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41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, AsylrechtNorm
B-VG Art136 Abs2Leitsatz
Aufhebung einer Bestimmung des BFA-Verfahrensgesetzes betreffend die verkürzte Beschwerdefrist für Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen Bescheide des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl mangels Erforderlichkeit einer vom VwGVG abweichenden RegelungRechtssatz
Aufhebung des §16 Abs1 BFA-VerfahrensG - BFA-VG idF BGBl I 68/2013.Aufhebung des §16 Abs1 BFA-VerfahrensG - BFA-VG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 68 aus 2013,.
Der VfGH hält an seiner im Prüfungsbeschluss vertretenen Auffassung fest: Die in §16 Abs1 BFA-VG vorgesehene Verkürzung der allgemeinen Beschwerdefrist des §7 Abs4 VwGVG gegen einen Bescheid des BFA auf zwei Wochen (abgesehen von Beschwerden unbegleiteter Minderjähriger) ist nicht zur Regelung der vom BFA-VG erfassten Gegenstände (vgl §3 Abs2 leg cit) erforderlich iSd Art136 Abs2 B-VG (vgl VfGH 02.12.2014, G148/2014, mit Verweis auf die Rechtsprechung zu Art11 Abs2 B-VG, beginnend mit VfSlg 8945/1980).Der VfGH hält an seiner im Prüfungsbeschluss vertretenen Auffassung fest: Die in §16 Abs1 BFA-VG vorgesehene Verkürzung der allgemeinen Beschwerdefrist des §7 Abs4 VwGVG gegen einen Bescheid des BFA auf zwei Wochen (abgesehen von Beschwerden unbegleiteter Minderjähriger) ist nicht zur Regelung der vom BFA-VG erfassten Gegenstände vergleiche §3 Abs2 leg cit) erforderlich iSd Art136 Abs2 B-VG vergleiche VfGH 02.12.2014, G148/2014, mit Verweis auf die Rechtsprechung zu Art11 Abs2 B-VG, beginnend mit VfSlg 8945 aus 1980,).
Ausspruch gem Art140 Abs7 zweiter Satz B-VG, dass die aufgehobene Bestimmung nicht mehr anzuwenden ist.
(Anlassfall E874/2014, E v 02.07.2015, Aufhebung des angefochtenen Beschlusses; she auch E231/2015 ua, E v 01.07.2015, E395/2015, E v 02.07.2015, ua).
Entscheidungstexte
Schlagworte
Asylrecht, Verwaltungsverfahren, Verwaltungsgerichtsverfahren, Fristen, Bedarfsgesetzgebung, Bedarfskompetenz, VfGH / Aufhebung WirkungEuropean Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VFGH:2015:G171.2015Zuletzt aktualisiert am
10.11.2016