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E6JNorm
62006CJ0341 Chronopost und La Poste / UFEX ;Rechtssatz
Bei einem Tribunal im Lichte des Art. 6 MRK wird bereits der äußere Anschein einer Befangenheit als zur Aufhebung des Bescheides führender Verstoß gegen § 7 AVG angesehen (Hinweis E vom 25. März 2010, 2004/04/0104). Dieses nach Art. 6 MRK bestehende Erfordernis der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit kommt im Übrigen bei der gemeinschaftsrechtlich gebotenen vergaberechtlichen Nachprüfung bereits im Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts zum Tragen (vgl. zum Grundsatz des effektiven gerichtlichen Rechtsschutzes auf dem Gebiet des Vergabewesens das Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften (nunmehr Union; EuGH) in den verbundenen Rechtssachen C-145/08 und C- 149/08, Club Hotel Loutraki SA, Randnr. 73; vgl. zu Art. 6 MRK im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren das Urteil des EuGH vom 14. Februar 2008 in der Rechtssache C-450/06, Varec SA, Randnr. 44; vgl. zum Erfordernis der Unparteilichkeit nach Art 6 MRK als Gemeinschaftsgrundrecht ausführlich im Zusammenhang mit dem Telekommunikationsgesetz das hg. E vom 20. Juli 2004, 2003/03/0103, und die daran anschließende Folgejudikatur; zum Unparteilichkeitsgebot im Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrecht das Urteil des EuGH vom 1. Juli 2008 in den verbundenen Rechtssachen C-341/06 P und C-342/06 P, Chronopost SA und La Poste gegen Union francaise de l'express (UFEX) und andere, Slg. 2008, I- 4777, Randnrn. 44ff). Bei einem Tribunal bzw. einer gemeinschaftsrechtlich gebotenen Nachprüfung von Vergabeverfahren erfordert es somit Art. 6 MRK bzw. das Unparteilichkeitsgebot im Anwendungsbereich des Rechts der europäischen Gemeinschaft (nunmehr Union), die Bestimmung des § 7 AVG dahin auszulegen, dass bereits der äußere Anschein eine Befangenheit begründet.Bei einem Tribunal im Lichte des Artikel 6, MRK wird bereits der äußere Anschein einer Befangenheit als zur Aufhebung des Bescheides führender Verstoß gegen Paragraph 7, AVG angesehen (Hinweis E vom 25. März 2010, 2004/04/0104). Dieses nach Artikel 6, MRK bestehende Erfordernis der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit kommt im Übrigen bei der gemeinschaftsrechtlich gebotenen vergaberechtlichen Nachprüfung bereits im Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts zum Tragen vergleiche zum Grundsatz des effektiven gerichtlichen Rechtsschutzes auf dem Gebiet des Vergabewesens das Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften (nunmehr Union; EuGH) in den verbundenen Rechtssachen C-145/08 und C- 149/08, Club Hotel Loutraki SA, Randnr. 73; vergleiche zu Artikel 6, MRK im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren das Urteil des EuGH vom 14. Februar 2008 in der Rechtssache C-450/06, Varec SA, Randnr. 44; vergleiche zum Erfordernis der Unparteilichkeit nach Artikel 6, MRK als Gemeinschaftsgrundrecht ausführlich im Zusammenhang mit dem Telekommunikationsgesetz das hg. E vom 20. Juli 2004, 2003/03/0103, und die daran anschließende Folgejudikatur; zum Unparteilichkeitsgebot im Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrecht das Urteil des EuGH vom 1. Juli 2008 in den verbundenen Rechtssachen C-341/06 P und C-342/06 P, Chronopost SA und La Poste gegen Union francaise de l'express (UFEX) und andere, Slg. 2008, I- 4777, Randnrn. 44ff). Bei einem Tribunal bzw. einer gemeinschaftsrechtlich gebotenen Nachprüfung von Vergabeverfahren erfordert es somit Artikel 6, MRK bzw. das Unparteilichkeitsgebot im Anwendungsbereich des Rechts der europäischen Gemeinschaft (nunmehr Union), die Bestimmung des Paragraph 7, AVG dahin auszulegen, dass bereits der äußere Anschein eine Befangenheit begründet.
Gerichtsentscheidung
EuGH 62008J0145 Club Hotel Loutraki VORABEuropean Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2010:2007040134.X02Im RIS seit
08.11.2010Zuletzt aktualisiert am
09.01.2015