RS Vwgh 2026/4/22 Ro 2025/07/0002

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.04.2026
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Index

21/07 Sonstiges Handelsrecht
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §8
AWG 2002 §27 Abs1
BAO §19 Abs1
GewO 1994 §11 Abs4
SpaltG 1996 §1 Abs2
SpaltG 1996 §14 Abs2 Z1
  1. BAO § 19 heute
  2. BAO § 19 gültig ab 19.04.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. GewO 1994 § 11 heute
  2. GewO 1994 § 11 gültig ab 27.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  3. GewO 1994 § 11 gültig von 01.01.2007 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2006
  4. GewO 1994 § 11 gültig von 02.12.2006 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2006
  5. GewO 1994 § 11 gültig von 01.08.2002 bis 01.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  6. GewO 1994 § 11 gültig von 01.07.1996 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1997
  7. GewO 1994 § 11 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1996

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ro 2025/07/0003

Rechtssatz

Soweit das jeweilige Materiengesetz keine ausdrückliche Regelung enthält (§ 11 Abs. 4 GewO 1994, § 19 Abs. 1 BAO, § 27 Abs. 1 AWG 2002), ist im Fall einer gesellschaftsrechtlichen Gesamtrechtsnachfolge der Übergang sowohl von persönlichen - also nicht dinglichen - öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen (VwGH 22.3.2012, 2011/07/0221), Rechtsverhältnissen (VwGH 29.3.2006, 2003/04/0192) und Rechten bzw. Bewilligungen (VwGH 26.5.1998, 97/07/0168) im Allgemeinen anzunehmen, ohne dass dies einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedarf (VwGH 8.9.2021, Ra 2019/04/0079; VwGH 24.3.2022, Ra 2021/05/0154). Etwas anderes muss selbstverständlich dann gelten, wenn gesetzlich ausdrücklich anderes angeordnet wird (VwGH 28.2.2000, 95/17/0138), sowie im Weiteren auch dann, wenn sich aus der Auslegung des jeweiligen Materiengesetzes ergibt, dass die Verpflichtung, das Recht bzw. die erteilte Bewilligung in solcher Weise untrennbar mit der Person - insbesondere auch der juristischen Person - verbunden ist, der sie verliehen wurde, dass dies (auch) einer gesellschaftsrechtlichen Universalsukzession entgegensteht; das Recht bzw. die erteilte Bewilligung somit in diesem Sinn "höchstpersönlich" ist (VwGH 28.4.2005, 2004/07/0196; VwGH 24.03.2022, Ra 2021/05/0154; VwGH 28.6.2011, 2009/11/0082). Auch öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, Rechtsverhältnisse, Rechte sowie Bewilligungen werden unter den genannten Voraussetzungen von den den Rechtsübergang regelnden (gesellschaftsrechtlichen) Bestimmungen erfasst, somit insbesondere unter den Begriff der "Vermögensteile (Vermögensgegenstände, Schulden und Rechtsverhältnisse)" nach § 1 Abs. 2 bzw. "Vermögensteile" nach § 14 Abs. 2 Z 1 SpaltG zu subsumieren sind (VwGH 29.3.2006, 2003/04/0192; VwGH 30.9.2004, 2004/16/0164).Soweit das jeweilige Materiengesetz keine ausdrückliche Regelung enthält (Paragraph 11, Absatz 4, GewO 1994, Paragraph 19, Absatz eins, BAO, Paragraph 27, Absatz eins, AWG 2002), ist im Fall einer gesellschaftsrechtlichen Gesamtrechtsnachfolge der Übergang sowohl von persönlichen - also nicht dinglichen - öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen (VwGH 22.3.2012, 2011/07/0221), Rechtsverhältnissen (VwGH 29.3.2006, 2003/04/0192) und Rechten bzw. Bewilligungen (VwGH 26.5.1998, 97/07/0168) im Allgemeinen anzunehmen, ohne dass dies einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedarf (VwGH 8.9.2021, Ra 2019/04/0079; VwGH 24.3.2022, Ra 2021/05/0154). Etwas anderes muss selbstverständlich dann gelten, wenn gesetzlich ausdrücklich anderes angeordnet wird (VwGH 28.2.2000, 95/17/0138), sowie im Weiteren auch dann, wenn sich aus der Auslegung des jeweiligen Materiengesetzes ergibt, dass die Verpflichtung, das Recht bzw. die erteilte Bewilligung in solcher Weise untrennbar mit der Person - insbesondere auch der juristischen Person - verbunden ist, der sie verliehen wurde, dass dies (auch) einer gesellschaftsrechtlichen Universalsukzession entgegensteht; das Recht bzw. die erteilte Bewilligung somit in diesem Sinn "höchstpersönlich" ist (VwGH 28.4.2005, 2004/07/0196; VwGH 24.03.2022, Ra 2021/05/0154; VwGH 28.6.2011, 2009/11/0082). Auch öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, Rechtsverhältnisse, Rechte sowie Bewilligungen werden unter den genannten Voraussetzungen von den den Rechtsübergang regelnden (gesellschaftsrechtlichen) Bestimmungen erfasst, somit insbesondere unter den Begriff der "Vermögensteile (Vermögensgegenstände, Schulden und Rechtsverhältnisse)" nach Paragraph eins, Absatz 2, bzw. "Vermögensteile" nach Paragraph 14, Absatz 2, Ziffer eins, SpaltG zu subsumieren sind (VwGH 29.3.2006, 2003/04/0192; VwGH 30.9.2004, 2004/16/0164).

Schlagworte

Parteibegriff Parteistellung strittige Rechtsnachfolger Zustellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RO2025070002.J16

Im RIS seit

19.05.2026

Zuletzt aktualisiert am

03.06.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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