RS Vfgh 2004/3/13 G212/03

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Veröffentlicht am 13.03.2004
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Index

31 Bundeshaushalt
31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Norm

B-VG Art37 Abs2
B-VG Art42
B-VG Art56
B-VG Art140 Abs1 / Prüfungsmaßstab
BudgetbegleitG 2003
GO-BR §16, §18
GOG NR §51
  1. B-VG Art. 42 heute
  2. B-VG Art. 42 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2008
  3. B-VG Art. 42 gültig von 01.01.2004 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 42 gültig von 01.01.1987 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 212/1986
  5. B-VG Art. 42 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.1986 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  6. B-VG Art. 42 gültig von 23.06.1977 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 323/1977
  7. B-VG Art. 42 gültig von 19.12.1945 bis 22.06.1977 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 232/1945
  8. B-VG Art. 42 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 56 heute
  2. B-VG Art. 56 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 56 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  4. B-VG Art. 56 gültig von 01.05.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1992
  5. B-VG Art. 56 gültig von 19.12.1945 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 232/1945
  6. B-VG Art. 56 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. GO-BR § 16 heute
  2. GO-BR § 16 gültig ab 14.05.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2015
  3. GO-BR § 16 gültig von 01.01.2012 bis 13.05.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 141/2011
  4. GO-BR § 16 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2009
  5. GO-BR § 16 gültig von 01.09.1999 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 192/1999
  6. GO-BR § 16 gültig von 15.07.1997 bis 31.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/1997
  7. GO-BR § 16 gültig von 15.02.1996 bis 14.07.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 50/1996
  8. GO-BR § 16 gültig von 08.12.1993 bis 14.02.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 837/1993
  9. GO-BR § 16 gültig von 01.07.1988 bis 07.12.1993

Leitsatz

Keine Verfassungswidrigkeit des Budgetbegleitgesetzes 2003; keine relevante Verletzung der Bestimmungen der Geschäftsordnung des Bundesrates hinsichtlich der Behandlung von Gesetzesbeschlüssen des Nationalrates im Bundesrat und der Vervielfältigung und Verteilung von Geschäftsstücken; keine Verletzung des Grundsatzes des freien Mandates durch Zusammenfassung verschiedener Materien in einem Gesetzesbeschluß ("Sammelgesetz"); keine Zulässigkeit des Drittelantrags von Bundesratsabgeordneten hinsichtlich bereits außer Kraft getretener Bestimmungen

Rechtssatz

Keine Verfassungswidrigkeit des BudgetbegleitG 2003, BGBl I 71/2003 (ebenso: G211/03 vom heutigen Tag betreffend einen Drittelantrag von Nationalratsabgeordneten).Keine Verfassungswidrigkeit des BudgetbegleitG 2003, Bundesgesetzblatt Teil eins, 71 aus 2003, (ebenso: G211/03 vom heutigen Tag betreffend einen Drittelantrag von Nationalratsabgeordneten).

Keine relevante Verletzung des §16 und §18 GO-BR.

Den Mitgliedern des Bundesrates lag im Zeitpunkt der Beschlußfassung zwar nicht der Gesetzesbeschluß des Nationalrates betreffend das BudgetbegleitG 2003 vervielfältigt vor, ihnen war "wohl aber der Wortlaut dieses Gesetzesbeschlusses zufolge Übermittlung der entsprechenden Materialien bekannt" (VfSlg 6725/1972; zum Prüfungsmaßstab bei Verletzung von Bestimmungen einer Geschäftsordnung siehe auch VfSlg 16151/2001; E v 27.11.02, G215/01 ua).

Nicht der Umstand, daß in der GO-BR nunmehr auch über den inneren Bereich des Bundesrates hinausgehende Bestimmungen getroffen werden können, ist hier beachtlich, sondern vielmehr, daß die Bundesverfassung (Art42 Abs1 B-VG) insofern unverändert geblieben ist, als sie bezüglich der äußeren Form, in der die Mitglieder des Bundesrates vom Inhalt eines Gesetzesbeschlusses des Nationalrates in Kenntnis zu setzen sind, nach wie vor "keine Norm aufstellt".

Verteilung des Amtlichen Protokolls iSd §51 GOG NR an Mitglieder des Bundesrates nicht vorgesehen.

Keine Verletzung des Grundsatzes des freien Mandates.

Es ist nicht ersichtlich, in welcher Weise der Grundsatz des freien Mandates mit dem Vorbringen der Antragsteller in Zusammenhang gebracht werden könnte, nur ganz bestimmte, jeweils ihren Vorstellungen entsprechende Gesetzesbeschlüsse des Nationalrates von Seiten des Nationalrates zur Behandlung im Bundesrat zugewiesen zu erhalten. Ein solches Gebot kann sich ersichtlicher Weise auf keine geltende Rechtsvorschrift berufen.

Die Bundesverfassung (s insbes Art42 Abs1 und Abs2 B-VG) stellt mit Bezug auf die Kompetenzen des Bundesrates allein auf den Gesetzesbeschluß des Nationalrates ab; sie hindert den Nationalrat nicht daran, in einem Gesetzesbeschluß verschiedene Materien zusammenzufassen (s dazu VfSlg 16151/2001, 16381/2001 sowie das Erkenntnis G211/03 vom heutigen Tag).

Entscheidungstexte

Schlagworte

Bundesrat, Gesetz Erlassung, Nationalrat, VfGH / Prüfungsmaßstab, Mandat freies

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2004:G212.2003

Dokumentnummer

JFR_09959687_03G00212_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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