sind aber auch unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit nicht zulässig (Entscheidungen des VfGH B 2055/94, B 1966/93, B 1222/93 = AnwBl 1996, 99; 1995, 654; 1995, 653 uam).

Entscheidungstexte

  • 2 Bkd 6/96
    Entscheidungstext OGH 03.02.1997 2 Bkd 6/96
  • 10 Bkd 2/04
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 10 Bkd 2/04
    nur: Unsachliche, beleidigende Äußerungen sind auch unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit nicht zulässig. (T1)
  • 16 Bkd 5/06
    Entscheidungstext OGH 16.10.2006 16 Bkd 5/06
    Auch; nur T1
  • 3 Bkd 3/12
    Entscheidungstext OGH 11.06.2012 3 Bkd 3/12
    nur T1; Beisatz: Hier: Bezeichnungen „Betrüger“ und „betrügerisch“. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106666

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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