RS OGH 2002/9/30 3Ob2440/96m, 1Ob214/98x, 6Ob48/01d, 1Ob175/02w

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.04.1998
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Norm

ABGB §16
ABGB §879 BIIo
ABGB §879 CIIs
ABGB §1295 Abs2 III
B-VG Art7
GSpG §25 Abs2
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992
  1. ABGB § 879 heute
  2. ABGB § 879 gültig ab 01.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 275/1992
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. GSpG § 25 heute
  2. GSpG § 25 gültig ab 25.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2023
  3. GSpG § 25 gültig von 01.01.2017 bis 24.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2016
  4. GSpG § 25 gültig von 01.03.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  5. GSpG § 25 gültig von 19.08.2010 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2010
  6. GSpG § 25 gültig von 20.07.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2010
  7. GSpG § 25 gültig von 01.07.2010 bis 19.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2010
  8. GSpG § 25 gültig von 01.01.2009 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  9. GSpG § 25 gültig von 27.08.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2008
  10. GSpG § 25 gültig von 12.08.2006 bis 26.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2006
  11. GSpG § 25 gültig von 27.08.2005 bis 11.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2005
  12. GSpG § 25 gültig von 21.08.2003 bis 26.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  13. GSpG § 25 gültig von 15.06.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2003
  14. GSpG § 25 gültig von 01.11.1993 bis 14.06.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 695/1993
  15. GSpG § 25 gültig von 01.01.1990 bis 31.10.1993

Rechtssatz

Infolge der mittelbaren Drittwirkung der Grundrechte darf ungeachtet der Vorschrift des § 25 Abs 2 GSpG der Ausschluß eines Spielers nicht willkürlich erfolgen. Willkür liegt nicht nur dann vor, wenn der Ausschluß aus vom Verfassungsgesetzgeber mißbilligten subjektiven Gründen (etwa wegen der Hautfarbe oder der Nationalität) erfolgt, sondern auch dann, wenn die angegebenen Gründe nicht nachvollziehbar sind.Infolge der mittelbaren Drittwirkung der Grundrechte darf ungeachtet der Vorschrift des Paragraph 25, Absatz 2, GSpG der Ausschluß eines Spielers nicht willkürlich erfolgen. Willkür liegt nicht nur dann vor, wenn der Ausschluß aus vom Verfassungsgesetzgeber mißbilligten subjektiven Gründen (etwa wegen der Hautfarbe oder der Nationalität) erfolgt, sondern auch dann, wenn die angegebenen Gründe nicht nachvollziehbar sind.

Entscheidungstexte

  • RS0110237">3 Ob 2440/96m
    Entscheidungstext OGH 15.04.1998 3 Ob 2440/96m
    Veröff: SZ 71/68
  • RS0110237">1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    Auch; nur: Infolge der mittelbaren Drittwirkung der Grundrechte darf ungeachtet der Vorschrift des § 25 Abs 2 GSpG der Ausschluß eines Spielers nicht willkürlich erfolgen. (T1); Veröff: SZ 72/4
  • RS0110237">6 Ob 48/01d
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 48/01d
    Beisatz: Sowohl "denkunmögliche" als auch ausschließlich subjektive, gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßende Gründe stellen Willkür her (so schon 3 Ob 2440/96m). (Hier: Berufsspieler). (T2); Veröff: SZ 2002/15
  • RS0110237">1 Ob 175/02w
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 175/02w
    Vgl; Beisatz: Derjenige, der unmittelbar seine Spieler beobachten kann und daher auch den besten Überblick über sein Spielerpublikum hat, also der Spielbankunternehmer, hat entsprechende Maßnahmen zu setzen, um Spieler, die die negativen Voraussetzungen des §25 Abs 3 GSpG höchstwahrscheinlich erfüllen, nicht mehr - oder nur in beschränktem Umfang- zum Spiel zuzulassen. Diesen gesetzlichen Anforderungen kann er nur dadurch nachkommen, dass er entsprechende Aufzeichnungen führt. Welche dazu erforderlichen Maßnahmen im jeweiligen Einzelfall dem Spielbankunternehmer zuzumuten sind, bestimmt sich nach den Interessen beider Teile. (T3); Beisatz: Hier hat der Kläger jährlich mehr als 200 mal Casinos der beklagten Partei aufgesucht, was - unabhängig von der Höhe seiner Spieleinsätze sowie seines Spielerfolgs- jedenfalls zu nachhaltigen Kontrollmaßnahmen der beklagten Partei führen hätte müssen. (T4); Veröff: SZ 2002/125

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110237

Dokumentnummer

JJR_19980415_OGH0002_0030OB02440_96M0000_002
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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