RS OGH 2025/12/18 16Ok6/08; 10ObS180/10h; 7Ob219/13a; 6Ob111/15i; 10Ob57/16d; 6Ob191/17g; 5Ob189/20k

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Veröffentlicht am 16.07.2008
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Rechtssatz

Die Sachverhaltsfeststellungen früherer Entscheidungen aus anderen Verfahren äußern grundsätzlich keine Bindungswirkung auf spätere Verfahren. Dies schließt aber naturgemäß nicht aus, dass das Gericht aufgrund eigener Sachkenntnis aus früheren Verfahren gewonnene Erkenntnisse auch in späteren Verfahren verwertet. In diesem Sinne sieht § 269 ZPO auch im streitigen Zivilverfahren die Berücksichtigung gerichtsbekannter Tatsachen vor, ohne dass es besonderer Parteibehauptungen oder eines eigenen Beweisverfahrens bedürfte.Die Sachverhaltsfeststellungen früherer Entscheidungen aus anderen Verfahren äußern grundsätzlich keine Bindungswirkung auf spätere Verfahren. Dies schließt aber naturgemäß nicht aus, dass das Gericht aufgrund eigener Sachkenntnis aus früheren Verfahren gewonnene Erkenntnisse auch in späteren Verfahren verwertet. In diesem Sinne sieht Paragraph 269, ZPO auch im streitigen Zivilverfahren die Berücksichtigung gerichtsbekannter Tatsachen vor, ohne dass es besonderer Parteibehauptungen oder eines eigenen Beweisverfahrens bedürfte.

Entscheidungstexte

  • RS0123760">16 Ok 6/08
    Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 6/08
    Beisatz: Gleiches gilt nach § 33 Abs 1 AußStrG für das Außerstreitverfahren. (T1)
  • RS0123760">10 ObS 180/10h
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 ObS 180/10h
    Auch
  • RS0123760">7 Ob 219/13a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 219/13a
    nur: Sachverhaltsfeststellungen früherer Entscheidungen aus anderen Verfahren äußern jedoch grundsätzlich keine Bindungswirkung für spätere Verfahren. (T2); Veröff: SZ 2014/8
  • RS0123760">6 Ob 111/15i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 111/15i
  • RS0123760">10 Ob 57/16d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2017 10 Ob 57/16d
    Beisatz: Damit kann aufgrund des Ergebnisses einer Mehrzahl gleichartiger Entscheidungen eine ursprünglich beweisbedürftige Tatsache tatsächlich gerichtsbekannt im Sinn des § 269 ZPO werden, sodass sie in der Folge keiner neuerlichen Beweisaufnahme bedarf (so bereits 6 Ob 229/15t). (T3)
  • RS0123760">6 Ob 191/17g
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 191/17g
    Auch
  • RS0123760">5 Ob 189/20k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2021 5 Ob 189/20k
    nur T2; Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren nach § 838a ABGB. (T4)
  • RS0123760">5 Ob 149/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.11.2024 5 Ob 149/24h
    vgl; Beisatz nur wie T3
  • RS0123760">3 Ob 151/25i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.10.2025 3 Ob 151/25i
    vgl; Beisatz wie T2
  • RS0123760">5 Ob 141/25h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.12.2025 5 Ob 141/25h
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123760

Im RIS seit

15.08.2008

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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