TE Vfgh Beschluss 2023/10/4 G411/2023

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Veröffentlicht am 04.10.2023
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
JN §19 Abs2, §22 Abs2
ZPO §85 Abs2
VfGG §7 Abs2, §17, §19, §35
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. ZPO § 85 heute
  2. ZPO § 85 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. ZPO § 85 gültig von 01.01.1998 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  4. ZPO § 85 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags auf Fristverlängerung wegen Unzulässigkeit der Erstreckung der Frist sowie auf Aufhebung von Wortfolgen in §19 und §22 JN

Spruch

I.römisch eins.
Der Antrag auf Fristverlängerung wird zurückgewiesen.
II.römisch zwei.
Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Die Antragstellerin ist Partei des Verfahrens vor dem Bezirksgericht Seekirchen am Wallersee welches gemäß den Angaben der Antragstellerin in erster Instanz über den Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung am 14. August 2023 entschieden hat. Die Zustellung des Beschlusses erfolgte am 17. August 2023.

2. Aus Anlass eines Rekurses gegen den Beschluss vom 14. August 2023 stellt die Antragstellerin den vorliegenden auf Art140 Abs1 Z1 litd B-VG gestützten Antrag auf Aufhebung näher bezeichneter Wortfolgen in §19 Abs2 JN und §22 Abs2 JN wegen Verfassungswidrigkeit.

3. Mit Verfügung vom 4. September 2023 – zugestellt am 7. September 2023 – forderte der Verfassungsgerichtshof die Antragstellerin gemäß §18 VfGG unter Hinweis auf die Säumnisfolgen auf, den (Partei-)Antrag innerhalb einer Woche elektronisch einzubringen. Außerdem forderte der Verfassungsgerichtshof die Antragstellerin auf, die Entscheidung des Bezirksgerichtes Seekirchen am Wallersee dem Antrag in Form einer Ausfertigung, Abschrift oder Kopie anzuschließen. Ferner wurde die Antragstellerin darauf aufmerksam gemacht, dass eine Abschrift oder Kopie des gegen die Entscheidung des ordentlichen Gerichtes erhobenen Rechtsmittels, das dem Antrag ebenfalls beizuschließen ist, fehlt und nachzureichen ist.

4. Mit dem Schreiben vom 13. September 2023 beantragte die Antragstellerin, die mit der Verfügung vom 4. September 2023 gesetzte Frist von einer Woche zu verlängern. Begründend brachte diese vor, dass die Kanzlei krankheitsbedingt unbesetzt sei. Aus diesem Grund sei die Antragstellerin verhindert, dem Verbesserungsauftrag ordnungsgemäß binnen einer Woche nachzukommen.

5. Die Mängelbehebungsfrist ist der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes zufolge nicht erstreckbar, wenn für die Erbringung eines verfahrenseinleitenden Antrages eine Frist einzuhalten war (VfSlg 13.858/1994). Der Antrag auf Fristverlängerung ist gemäß §85 Abs2 ZPO iVm §35 VfGG nicht zulässig und aus diesem Grund zurückzuweisen (vgl VfGH 15.3.2023, G292/2022). 5. Die Mängelbehebungsfrist ist der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes zufolge nicht erstreckbar, wenn für die Erbringung eines verfahrenseinleitenden Antrages eine Frist einzuhalten war (VfSlg 13.858 aus 1994,). Der Antrag auf Fristverlängerung ist gemäß §85 Abs2 ZPO in Verbindung mit §35 VfGG nicht zulässig und aus diesem Grund zurückzuweisen vergleiche VfGH 15.3.2023, G292/2022).

6. Da die mit der Verfügung vom 4. September 2023 gesetzte Frist ungenützt verstrichen ist, ist der (Partei-)Antrag wegen Nichterfüllung des Mängelbehebungsauftrages gemäß §19 Abs3 Z2 litc VfGG in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, VfGH / Fristen, VfGH / Mängelbehebung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:G411.2023

Zuletzt aktualisiert am

29.11.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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