RS OGH 2014/3/25 2Ob251/07m, 9ObA106/08s, 5Ob36/09v, 3Ob174/09y, 1Ob156/12s, 1Ob141/12k, 10ObS163/12

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.09.2008
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Norm

ERV 2006 §11 Abs1a
GOG §89 Abs1
GOG §89c Abs5
  1. ERV 2006 § 11 gültig von 01.01.2013 bis 23.12.2021 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 587/2021
  2. ERV 2006 § 11 gültig von 01.05.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 141/2012
  3. ERV 2006 § 11 gültig von 08.07.2011 bis 30.04.2012 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 220/2011
  4. ERV 2006 § 11 gültig von 01.11.2009 bis 07.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 343/2009
  5. ERV 2006 § 11 gültig von 24.10.2009 bis 31.10.2009 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 343/2009
  6. ERV 2006 § 11 gültig von 26.03.2009 bis 23.10.2009 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 82/2009
  7. ERV 2006 § 11 gültig von 13.01.2009 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 9/2009
  8. ERV 2006 § 11 gültig von 11.09.2008 bis 12.01.2009 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 316/2008
  9. ERV 2006 § 11 gültig von 28.06.2008 bis 10.09.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 222/2008
  10. ERV 2006 § 11 gültig von 01.01.2008 bis 27.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 333/2007
  11. ERV 2006 § 11 gültig von 01.07.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 130/2007
  12. ERV 2006 § 11 gültig von 19.06.2007 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 130/2007
  13. ERV 2006 § 11 gültig von 19.12.2006 bis 18.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 482/2006
  14. ERV 2006 § 11 gültig von 01.01.2006 bis 18.12.2006
  1. GOG § 89 heute
  2. GOG § 89 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. GOG § 89 gültig von 01.05.2017 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2017
  4. GOG § 89 gültig von 01.08.1989 bis 30.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  5. GOG § 89 gültig von 10.07.1945 bis 31.07.1989 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 47/1945
  1. GOG § 89c heute
  2. GOG § 89c gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. GOG § 89c gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2020
  4. GOG § 89c gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2019
  5. GOG § 89c gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. GOG § 89c gültig von 01.07.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2019
  7. GOG § 89c gültig von 01.07.2016 bis 30.06.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2016
  8. GOG § 89c gültig von 01.06.2016 bis 30.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/2016
  9. GOG § 89c gültig von 01.01.2016 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2015
  10. GOG § 89c gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2013
  11. GOG § 89c gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2012
  12. GOG § 89c gültig von 01.10.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2012
  13. GOG § 89c gültig von 01.05.2012 bis 30.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2012
  14. GOG § 89c gültig von 01.10.2011 bis 30.04.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  15. GOG § 89c gültig von 01.01.2008 bis 30.09.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  16. GOG § 89c gültig von 01.07.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  17. GOG § 89c gültig von 01.07.2007 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2005
  18. GOG § 89c gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2005
  19. GOG § 89c gültig von 01.08.1989 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

In dritter Instanz begründet der Umstand, dass die Revision anstatt im elektronischen Rechtsverkehr auf dem Postweg eingebracht worden ist, trotz der fehlenden Glaubhaftmachung im Sinne des § 11 Abs 1a ERV 2006 jedenfalls keinen die Erledigung des Rechtsmittels hindernden Form- oder Inhaltsmangel, den der Oberste Gerichtshof durch Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen wahrnehmen müsste. Er berührt auch nicht die Rechtzeitigkeit der Revision.In dritter Instanz begründet der Umstand, dass die Revision anstatt im elektronischen Rechtsverkehr auf dem Postweg eingebracht worden ist, trotz der fehlenden Glaubhaftmachung im Sinne des Paragraph 11, Absatz eins a, ERV 2006 jedenfalls keinen die Erledigung des Rechtsmittels hindernden Form- oder Inhaltsmangel, den der Oberste Gerichtshof durch Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen wahrnehmen müsste. Er berührt auch nicht die Rechtzeitigkeit der Revision.

Entscheidungstexte

  • RS0124215">2 Ob 251/07m
    Entscheidungstext OGH 04.09.2008 2 Ob 251/07m
  • RS0124215">9 ObA 106/08s
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 9 ObA 106/08s
    Vgl auch; nur: Der Umstand, dass die Revision anstatt im elektronischen Rechtsverkehr auf dem Postweg eingebracht worden ist, begründet trotz der fehlenden Glaubhaftmachung im Sinne des § 11 Abs 1a ERV 2006 jedenfalls keinen die Erledigung des Rechtsmittels hindernden Form- oder Inhaltsmangel. (T1)
    Bem: Siehe auch RS0124555. (T2)
  • RS0124215">5 Ob 36/09v
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 36/09v
    Vgl auch; Beisatz: Dass die Revision trotz der fehlenden Glaubhaftmachung im Sinn des § 11 Abs 1a ERV anstatt im elektronischen Rechtsverkehr auf dem Postweg eingebracht worden ist, berührt nicht ihre Rechtzeitigkeit. (T3)
    Beisatz: Es besteht keine gesetzliche Regelung, wonach für eine Rechtsmittelschrift, die - entgegen § 89c Abs 5 GOG iVm §§ 1 Abs 1, 11 Abs 1a ERV - nicht im elektronischen Rechtsverkehr, sondern im Postweg übermittelt wurde, § 89 Abs 1 GOG nicht gelten sollte. (T4)
  • RS0124215">3 Ob 174/09y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 174/09y
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2009/157
  • RS0124215">1 Ob 156/12s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 156/12s
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Gemäß § 89c Abs 5 Z 1 GOG idF BGBl I 2012/26 sind Rechtsanwälte nach Maßgabe der technischen Möglichkeiten zur Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr verpflichtet. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung ist wie ein Formmangel zu behandeln, der zu verbessern ist (§ 89c Abs 6 GOG idF BGBl I 2012/26). Für Eingaben eines Rechtsanwalts ab dem maßgeblichen Stichtag 1. 5. 2012 (§ 98 Abs 15 Z 1 GOG), die auf dem Postweg und nicht im elektronischen Rechtsverkehr eingebracht werden, ist demnach ein Verbesserungsverfahren durchzuführen. Die bisherige Rechtsprechung (RIS?Justiz RS0124215; RS0124335; RS0124555), die in der nicht auf elektronischem Weg eingebrachten Eingabe keinen die geschäftsordnungsgemäße Behandlung hindernden Formmangel erkannte und von einem folgenlosen Verstoß gegen eine reine Ordnungsvorschrift ausging, kann infolge Änderung der Rechtslage für solche Eingaben seit 1. 5. 2012 nicht mehr aufrecht erhalten werden. In gewollter Abkehr von dieser Judikatur müssen die im neu gefassten § 89c Abs 5 GOG idF BGBl I 2012/26 genannten ERV?Teilnehmer/innen in Hinkunft den elektronischen Rechtsverkehr zwingend verwenden. Das gesetzwidrige Absehen von der Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs durch zur Nutzung Verpflichtete soll ? als Verletzung einer zwingend einzuhaltenden Formvorschrift (§ 89c Abs 6 GOG idF BGBl I 2012/26) ? zu einem Verbesserungsverfahren und bei einem Ausbleiben der Verbesserung zur Zurückweisung der Eingabe führen. (T5)
    Bem: Siehe nunmehr RS0128266. (T6)
  • RS0124215">1 Ob 141/12k
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 141/12k
    Vgl aber; Beisatz: Infolge Unzulässigkeit des Rechtsmittels erübrigt sich die Durchführung eines Verbesserungsverfahrens für den mit einem Formmangel behafteten Rechtsmittelschriftsatz (§ 89c Abs 6 GOG idF BGBl I 2012/26), den der Rechtsvertreter nach dem maßgeblichen Stichtag 1. 5. 2012 (§ 98 Abs 15 Z 1 GOG) ? entgegen § 89c Abs 5 Z 1 GOG idF BGBl I 2012/26 ? nur im Postweg und nicht im Elektronischen Rechtsverkehr einbrachte. (T7)
  • RS0124215">10 ObS 163/12m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 10 ObS 163/12m
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Beisatz: Bescheinigung der Unmöglichkeit der elektronischen Einbringung steht offen. (T8)
  • RS0124215">10 ObS 39/13b
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 39/13b
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5
  • RS0124215">5 Ob 58/13k
    Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 58/13k
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Beis wie T6
  • RS0124215">5 Ob 62/13y
    Entscheidungstext OGH 18.04.2013 5 Ob 62/13y
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Bem wie T6
  • RS0124215">5 Ob 40/13p
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 5 Ob 40/13p
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Beis wie T6
  • RS0124215">5 Ob 144/13g
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 144/13g
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Bem wie T6
  • RS0124215">5 Ob 149/13t
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 149/13t
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5; Bem wie T6
  • RS0124215">2 Ob 184/13t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2013 2 Ob 184/13t
    Ausdrücklich gegenteilig
  • RS0124215">7 Ob 197/13s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 197/13s
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T5
  • RS0124215">8 Ob 103/13z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 103/13z
    Vgl aber; Beis wie T7
  • RS0124215">10 ObS 35/14s
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 ObS 35/14s
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T8; Veröff: SZ 2014/31

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124215

Im RIS seit

04.10.2008

Zuletzt aktualisiert am

03.03.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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