RS Uvs 2013/6/6 VwSen-420769/27/Zo/AK

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.06.2013
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Index

90.02.01 Kraftfahrgesetz 1967

Norm

KFG 1967 §102 Abs12
KFG 1967 §82 Abs8
  1. KFG 1967 § 102 heute
  2. KFG 1967 § 102 gültig ab 01.10.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2026
  3. KFG 1967 § 102 gültig von 30.07.2026 bis 30.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2026
  4. KFG 1967 § 102 gültig von 24.04.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  5. KFG 1967 § 102 gültig von 21.04.2023 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2023
  6. KFG 1967 § 102 gültig von 14.05.2022 bis 20.04.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2022
  7. KFG 1967 § 102 gültig von 01.01.2021 bis 13.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  8. KFG 1967 § 102 gültig von 16.12.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  9. KFG 1967 § 102 gültig von 01.04.2019 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2019
  10. KFG 1967 § 102 gültig von 07.03.2019 bis 31.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2019
  11. KFG 1967 § 102 gültig von 25.05.2018 bis 06.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2018
  12. KFG 1967 § 102 gültig von 20.05.2018 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  13. KFG 1967 § 102 gültig von 20.05.2018 bis 31.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2017
  14. KFG 1967 § 102 gültig von 01.10.2017 bis 19.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  15. KFG 1967 § 102 gültig von 01.08.2017 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  16. KFG 1967 § 102 gültig von 14.01.2017 bis 31.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2017
  17. KFG 1967 § 102 gültig von 02.08.2016 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2016
  18. KFG 1967 § 102 gültig von 09.06.2016 bis 01.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  19. KFG 1967 § 102 gültig von 26.02.2013 bis 08.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  20. KFG 1967 § 102 gültig von 14.02.2013 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  21. KFG 1967 § 102 gültig von 19.08.2009 bis 13.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2009
  22. KFG 1967 § 102 gültig von 01.01.2008 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2008
  23. KFG 1967 § 102 gültig von 01.08.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2007
  24. KFG 1967 § 102 gültig von 15.11.2006 bis 31.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2006
  25. KFG 1967 § 102 gültig von 28.10.2005 bis 14.11.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2005
  26. KFG 1967 § 102 gültig von 05.05.2005 bis 27.10.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2004
  27. KFG 1967 § 102 gültig von 01.05.2005 bis 04.05.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2004
  28. KFG 1967 § 102 gültig von 01.05.2005 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2004
  29. KFG 1967 § 102 gültig von 31.12.2004 bis 30.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2004
  30. KFG 1967 § 102 gültig von 25.05.2002 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  31. KFG 1967 § 102 gültig von 01.07.1999 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 146/1998
  32. KFG 1967 § 102 gültig von 01.11.1997 bis 30.06.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/1997
  33. KFG 1967 § 102 gültig von 20.08.1997 bis 31.10.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  34. KFG 1967 § 102 gültig von 08.03.1995 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1995
  35. KFG 1967 § 102 gültig von 24.08.1994 bis 07.03.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 654/1994
  36. KFG 1967 § 102 gültig von 01.01.1994 bis 23.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 456/1993
  37. KFG 1967 § 102 gültig von 01.07.1991 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990
  38. KFG 1967 § 102 gültig von 01.10.1990 bis 30.06.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990
  1. KFG 1967 § 82 heute
  2. KFG 1967 § 82 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. KFG 1967 § 82 gültig von 16.12.2020 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  4. KFG 1967 § 82 gültig von 01.07.2020 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. KFG 1967 § 82 gültig von 27.07.2017 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  6. KFG 1967 § 82 gültig von 24.04.2014 bis 26.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2014
  7. KFG 1967 § 82 gültig von 19.08.2009 bis 23.04.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2009
  8. KFG 1967 § 82 gültig von 14.08.2002 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  9. KFG 1967 § 82 gültig von 25.05.2002 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  10. KFG 1967 § 82 gültig von 01.01.1995 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 505/1994
  11. KFG 1967 § 82 gültig von 10.07.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 456/1993
  12. KFG 1967 § 82 gültig von 01.10.1990 bis 09.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 458/1990

Beachte

Der Entscheidungsvolltext sowie das Ergebnis einer gegebenenfalls dazu ergangenen höchstgerichtlichen Entscheidung sind auf der Homepage des Oö UVS www.uvs-ooe.gv.at abrufbar.

Rechtssatz

Die Bestimmungen des KFG sind gemäß § 1 Abs. 1 KFG auf Kraftfahrzeuge und Anhänger anzuwenden, die auf Straßen mit öffentlichem Verkehr (im Sinne der StVO 1960) verwendet werden. Die den Polizeibeamten gemäß § 102 Abs. 12 KFG eingeräumte Befugnis zum Setzen bestimmter Zwangsmaßnahmen setzt voraus, dass die betroffene Person ansonsten eine kraftfahrrechtliche Übertretung begehen würde. Derartige Übertretungen können jedoch aufgrund des im § 1 Abs. 1 KFG festgelegten räumlichen Anwendungsbereiches nur auf Straßen mit öffentlichem Verkehr begangen werden. Daraus ist abzuleiten, dass sich die den Polizeiorganen in § 102 Abs. 12 KFG eingeräumten Befugnisse nur auf Straßen mit öffentlichem Verkehr beziehen.Die Bestimmungen des KFG sind gemäß Paragraph eins, Absatz eins, KFG auf Kraftfahrzeuge und Anhänger anzuwenden, die auf Straßen mit öffentlichem Verkehr (im Sinne der StVO 1960) verwendet werden. Die den Polizeibeamten gemäß Paragraph 102, Absatz 12, KFG eingeräumte Befugnis zum Setzen bestimmter Zwangsmaßnahmen setzt voraus, dass die betroffene Person ansonsten eine kraftfahrrechtliche Übertretung begehen würde. Derartige Übertretungen können jedoch aufgrund des im Paragraph eins, Absatz eins, KFG festgelegten räumlichen Anwendungsbereiches nur auf Straßen mit öffentlichem Verkehr begangen werden. Daraus ist abzuleiten, dass sich die den Polizeiorganen in Paragraph 102, Absatz 12, KFG eingeräumten Befugnisse nur auf Straßen mit öffentlichem Verkehr beziehen.

Gemäß § 82 Abs. 8 KFG sind Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, die von Personen mit dem Hauptwohnsitz im Inland in das Bundesgebiet eingebracht werden, bis zum Gegenbeweis als Fahrzeuge mit dem dauernden Standort im Inland anzusehen. Die Verwendung solcher Fahrzeuge ist nur während eines Monats ab Einbringung in das Bundesgebiet zulässig. Nach Ablauf dieser Frist liegt eine Verwaltungsübertretung nach § 36 lit. a KFG (Verwendung eines nicht zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeuges) vor, welche grundsätzlich zu Zwangsmaßnahmen gemäß § 102 Abs. 12 KFG berechtigt. § 82 Abs.8 erster Satz KFG stellt lediglich eine gesetzliche Vermutung auf, weshalb diese (und damit auch das Vorliegen einer Verwaltungsübertretung) widerlegt werden kann. Die Berechtigung zum Setzen von Zwangsmaßnahmen setzt jedoch eine tatsächliche (und nicht bloß eine vermutete) Verwaltungsübertretung voraus, weshalb die Polizeibeamten (spätestens vor dem Abschluss) einer in § 102 Abs. 12 KFG vorgesehenen Zwangsmaßnahme dem Betroffenen bzw. zumindest einer ihm zurechenbaren Auskunftsperson die Möglichkeit einräumen müssen, den Gegenbeweis (gegen die lediglich gesetzlich vermutete Verwaltungsübertretung) anzutreten.Gemäß Paragraph 82, Absatz 8, KFG sind Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, die von Personen mit dem Hauptwohnsitz im Inland in das Bundesgebiet eingebracht werden, bis zum Gegenbeweis als Fahrzeuge mit dem dauernden Standort im Inland anzusehen. Die Verwendung solcher Fahrzeuge ist nur während eines Monats ab Einbringung in das Bundesgebiet zulässig. Nach Ablauf dieser Frist liegt eine Verwaltungsübertretung nach Paragraph 36, Litera a, KFG (Verwendung eines nicht zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeuges) vor, welche grundsätzlich zu Zwangsmaßnahmen gemäß Paragraph 102, Absatz 12, KFG berechtigt. Paragraph 82, Absatz 8, erster Satz KFG stellt lediglich eine gesetzliche Vermutung auf, weshalb diese (und damit auch das Vorliegen einer Verwaltungsübertretung) widerlegt werden kann. Die Berechtigung zum Setzen von Zwangsmaßnahmen setzt jedoch eine tatsächliche (und nicht bloß eine vermutete) Verwaltungsübertretung voraus, weshalb die Polizeibeamten (spätestens vor dem Abschluss) einer in Paragraph 102, Absatz 12, KFG vorgesehenen Zwangsmaßnahme dem Betroffenen bzw. zumindest einer ihm zurechenbaren Auskunftsperson die Möglichkeit einräumen müssen, den Gegenbeweis (gegen die lediglich gesetzlich vermutete Verwaltungsübertretung) anzutreten.

Sofern bei der Durchführung einer faktischen Amtshandlung Sachen beschädigt werden, sind die entsprechenden Schäden im Zivilrechtsweg geltend zu machen, weil es sich bei der Maßnahmenbeschwerde lediglich um einen subsidiären Rechtsbehelf handelt. Der Ersatz derartiger Schäden ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob der Polizeibeamte zur Setzung der jeweiligen faktischen Amtshandlung berechtigt war oder nicht.

Zuletzt aktualisiert am

17.12.2013
Quelle: Unabhängige Verwaltungssenate UVS, http://www.wien.gv.at/uvs/index.html
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