Gesamte Rechtsvorschrift T-COVID-19 M

COVID-19-Maßnahmen, besondere Vorschriften zur Durchführung der Schuljahre 2019/20 und 2020/21 an den land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen

T-COVID-19 M
beobachten
merken
Stand der Gesetzesgebung: 08.05.2021
Verordnung der Landesregierung vom 21. April 2020, mit der besondere Vorschriften zur Durchführung der Schuljahre 2019/20 und 2020/21 an den land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen aufgrund der COVID-19-Maßnahmen getroffen werden

StF: LGBl. Nr. 54/2020

§ 1 T-COVID-19 M


(1) Diese Verordnung hat zum Ziel, an den land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen einen ordentlichen Schulbetrieb sowie insbesondere den Abschluss der Schuljahre 2019/20 und 2020/2021 trotz der notwendigen Verkehrsbeschränkungen infolge der COVID-19-Sonderregelungen zu gewährleisten.

(2) Soweit im Folgenden nichts anderes bestimmt wird, gelten die allgemeinen Bestimmungen des Tiroler Landwirtschaftlichen Schulgesetzes 2012, der Tiroler Landwirtschaftlichen Lehrplanverordnung 2005, der Tiroler Landwirtschaftlichen Abschlussprüfungs-Verordnung und der Leistungsbeurteilungsverordnung.

§ 2 T-COVID-19_M


(1) Abweichend von den §§ 70 Abs. 1 und 2 sowie 94 Abs. 1 und 2 Tiroler Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012 sowie § 11 Abs. 1 und 3 Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung kann der Schulleiter abweichende Termine und Fristen festlegen, sofern dies aus organisatorischen Gründen zum Abschluss des Schuljahres erforderlich ist.

(2) Außer in den Fällen des Abs. 1 kann von den Terminen und Fristen nach dem § 81 Abs. 6 Tiroler Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012, den §§ 5 Abs. 3, 7 Abs. 2 und 11 Abs. 4 Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung sowie den §§ 7 Abs. 5 und 6 und 8 Abs. 2 Leistungsbeurteilungsverordnung abgewichen werden, sofern dies aus organisatorischen Gründen zum Abschluss des Schuljahres erforderlich ist.

(3) Bei der Festlegung abweichender Termine und Fristen nach den Abs. 1 und 2 ist auf die Bedürfnisse der Schüler, insbesondere auf die Ermöglichung ausreichender Vorbereitungszeit, möglichst Bedacht zu nehmen.

§ 3 T-COVID-19_M


(1) Der Einsatz von elektronischer Kommunikation ist für Unterricht sowie – abweichend von § 80 Abs. 1 Tiroler Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012 – für Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung zulässig.

(2) Der Einsatz elektronischer Kommunikation in der Interaktion zwischen Lehrer und Schüler sowie in der Erbringung selbstständiger Aufgaben durch Schüler gilt als Unterricht.

(3) Abweichend von den Lehrplänen und gemeinsamen Lehrplanbestimmungen des § 1 Landwirtschaftliche Lehrplanverordnung 2005 kann die Leistungsbeurteilung anstelle von vorgesehenen Schularbeiten auch durch geeignete andere Instrumente, insbesondere auch im Weg der elektronischen Kommunikation, erfolgen.

§ 4 T-COVID-19_M


Die Schulleiter werden ermächtigt,

a)

in Abstimmung mit den die einzelnen Unterrichtsgegenstände unterrichtenden Lehrern von der Aufteilung der Bildungs- und Lehraufgaben und des Lehrstoffes auf die einzelnen Schulstufen in den Lehrplänen abzuweichen,

b)

den Unterricht, abweichend von der Stundentafel, in bestimmten Unterrichtsgegenständen teilweise oder zur Gänze auf Teile des Unterrichtsjahres zusammenzuziehen,

c)

anstelle von Pflichtgegenständen verbindliche Übungen vorzusehen, wenn keine sichere Beurteilung möglich wäre.

§ 5 T-COVID-19 M


Abweichend von den §§ 13, 16 und 19 Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung ist die Vorprüfung um die Zeit der notwendigen Maßnahmen während der Prüfung zum Lüften, zur Reinigung und Desinfektion zu verlängern. Die Zeit der Vorprüfung darf auch diesfalls insgesamt nicht mehr als sechs Stunden betragen.

§ 6 T-COVID-19 M


(1) Abweichend von § 95 Abs. 1 lit. a Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012 und den §§ 2 Abs. 1 lit. a, 10 Abs. 6, 15 lit. a, 18 lit. a und 21 lit. a Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung hat bei der Durchführung der abschließenden Arbeit die Präsentation und Diskussion grundsätzlich zu unterbleiben. Diesfalls erfolgt die Beurteilung der abschließenden Arbeit aufgrund der schriftlichen Arbeit.

(2) Die Präsentation und Diskussion hat nur aufgrund eines diesbezüglichen Antrags des Schülers, der bis spätestens eine Woche vor dem Ende des Unterrichtsjahres einzubringen ist, zu erfolgen. Die Präsentation und Diskussion kann auch mittels elektronischer Kommunikation stattfinden.

(3) Die Regelungen betreffend den Abschluss des Qualifizierungslehrganges für Assistenzkräfte in Kinderbetreuungseinrichtungen nach § 7 der Verordnung über den Qualifizierungslehrgang für Assistenzkräfte in Kinderbetreuungseinrichtungen sowie über die Ausstellung des Ausbildungsnachweises, LGBl. Nr. 136/2017, bleiben von den Bestimmungen nach Abs. 1 und 2 unberührt.

§ 7 T-COVID-19 M


(1) Abweichend von den §§ 11 Abs. 2, 14 Abs. 1, 17 Abs. 1 und 20 Abs. 1 Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung ist die Klausurprüfung um die Zeit der notwendigen Maßnahmen während der Prüfung zum Lüften, zur Reinigung und Desinfektion zu verlängern. Die Zeit der Klausurprüfung darf auch diesfalls bei der schriftlichen Klausurarbeit insgesamt nicht mehr als vier Stunden sowie bei der praktischen Klausurarbeit insgesamt nicht mehr als sechs Stunden betragen.

(2) Bei der Beurteilung eines Prüfungsgebietes sind die Leistungen der letzten Schulstufe, in welcher der entsprechende Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, zu berücksichtigen. Die Leistungen im Rahmen der Klausurprüfung und die Leistungen der letzten Schulstufe, in der der Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, sind gleichwertig. Ergibt sich dabei keine eindeutige Beurteilungsstufe, so ist den Leistungen im Rahmen der Klausurprüfung das größere Gewicht zuzumessen. Die Berücksichtigung der Leistungen der letzten Schulstufe hat jedoch nur zu erfolgen, wenn der Schüler die in der Klausurarbeit gestellten Aufgaben überwiegend erfüllt hat.

(3) Ist die Durchführung der praktischen Klausurarbeit aufgrund der epidemiologischen Situation im gesamten Landesgebiet oder in bestimmten Regionen nicht möglich, kann die Schulbehörde abweichend von § 95 Abs. 1 lit. b Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012 und den §§ 2 Abs. 1 lit. b, 9 Abs. 2, 14 Abs. 1 lit. c, 17 Abs. 1 lit. c und 20 Abs. 1 lit. c Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung das Entfallen der praktischen Klausurarbeit für alle oder einzelne land- und forstwirtschaftliche Fachschulen anordnen. Diesfalls ist für die Beurteilung der praktischen Klausurprüfung die Jahresnote im betreffenden Unterrichtsgegenstand in der letzten Schulstufe, in der der Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, heranzuziehen.

§ 8 T-COVID-19 M


(1) Bei der Beurteilung eines Prüfungsgebietes sind die Leistungen der letzten Schulstufe, in welcher der entsprechende Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, zu berücksichtigen. Die Leistungen im Rahmen der mündlichen Prüfung und die Leistungen der letzten Schulstufe, in der der Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, sind gleichwertig. Ergibt sich dabei keine eindeutige Beurteilungsstufe, so ist den Leistungen im Rahmen der mündlichen Prüfung das größere Gewicht zuzumessen. Die Berücksichtigung der Leistungen der letzten Schulstufe hat jedoch nur zu erfolgen, wenn der Schüler die in der mündlichen Prüfung gestellten Aufgaben überwiegend erfüllt hat.

(2) Ist die Durchführung der mündlichen Prüfung aufgrund der epidemiologischen Situation im gesamten Landesgebiet oder in bestimmten Regionen nicht möglich, kann die Schulbehörde abweichend von § 95 Abs. 1 lit. c Landwirtschaftliches Schulgesetz 2012 und den §§ 2 Abs. 1 lit. c, 10, 15 lit. b, 18 lit. b und 21 lit. b Tiroler Landwirtschaftliche Abschlussprüfungs-Verordnung das Entfallen der mündlichen Prüfung für alle oder einzelne land- und forstwirtschaftliche Fachschulen anordnen. Diesfalls ist für die Beurteilung der mündlichen Prüfung die Jahresnote im betreffenden Unterrichtsgegenstand in der letzten Schulstufe, in der der Unterrichtsgegenstand unterrichtet wurde, heranzuziehen.

§ 9 T-COVID-19 M


(1) Diese Verordnung tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft, sofern in Abs. 2 nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die §§ 2, 3 und 4 treten mit 15. März 2020 in Kraft.

(3) Diese Verordnung tritt mit dem Ende des Schuljahres 2020/21, sohin am 13. September 2021, außer Kraft.

(4) Ungeachtet des Abs. 3 sind auch für den Nebentermin die Bestimmungen dieser Verordnung anzuwenden.

COVID-19-Maßnahmen, besondere Vorschriften zur Durchführung der Schuljahre 2019/20 und 2020/21 an den land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen (T-COVID-19 M) Fundstelle


Art / Paragraf

Gegenstand / Bezeichnung

1. Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Ziel, Geltung

§ 2

Termine und Fristen

§ 3

Distance Learning, Leistungsbeurteilung

§ 4

Ermächtigung der Schulleiter

2. Abschnitt
Besondere Bestimmungen für die Durchführung der Abschlussprüfungen im Schuljahr 2019/20

§ 5

Vorprüfung

§ 6

Abschließende Arbeit

§ 7

Klausurprüfung

§ 8

Mündliche Prüfung

3. Abschnitt
Schlussbestimmungen

§ 9

Inkrafttreten

Aufgrund der §§ 64 Abs. 1, 80 Abs. 8, 88 Abs. 5, 95 Abs. 1 und 129a des Tiroler Landwirtschaftlichen Schulgesetzes 2012, LGBl. Nr. 88/2012, in der Fassung des Gesetzes LGBl. Nr. 51/2020, wird verordnet:

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten