RS OGH 2008/11/19 3Ob173/08z

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.11.2008
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Norm

EStG 1988 §86
KO §31 Abs1 Z2
  1. EStG 1988 § 86 heute
  2. EStG 1988 § 86 gültig von 01.01.2021 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. EStG 1988 § 86 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2020
  4. EStG 1988 § 86 gültig von 01.07.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2020
  5. EStG 1988 § 86 gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2018
  6. EStG 1988 § 86 gültig von 02.08.2017 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2017
  7. EStG 1988 § 86 gültig von 30.12.2014 bis 01.08.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  8. EStG 1988 § 86 gültig von 20.12.2003 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2003
  9. EStG 1988 § 86 gültig von 14.08.2002 bis 19.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  10. EStG 1988 § 86 gültig von 30.07.1988 bis 13.08.2002

Rechtssatz

  1. 1.Ziffer eins
    Bei der gemäß § 86 Abs 1 EStG 1988 gemeinsam durchgeführten Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfung ist das Prüforgan des Finanzamts Organ des Krankenversicherungsträgers. Diesem ist das Wissen seines Organs über eine mögliche Insolvenzgefahr zuzurechnen.Bei der gemäß Paragraph 86, Absatz eins, EStG 1988 gemeinsam durchgeführten Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfung ist das Prüforgan des Finanzamts Organ des Krankenversicherungsträgers. Diesem ist das Wissen seines Organs über eine mögliche Insolvenzgefahr zuzurechnen.
  2. 2.Ziffer 2
    Der Umstand, dass eine vom Strafgericht wegen des Verdachts der Abgabenhinterziehung angeordnete Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von Geschäftsunterlagen durchgeführt wurde, ist ein Indiz für eine künftige Insolvenz des Unternehmens und löst eine Erkundungspflicht des Krankenversicherungsträgers aus.
  3. 3.Ziffer 3
    Wenn zumutbare Erkundigungen unterlassen werden, mit denen Kenntnis über die Zahlungsunfähigkeit (insolvenzrechtliche Überschuldung der Kapitalgesellschaft) erlangt hätte werden können, ist der Tatbestand des „Kennenmüssens" im Sinn des § 31 Abs 1 Z 2 KO erfüllt.Wenn zumutbare Erkundigungen unterlassen werden, mit denen Kenntnis über die Zahlungsunfähigkeit (insolvenzrechtliche Überschuldung der Kapitalgesellschaft) erlangt hätte werden können, ist der Tatbestand des „Kennenmüssens" im Sinn des Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, KO erfüllt.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Sozialversicherungsträger

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124296

Im RIS seit

19.12.2008

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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