TE Vwgh Beschluss 2011/4/28 2011/11/0065

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Veröffentlicht am 28.04.2011
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
90/02 Kraftfahrgesetz;

Norm

B-VG Art131 Abs1 Z1;
KFG 1967 §47 Abs2a;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. KFG 1967 § 47 heute
  2. KFG 1967 § 47 gültig ab 30.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2026
  3. KFG 1967 § 47 gültig von 24.04.2026 bis 29.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. KFG 1967 § 47 gültig von 06.11.2023 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2023
  5. KFG 1967 § 47 gültig von 16.12.2020 bis 05.11.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  6. KFG 1967 § 47 gültig von 01.10.2020 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2020
  7. KFG 1967 § 47 gültig von 01.08.2019 bis 30.09.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2019
  8. KFG 1967 § 47 gültig von 07.03.2019 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2019
  9. KFG 1967 § 47 gültig von 25.05.2018 bis 06.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2018
  10. KFG 1967 § 47 gültig von 01.04.2017 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  11. KFG 1967 § 47 gültig von 01.01.2017 bis 31.03.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  12. KFG 1967 § 47 gültig von 09.06.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  13. KFG 1967 § 47 gültig von 01.09.2012 bis 08.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  14. KFG 1967 § 47 gültig von 31.12.2010 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2010
  15. KFG 1967 § 47 gültig von 01.08.2007 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2007
  16. KFG 1967 § 47 gültig von 01.07.2007 bis 31.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2005
  17. KFG 1967 § 47 gültig von 01.07.2005 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2004
  18. KFG 1967 § 47 gültig von 13.08.2003 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2003
  19. KFG 1967 § 47 gültig von 19.01.2003 bis 12.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  20. KFG 1967 § 47 gültig von 19.01.2003 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  21. KFG 1967 § 47 gültig von 19.01.2003 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 11/2002
  22. KFG 1967 § 47 gültig von 14.08.2002 bis 18.01.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  23. KFG 1967 § 47 gültig von 25.05.2002 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  24. KFG 1967 § 47 gültig von 01.03.1998 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  25. KFG 1967 § 47 gültig von 20.08.1997 bis 28.02.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  26. KFG 1967 § 47 gültig von 16.07.1988 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1988
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Gall und die Hofräte Dr. Schick und Dr. Grünstäudl als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Trefil, in der Beschwerdesache des G S in G, vertreten durch Dr. Peter Schaden und Mag. Werner Thurner, Rechtsanwälte in 8010 Graz, Sporgasse 2, gegen den Bescheid des Landeshauptmanns von Oberösterreich vom 9. Februar 2011, Zl. Verk-395.037/1-2011- Vie/Eis, betreffend Auskunft aus der Zulassungsevidenz, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Aus der vorliegenden Beschwerde, den damit vorgelegten Unterlagen und aus dem von der belangten Behörde zur Einsicht vorgelegten Verwaltungsakt ist zu entnehmen, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers folgendes Schreiben vom 24. November 2010 an die Bundespolizeidirektion Linz gerichtet hat (Anonymisierung durch den Verwaltungsgerichtshof):

"Ich ersuche um Auskunft, für wen der PKW mit dem Kennzeichen L-…. zum Verkehr zugelassen ist und bei welcher Versicherungsanstalt für dieses Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung besteht.

Grund der Anfrage: Einbringung einer Unterlassungsklage (Stampiglie und Unterschrift des Rechtsvertreters)"

Der Name des Beschwerdeführers scheint auf diesem Ansuchen nicht auf.

Die an den Rechtsvertreter wiederholt gerichteten Aufforderungen der Erstbehörde, das rechtliche Interesse an der begehrten Bekanntgabe im Sinne des § 47 Abs. 2a KFG 1967 glaubhaft zu machen und zu diesem Zweck jene Person bekannt zu geben, der das behauptete rechtliche Interesse zukomme, beantwortete der Rechtsvertreter dahin, dass das in seiner Anfrage genannte Kraftfahrzeug auf dem Privatparkplatz "meiner Mandantschaft" abgestellt und er daher beauftragt worden sei, gegen das widerrechtliche Parken mit Besitzstörungs- und Unterlassungsklage vorzugehen. § 47 Abs. 2a KFG 1967 verlange seines Erachtens nicht, dass er als beruflicher Parteienvertreter den Namen seines Mandanten bzw. den Zeitpunkt und Ort des Vorfalls mitteilen müsse.Die an den Rechtsvertreter wiederholt gerichteten Aufforderungen der Erstbehörde, das rechtliche Interesse an der begehrten Bekanntgabe im Sinne des Paragraph 47, Absatz 2 a, KFG 1967 glaubhaft zu machen und zu diesem Zweck jene Person bekannt zu geben, der das behauptete rechtliche Interesse zukomme, beantwortete der Rechtsvertreter dahin, dass das in seiner Anfrage genannte Kraftfahrzeug auf dem Privatparkplatz "meiner Mandantschaft" abgestellt und er daher beauftragt worden sei, gegen das widerrechtliche Parken mit Besitzstörungs- und Unterlassungsklage vorzugehen. Paragraph 47, Absatz 2 a, KFG 1967 verlange seines Erachtens nicht, dass er als beruflicher Parteienvertreter den Namen seines Mandanten bzw. den Zeitpunkt und Ort des Vorfalls mitteilen müsse.

Mit - an den Rechtsvertreter adressiertem - Bescheid der Bundespolizeidirektion Linz vom 3. Jänner 2011 wurde der genannte Antrag, der als Antrag des Rechtsvertreters gewertet wurde, abgewiesen.

Dagegen erhob der Rechtsvertreter des nunmehrigen Beschwerdeführers Berufung, auch in dieser ist der Beschwerdeführer nicht namentlich angeführt.

Mit dem angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde die genannte Berufung ab. Dieser Bescheid war ausschließlich an den Rechtsvertreter (und nicht an den Beschwerdeführer) adressiert und wurde dem Rechtsvertreter am 25. Februar 2011 zugestellt.

Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer die vorliegende Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, der Beschwerdeführer erachtet sich in "seinem ihm gemäß § 47 Abs. 2a KFG 1967 gesetzlich zustehenden Recht auf Auskunft aus der Zulassungsevidenz" verletzt.Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer die vorliegende Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, der Beschwerdeführer erachtet sich in "seinem ihm gemäß Paragraph 47, Absatz 2 a, KFG 1967 gesetzlich zustehenden Recht auf Auskunft aus der Zulassungsevidenz" verletzt.

Im vorliegenden Fall ist aus nachstehenden Gründen nicht weiter darauf einzugehen, ob das Interesse an der Kenntnis, wer ein Kraftfahrzeug (als Lenker) auf einem Privatgrund abgestellt hat, ein ausreichendes rechtliches Interesse im Sinne des § 47 Abs. 2a KFG 1967 darstellt (vgl. dazu jedoch das hg. Erkenntnis vom 21. September 2010, Zl. 2007/11/0134).Im vorliegenden Fall ist aus nachstehenden Gründen nicht weiter darauf einzugehen, ob das Interesse an der Kenntnis, wer ein Kraftfahrzeug (als Lenker) auf einem Privatgrund abgestellt hat, ein ausreichendes rechtliches Interesse im Sinne des Paragraph 47, Absatz 2 a, KFG 1967 darstellt vergleiche , dazu jedoch das hg. Erkenntnis vom 21. September 2010, Zl. 2007/11/0134).

Gemäß Art. 131 Abs. 1 Z 1 B-VG kann gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit Beschwerde erheben, wer durch den Bescheid in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet, und zwar nach Erschöpfung des Instanzenzuges. Beschwerden sind nach § 34 Abs. 1 VwGG wegen Mangels der Beschwerdeberechtigung zurückzuweisen, wenn der Verwaltungsgerichtshof zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Bescheid - unabhängig von der Frage seiner Gesetzmäßigkeit - in einem Recht nicht verletzt sein kann.Gemäß Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG kann gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit Beschwerde erheben, wer durch den Bescheid in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet, und zwar nach Erschöpfung des Instanzenzuges. Beschwerden sind nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGG wegen Mangels der Beschwerdeberechtigung zurückzuweisen, wenn der Verwaltungsgerichtshof zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Bescheid - unabhängig von der Frage seiner Gesetzmäßigkeit - in einem Recht nicht verletzt sein kann.

Der hier angefochtene Bescheid wurde ausschließlich gegenüber dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, nicht aber gegenüber dem Beschwerdeführer selbst erlassen (der Beschwerdeführer war nach der Aktenlage am Verwaltungsverfahren nicht beteiligt). Da somit eine Verletzung subjektiver Rechte des Beschwerdeführers durch den angefochtenen Bescheid nicht möglich ist, fehlt ihm die Beschwerdelegitimation (vgl. dazu etwa den Beschluss vom 23. Februar 2011, Zl. 2008/11/0165).Der hier angefochtene Bescheid wurde ausschließlich gegenüber dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, nicht aber gegenüber dem Beschwerdeführer selbst erlassen (der Beschwerdeführer war nach der Aktenlage am Verwaltungsverfahren nicht beteiligt). Da somit eine Verletzung subjektiver Rechte des Beschwerdeführers durch den angefochtenen Bescheid nicht möglich ist, fehlt ihm die Beschwerdelegitimation vergleiche , dazu etwa den Beschluss vom 23. Februar 2011, Zl. 2008/11/0165).

Die Beschwerde war daher gemäß § 34 Abs. 1 VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.Die Beschwerde war daher gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Wien, am 28. April 2011

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Parteienrechte und Beschwerdelegitimation Verwaltungsverfahren Mangelnde Rechtsverletzung Beschwerdelegitimation verneint keineBESCHWERDELEGITIMATION

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2011110065.X00

Im RIS seit

13.07.2011

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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