§ 88 Bgld. JagdG 2004 Sonderbestimmungen zum Schutz von Weinbaukulturen

Bgld. Jagdgesetz 2004

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Aktuelle Fassung

In Kraft vom 16.04.2008 bis 31.12.9999

(1) Zum Schutz vonZur Abwehr erheblicher Schäden in Weinbaukulturen (Abshat die Landesregierung, sofern die Maßnahmen nach § 6 Bgld. 2) istPflanzenschutzgesetz 2003, LGBl. Nr. 47/2004, in der Zeit vom 15. Juli bis 30. Novembergeltenden Fassung, und den dazu ergangenen Verordnungen nicht die Bekämpfungerwünschten Ergebnisse erzielen, abweichend von § 16 Abs. 1 lit. b Burgenländisches Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz - NG 1990, LGBl. Nr. 27/1991, in der geltenden Fassung, nach Einholung eines Fachgutachtens aus dem Fachgebiet Naturschutz den selektiven Abschuss von Staren zulässigzu Vergrämungszwecken in gefährdeten Gemeinden mit Verordnung, deren Geltungsdauer auf zwei Jahre zu beschränken ist, zuzulassen.

(2) Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ist mit Verordnung der Landesregierung festzustellen, wenn ein massenhaftes Auftreten von Staren im Bereich von Weinbaufluren (Weinbaugesetz 2001, LGBl. Nr. 61/2002)hat zu erwarten ist.enthalten:

1.

die gefährdeten Gemeinden,

2.

das Verbot des Abschusses während der Brut- und Aufzuchtzeit und

3.

die Einschränkung des Abschusses

a)

auf einen Zeitraum frühestens ab dem 15. Juli, längstens bis 31. Oktober und der weiteren zeitlichen Einschränkung von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung,

b)

nur auf den unmittelbaren Bereich der Weinbaufluren (Weinbaugesetz 2001, LGBl. Nr. 61/2002, in der jeweils geltenden Fassung) in diesen Gemeinden,

c)

nur mit Jagdwaffen, wobei insbesondere Sprengstoffe und halbautomatische oder automatische Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann, nicht verwendet werden dürfen und

d)

selektiv nur auf so viele Stare, als dies zum wirksamen Fernhalten eines Stareschwarmes von den Weinbaukulturen erforderlich ist.

(3) Die Gemeinden können zum Schutz von Weinbaukulturenin einer Verordnung gemäß Abs. 2 festgelegten Gemeinden können mit der Vornahme der Maßnahmen

1.

die Jagdausübungsberechtigten (§ 2 Abs. 2 Z 1 und Abs. 3);

2.

die Jagdschutzorgane (§ 74);

3.

mit Zustimmung der Jagdausübungsberechtigten die Feldschutzorgane (§ 7 Feldschutzgesetz, LGBl. Nr. 15/1989, in der geltenden Fassung) mit der Vornahme der Maßnahme beauftragen., wenn sie über die erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis verfügen,

beauftragen. Die Beauftragung hat auch die Verpflichtung zur Führung von Aufzeichnungen über die getätigten Abschüsse zu enthalten.

(4) Die Bekämpfung istBeauftragung darf nur im unmittelbarenunter folgenden Voraussetzungen erfolgen:

1.

der Reifegrad der Weintrauben hat einen für den Star nutzbaren Status erreicht und

2.

andere Maßnahmen, die nach § 6 Bgld. Pflanzenschutzgesetz 2003 und den dazu ergangenen Verordnungen angeordnet wurden, zeitigen keine ausreichende Wirkung, um erhebliche Schäden an den Weinbaukulturen abzuwenden.

(5) Die gemäß Abs. 3 beauftragten Personen haben der Gemeinde jeweils bis 15. November des laufenden Jahres die Abschusszahlen zu melden.

(6) Die Gemeinde hat eine Zusammenfassung der in ihrem Bereich von Weinbaufluren gestattetden beauftragten Personen erstatteten Meldungen in eine Liste, die das Meldedatum, den Meldezeitraum, die Anzahl der gemeldeten Abschüsse und die Namen der Meldeverpflichteten enthält, einzutragen und diese Zusammenfassung der Landesregierung bis 31. Dezember des laufenden Jahres zu übermitteln.

Stand vor dem 15.04.2008

In Kraft vom 01.02.2005 bis 15.04.2008

(1) Zum Schutz vonZur Abwehr erheblicher Schäden in Weinbaukulturen (Abshat die Landesregierung, sofern die Maßnahmen nach § 6 Bgld. 2) istPflanzenschutzgesetz 2003, LGBl. Nr. 47/2004, in der Zeit vom 15. Juli bis 30. Novembergeltenden Fassung, und den dazu ergangenen Verordnungen nicht die Bekämpfungerwünschten Ergebnisse erzielen, abweichend von § 16 Abs. 1 lit. b Burgenländisches Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz - NG 1990, LGBl. Nr. 27/1991, in der geltenden Fassung, nach Einholung eines Fachgutachtens aus dem Fachgebiet Naturschutz den selektiven Abschuss von Staren zulässigzu Vergrämungszwecken in gefährdeten Gemeinden mit Verordnung, deren Geltungsdauer auf zwei Jahre zu beschränken ist, zuzulassen.

(2) Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ist mit Verordnung der Landesregierung festzustellen, wenn ein massenhaftes Auftreten von Staren im Bereich von Weinbaufluren (Weinbaugesetz 2001, LGBl. Nr. 61/2002)hat zu erwarten ist.enthalten:

1.

die gefährdeten Gemeinden,

2.

das Verbot des Abschusses während der Brut- und Aufzuchtzeit und

3.

die Einschränkung des Abschusses

a)

auf einen Zeitraum frühestens ab dem 15. Juli, längstens bis 31. Oktober und der weiteren zeitlichen Einschränkung von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung,

b)

nur auf den unmittelbaren Bereich der Weinbaufluren (Weinbaugesetz 2001, LGBl. Nr. 61/2002, in der jeweils geltenden Fassung) in diesen Gemeinden,

c)

nur mit Jagdwaffen, wobei insbesondere Sprengstoffe und halbautomatische oder automatische Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann, nicht verwendet werden dürfen und

d)

selektiv nur auf so viele Stare, als dies zum wirksamen Fernhalten eines Stareschwarmes von den Weinbaukulturen erforderlich ist.

(3) Die Gemeinden können zum Schutz von Weinbaukulturenin einer Verordnung gemäß Abs. 2 festgelegten Gemeinden können mit der Vornahme der Maßnahmen

1.

die Jagdausübungsberechtigten (§ 2 Abs. 2 Z 1 und Abs. 3);

2.

die Jagdschutzorgane (§ 74);

3.

mit Zustimmung der Jagdausübungsberechtigten die Feldschutzorgane (§ 7 Feldschutzgesetz, LGBl. Nr. 15/1989, in der geltenden Fassung) mit der Vornahme der Maßnahme beauftragen., wenn sie über die erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis verfügen,

beauftragen. Die Beauftragung hat auch die Verpflichtung zur Führung von Aufzeichnungen über die getätigten Abschüsse zu enthalten.

(4) Die Bekämpfung istBeauftragung darf nur im unmittelbarenunter folgenden Voraussetzungen erfolgen:

1.

der Reifegrad der Weintrauben hat einen für den Star nutzbaren Status erreicht und

2.

andere Maßnahmen, die nach § 6 Bgld. Pflanzenschutzgesetz 2003 und den dazu ergangenen Verordnungen angeordnet wurden, zeitigen keine ausreichende Wirkung, um erhebliche Schäden an den Weinbaukulturen abzuwenden.

(5) Die gemäß Abs. 3 beauftragten Personen haben der Gemeinde jeweils bis 15. November des laufenden Jahres die Abschusszahlen zu melden.

(6) Die Gemeinde hat eine Zusammenfassung der in ihrem Bereich von Weinbaufluren gestattetden beauftragten Personen erstatteten Meldungen in eine Liste, die das Meldedatum, den Meldezeitraum, die Anzahl der gemeldeten Abschüsse und die Namen der Meldeverpflichteten enthält, einzutragen und diese Zusammenfassung der Landesregierung bis 31. Dezember des laufenden Jahres zu übermitteln.

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