Entscheidungen zu § 43a Abs. 4 StGB

Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG)

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Entscheidungen 1-6 von 6

RS OGH 1996/3/28 15Os26/96

Rechtssatz: Fehlendes Geständnis und mangelnde Schuldeinsicht allein stehen nicht schlechthin der Anwendung des § 43 a Abs 4 StGB entgegen. Entscheidungstexte 15 Os 26/96 Entscheidungstext OGH 28.03.1996 15 Os 26/96 European Case Law Identifier (ECLI) ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0091916 Dokumentnummer JJR_19960328_OGH0002_0150OS00026_9600... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 28.03.1996

TE OGH 1996/3/28 15Os26/96

Gründe:   Ernst W***** wurde der Verbrechen des Beischlafs mit Unmündigen nach § 206 Abs 1 StGB (1) und der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 StGB (2) sowie der Vergehen der Blutschande nach § 211 Abs 2 StGB (3) und des Mißbrauchs eines Autoritätsverhältnisses nach § 212 Abs 1 StGB (4) schuldig erkannt, weil er im Frühjahr 1994 in Wien als (leiblicher) Vater der am 15.Juli 1988 (außerehelich) geborenen, sohin unmündigen Tamara P*****   (zu 1) mit der Genannten den außereheli... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 28.03.1996

RS OGH 1994/11/9 13Os149/94

Rechtssatz: Eine Tatwiederholung während des anhängigen Strafverfahrens spricht gegen die in § 43 a Abs 4 StGB vorausgesetzte hohe Wahrscheinlichkeit künftigen Wohlverhaltens. Entscheidungstexte 13 Os 149/94 Entscheidungstext OGH 09.11.1994 13 Os 149/94 European Case Law Identifier (ECLI) ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0092052 Dokumentnummer J... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 09.11.1994

RS OGH 1994/6/28 11Os56/94, 11Os114/95, 15Os26/90, 17Os30/14m, 14Os33/17k

Rechtssatz: Die Anwendung des § 43 a Abs 4 StGB ist auf extreme Ausnahmefälle beschränkt. Entscheidungstexte 11 Os 56/94 Entscheidungstext OGH 28.06.1994 11 Os 56/94 11 Os 114/95 Entscheidungstext OGH 17.10.1995 11 Os 114/95 Vgl auch 15 Os 26/90 Entscheidungstext OGH 28.03.1996 15 Os 26/90 Vgl auch ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 28.06.1994

RS OGH 1993/3/30 14Os7/93, 15Os130/93, 15Os107/93 (15Os108/93), 11Os179/94, 11Os114/95

Rechtssatz: Die in § 43 a Abs 4 StGB geforderte hohe Wahrscheinlichkeit künftigen Wohlverhaltens setzt ein eindeutiges und beträchtliches Überwiegen jener Umstände voraus, die auf Seite des Täters dafür sprechen, daß es sich im Hinblick auf sein bisheriges Vorleben, seine Persönlichkeit und sein soziales Verhalten um eine nach menschlichem Ermessen einmalige Verfehlung gehandelt hat, wie dies etwa auf Straftaten aus Konfliktssituationen und Krisensituationen zutreffen kann. ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 30.03.1993

RS OGH 1992/8/20 15Os56/92, 15Os113/92, 14Os7/93, 15Os130/93, 11Os166/94, 11Os114/95

Rechtssatz: Die Anwendung des § 43 a Abs 4 StGB setzt eine hohe Wahrscheinlichkeit (und nicht bloß eine begründete Aussicht) künftigen Wohlverhaltens voraus. Entscheidungstexte 15 Os 56/92 Entscheidungstext OGH 20.08.1992 15 Os 56/92 15 Os 113/92 Entscheidungstext OGH 15.10.1992 15 Os 113/92 14 Os 7/93 ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 20.08.1992

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