RS Vwgh 2008/11/25 2005/06/0029

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.11.2008
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Index

24/01 Strafgesetzbuch
25/02 Strafvollzug
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §59 Abs1;
AVG §67c Abs3;
StGB §21 Abs2;
StVG §11;
StVG §11g;
StVG §120 Abs1;
StVG §121 Abs1;
StVG §166 Z1;
  1. AVG § 67c gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67c gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  3. AVG § 67c gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 67c gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. StVG § 11 heute
  2. StVG § 11 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  3. StVG § 11 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 763/1996
  4. StVG § 11 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 424/1974
  1. StVG § 11g gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 190/2013
  1. StVG § 120 heute
  2. StVG § 120 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  3. StVG § 120 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  4. StVG § 120 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 120 gültig von 01.01.1972 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 480/1971
  1. StVG § 121 heute
  2. StVG § 121 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 121 gültig von 01.07.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2015
  4. StVG § 121 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  5. StVG § 121 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  6. StVG § 121 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StVG § 121 gültig von 01.01.2008 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  8. StVG § 121 gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2006
  9. StVG § 121 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  10. StVG § 121 gültig von 01.01.1970 bis 31.12.2001
  1. StVG § 166 heute
  2. StVG § 166 gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  3. StVG § 166 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StVG § 166 gültig von 01.01.1994 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 166 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Im Spruch des angefochtenen Bescheides wurde dem Anstaltsleiter der Justizanstalt "aufgetragen", den nach § 21 Abs. 2 StGB Untergebrachten "entsprechend seinem Zustand" ärztlich zu betreuen. Mit dieser Formulierung hat die Vollzugskammer ihre Befugnis, über Beschwerden gegen "jedes" die Rechte der Strafgefangenen "betreffende Verhalten der Strafvollzugsbediensteten" zu entscheiden, nicht überschritten. Der Spruch des angefochtenen Bescheides ist nämlich so unbestimmt, dass ihm letztlich nicht mehr als die Feststellung entnommen werden kann, dass der Anstaltsleiter die ihm durch § 166 Z. 1 StVG aufgetragene Verpflichtung verletzt habe. Die Verpflichtung des Anstaltsleiters, den dergestalt als rechtswidrig empfundenen Zustand - die Unterlassung einer vom Gesetz gebotenen medizinischen Behandlung - zu beenden, ergibt sich aus der in den §§ 11 ff und § 120 StVG verankerten Rechtsschutzfunktion der Vollzugskammer ungeachtet der Tatsache, dass die Anwendung des § 67c Abs. 3 AVG gemäß § 11g StVG ausgenommen ist.Im Spruch des angefochtenen Bescheides wurde dem Anstaltsleiter der Justizanstalt "aufgetragen", den nach Paragraph 21, Absatz 2, StGB Untergebrachten "entsprechend seinem Zustand" ärztlich zu betreuen. Mit dieser Formulierung hat die Vollzugskammer ihre Befugnis, über Beschwerden gegen "jedes" die Rechte der Strafgefangenen "betreffende Verhalten der Strafvollzugsbediensteten" zu entscheiden, nicht überschritten. Der Spruch des angefochtenen Bescheides ist nämlich so unbestimmt, dass ihm letztlich nicht mehr als die Feststellung entnommen werden kann, dass der Anstaltsleiter die ihm durch Paragraph 166, Ziffer eins, StVG aufgetragene Verpflichtung verletzt habe. Die Verpflichtung des Anstaltsleiters, den dergestalt als rechtswidrig empfundenen Zustand - die Unterlassung einer vom Gesetz gebotenen medizinischen Behandlung - zu beenden, ergibt sich aus der in den Paragraphen 11, ff und Paragraph 120, StVG verankerten Rechtsschutzfunktion der Vollzugskammer ungeachtet der Tatsache, dass die Anwendung des Paragraph 67 c, Absatz 3, AVG gemäß Paragraph 11 g, StVG ausgenommen ist.

Schlagworte

Inhalt des Spruches Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2005060029.X02

Im RIS seit

21.01.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2012
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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