RS OGH 2026/2/19 1Ob212/97a; 8ObS208/98s; 8ObS207/98v; 9Ob312/00y; 5Ob198/01f; 2Ob153/02t; 6Ob159/02

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.11.1997
beobachten
merken

Norm

ABGB §5
ABGB §12
B-VG Art49
StGG Art2
  1. B-VG Art. 49 heute
  2. B-VG Art. 49 gültig von 01.07.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 49 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  4. B-VG Art. 49 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 49 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 49 gültig von 14.04.1972 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1972
  7. B-VG Art. 49 gültig von 07.04.1964 bis 13.04.1972 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  8. B-VG Art. 49 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 49 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Für zivilgerichtliche Erkenntnisse besteht kein Rückwirkungsverbot. Änderungen der Judikatur erfassen auch davor verwirklichte Sachverhalte.

Entscheidungstexte

  • RS0109026">1 Ob 212/97a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 212/97a
    Veröff: SZ 70/245
  • RS0109026">8 ObS 208/98s
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObS 208/98s
  • RS0109026">8 ObS 207/98v
    Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 ObS 207/98v
    Auch
  • RS0109026">9 Ob 312/00y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 9 Ob 312/00y
    Auch; Beisatz: Mit einer Judikaturänderung muss gerechnet werden. Das Gesetz verbietet nur die Rückwirkung von Gesetzen, nicht jedoch die von Entscheidungen. (T1)
  • RS0109026">5 Ob 198/01f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 198/01f
    Auch; Beisatz: Das Streben nach bestmöglicher Rechtserkenntnis ist über den Vertrauensschutz zu stellen. (T2)
  • RS0109026">2 Ob 153/02t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 153/02t
  • RS0109026">6 Ob 159/02d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 159/02d
  • RS0109026">1 Ob 135/02p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 135/02p
    Vgl; Beisatz: Hier: § 12a FamLAG. (T3); Beisatz: Jedenfalls in Verfahren über Unterhaltsherabsetzungsanträge, die im Zeitpunkt der Kundmachung des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs zu B 1285/00 bereits anhängig waren, ist die neue Rechtslage anzuwenden. (T4); Beisatz: Da der infolge des zweiten Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs eingetretenen Änderung der Gesetzeslage jedenfalls keine derart weitgehende rückwirkende Kraft beizumessen ist, dass sogar rechtskräftige Individualentscheidungen abgeändert werden könnten, erfasst die Anordnung des Verfassungsgerichtshofs über den zeitlichen Geltungsbereich der Aufhebung der gesetzlichen Bestimmung jedenfalls nicht die schon rechtskräftig erledigten Zeiträume bis zu den jeweiligen Entscheidungszeitpunkten. Für die Zeiträume nach dem Zeitpunkt der Vorentscheidung ist eine rückwirkende Änderung der Unterhaltsregelung auf Grund der Änderung der Verhältnisse infolge der neuen Rechtslage jedoch zulässig. (T5)
  • RS0109026">8 Ob 139/03d
    Entscheidungstext OGH 23.01.2004 8 Ob 139/03d
    Beis wie T3; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Das Erkenntnis des VfGH zu B-1285/00 ist jedoch nicht rückwirkend auf nachträgliche Geltendmachung der Unterhaltsherabsetzung für den Zeitraum vor der Kundmachung des Erkenntnisses anzuwenden. (T6)
  • RS0109026">5 Ob 156/03g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 5 Ob 156/03g
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2003/127
  • RS0109026">2 Ob 184/05f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2006 2 Ob 184/05f
  • RS0109026">10 Ob 41/07p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 41/07p
  • RS0109026">6 Ob 243/15a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 243/15a
    Auch
  • RS0109026">7 Ob 219/16f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 219/16f
  • RS0109026">10 Ob 65/17g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 10 Ob 65/17g
  • RS0109026">4 Ob 237/17g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 237/17g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • RS0109026">4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2019/31
  • RS0109026">9 Ob 77/23y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2024 9 Ob 77/23y
  • RS0109026">7 Ob 169/24i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.02.2025 7 Ob 169/24i
    Beisatz: Hier: Verbandsverfahren zu Bearbeitungsentgelten in Kreditverträgen. Die Beklagte hätte konkret auf ihr Unternehmen bezogen die ohne diese (zeitliche) Begrenzung drohenden Rückforderungsansprüche der Kunden aufzeigen und darlegen müssen, dass das Schlagendwerden dieser Rückforderungsansprüche für sie entweder existenzbedrohend ist oder aber zumindest merkliche negative Folgen für die künftige Versorgung der Verbraucher mit den entsprechenden Bankdienstleistungen hat. (T7)
  • RS0109026">2 Ob 92/25f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2025 2 Ob 92/25f
    Beisatz: Hier: Kein Vertrauen auf die Transparenz eines Bearbeitungsentgelts in einem Kreditvertrag. (T8)
  • RS0109026">9 Ob 19/25x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.02.2026 9 Ob 19/25x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109026

Im RIS seit

25.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten