RS OGH 2024/11/26 13Os151/03; 15Os92/05a; 11Os126/06y; 14Os77/08t; 13Os185/08t; 11Os178/09z; 13Os12/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 17.12.2003
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Norm

StPO §281 Abs1 Z9
StPO §281 Abs1 Z10 A
StPO §285 Abs1
StPO §285a Z2
StPO §285d
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 285 heute
  2. StPO § 285 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. StPO § 285 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 285 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  5. StPO § 285 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2000
  6. StPO § 285 gültig von 01.11.2000 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  7. StPO § 285 gültig von 01.01.1994 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  8. StPO § 285 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 285d heute
  2. StPO § 285d gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 285d gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Von Feststellungsmängeln abgesehen, liegen die Nichtigkeitsgründe der Z 9 und 10 des § 281 Abs 1 StPO vor, wenn angesichts der im angefochtenen Urteil festgestellten Tatsachen zu Unrecht ein Schuld- oder Freispruch ergangen ist (Z 9 lit a bis c) oder die festgestellten Tatsachen zwar zu Recht einem Tatbestand des materiellen Strafrechts subsumiert wurden, aber bei der Subsumtion Fehler unterlaufen sind (Z 10). Mit diesen Rechtsfragen können zur Anfechtung des Urteils Berechtigte den Obersten Gerichtshof befassen.Von Feststellungsmängeln abgesehen, liegen die Nichtigkeitsgründe der Ziffer 9 und 10 des Paragraph 281, Absatz eins, StPO vor, wenn angesichts der im angefochtenen Urteil festgestellten Tatsachen zu Unrecht ein Schuld- oder Freispruch ergangen ist (Ziffer 9, Litera a bis c) oder die festgestellten Tatsachen zwar zu Recht einem Tatbestand des materiellen Strafrechts subsumiert wurden, aber bei der Subsumtion Fehler unterlaufen sind (Ziffer 10,). Mit diesen Rechtsfragen können zur Anfechtung des Urteils Berechtigte den Obersten Gerichtshof befassen.

Da die §§ 285 Abs 1 zweiter Satz, 285a Z 2 StPO vom Beschwerdeführer verlangen, die Nichtigkeitsgründe deutlich und bestimmt zu bezeichnen, also darzulegen, warum das Erstgericht zu Unrecht freigesprochen oder die festgestellten Tatsachen einem Tatbestand des materiellen Strafrechts subsumiert oder nicht subsumiert hat, also aufzuzeigen, warum das Gesetz unrichtig angewendet wurde, die bloße (= substratlose) Behauptung, der Angeklagte sei nicht oder nicht im Sinn der angezogenen Gesetzesstellen schuldig, aber nicht erkennen lässt, welchen konkreten Rechtsfehler der Beschwerdeführer geltend machen will und damit einer inhaltlichen Erörterung nicht zugänglich ist, sollen derartige Rügen, um kostenaufwändige Gerichtstage zu vermeiden, bereits bei der nichtöffentlichen Beratung zurückgewiesen werden können. Verzichtet der Beschwerdeführer auf methodengerechte Argumentation (vgl §§ 6 f ABGB, § 1 StGB) zugunsten bloßer (Rechts-)Behauptungen, können diese zwar zu amtswegigem Einschreiten des Obersten Gerichtshofes nach § 290 Abs 1 zweiter Satz (erster Fall) StPO zugunsten des Angeklagten - dann nämlich, wenn die Behauptung im Ergebnis zutrifft -, nicht aber zum Erfolg der Nichtigkeitsbeschwerde führen, sodass sich eine Behandlung im Gerichtstag erübrigt.Da die Paragraphen 285, Absatz eins, zweiter Satz, 285a Ziffer 2, StPO vom Beschwerdeführer verlangen, die Nichtigkeitsgründe deutlich und bestimmt zu bezeichnen, also darzulegen, warum das Erstgericht zu Unrecht freigesprochen oder die festgestellten Tatsachen einem Tatbestand des materiellen Strafrechts subsumiert oder nicht subsumiert hat, also aufzuzeigen, warum das Gesetz unrichtig angewendet wurde, die bloße (= substratlose) Behauptung, der Angeklagte sei nicht oder nicht im Sinn der angezogenen Gesetzesstellen schuldig, aber nicht erkennen lässt, welchen konkreten Rechtsfehler der Beschwerdeführer geltend machen will und damit einer inhaltlichen Erörterung nicht zugänglich ist, sollen derartige Rügen, um kostenaufwändige Gerichtstage zu vermeiden, bereits bei der nichtöffentlichen Beratung zurückgewiesen werden können. Verzichtet der Beschwerdeführer auf methodengerechte Argumentation vergleiche Paragraphen 6, f ABGB, Paragraph eins, StGB) zugunsten bloßer (Rechts-)Behauptungen, können diese zwar zu amtswegigem Einschreiten des Obersten Gerichtshofes nach Paragraph 290, Absatz eins, zweiter Satz (erster Fall) StPO zugunsten des Angeklagten - dann nämlich, wenn die Behauptung im Ergebnis zutrifft -, nicht aber zum Erfolg der Nichtigkeitsbeschwerde führen, sodass sich eine Behandlung im Gerichtstag erübrigt.

Entscheidungstexte

  • RS0118415">13 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 13 Os 151/03
  • RS0118415">15 Os 92/05a
    Entscheidungstext OGH 13.10.2005 15 Os 92/05a
    Auch; nur: Von Feststellungsmängeln abgesehen, liegen die Nichtigkeitsgründe der Z 9 und 10 des § 281 Abs 1 StPO vor, wenn angesichts der im angefochtenen Urteil festgestellten Tatsachen zu Unrecht ein Schuld- oder Freispruch ergangen ist (Z 9 lit a bis c) oder die festgestellten Tatsachen zwar zu Recht einem Tatbestand des materiellen Strafrechts subsumiert wurden, aber bei der Subsumtion Fehler unterlaufen sind (Z 10). (T1)
    Beisatz: Rechtsfehler, weil das Erstgericht trotz fehlender Feststellungen einen daher unzulässigen Schluss gezogen hat. (T2)
  • RS0118415">11 Os 126/06y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 11 Os 126/06y
    Vgl auch; Beisatz: Die prozessordnungsgemäße Darstellung der Rüge aus Z 10 verlangt die ausdrückliche Bezeichnung der angestrebten Subsumtion (WK-StPO § 281 Rz 644). (T3)
  • RS0118415">14 Os 77/08t
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 14 Os 77/08t
    Auch; Beis wie T3
  • RS0118415">13 Os 185/08t
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 185/08t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • RS0118415">11 Os 178/09z
    Entscheidungstext OGH 22.12.2009 11 Os 178/09z
    Auch; Beisatz: Die gesetzmäßige Ausführung einer Subsumtionsrüge (Z 10) hat den gesamten Urteilssachverhalt zu Grunde zu legen. Sie erfordert die Darlegung, weshalb die Unterstellung der Tat durch das Erstgericht rechtlich unrichtig ist und der festgestellte Sachverhalt vielmehr eine andere, konkret zu bezeichnende strafbare Handlung begründet. (T4)
    Beisatz: Hier: Indem die Beschwerde bloß die Behauptung aufstellt, die Taten wären den „§§ 159 ff StGB" zu unterstellen, ohne auf die Feststellungen und deren behauptete Fehlerhaftigkeit Bezug zu nehmen, genügt sie diesen Anforderungen nicht. (T5)
  • RS0118415">13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • RS0118415">11 Os 65/11k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 65/11k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4
  • RS0118415">15 Os 122/11x
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 15 Os 122/11x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T4
  • RS0118415">12 Os 51/12k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 51/12k
    Vgl
  • RS0118415">13 Os 22/13d
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 22/13d
    Vgl auch
  • RS0118415">12 Os 109/13s
    Entscheidungstext OGH 12.12.2013 12 Os 109/13s
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0118415">11 Os 3/14x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 3/14x
    Auch; Beis wie T4
  • RS0118415">13 Os 123/14h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 13 Os 123/14h
    Auch
  • RS0118415">13 Os 124/15g
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 124/15g
    Auch; Beis wie T3
  • RS0118415">13 Os 143/15a
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 13 Os 143/15a
    Auch; Beis wie T3
  • RS0118415">13 Os 9/19a
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 13 Os 9/19a
    Beis wie T3
  • RS0118415">14 Os 43/20k
    Entscheidungstext OGH 09.06.2020 14 Os 43/20k
    Vgl
  • RS0118415">14 Os 92/20s
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 14 Os 92/20s
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0118415">12 Os 96/20i
    Entscheidungstext OGH 15.10.2020 12 Os 96/20i
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0118415">14 Os 94/20k
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 94/20k
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0118415">14 Os 104/21g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2021 14 Os 104/21g
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0118415">15 Os 95/21s
    Entscheidungstext OGH 26.01.2022 15 Os 95/21s
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0118415">11 Os 30/23f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2023 11 Os 30/23f
    vgl; Beisatz wie T3
  • RS0118415">15 Os 118/23a
    Entscheidungstext OGH 08.11.2023 15 Os 118/23a
    vgl
  • RS0118415">12 Os 17/24b
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 17/24b
    vgl; Beisatz wie T3
  • RS0118415">11 Os 108/24b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2024 11 Os 108/24b
    vgl; Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118415

Im RIS seit

16.01.2004

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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