RS Vwgh 2011/5/19 2008/21/0664

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Veröffentlicht am 19.05.2011
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AVG §37;
AVG §45 Abs3;
AVG §58 Abs2 impl;
FrPolG 2005 §11 Abs1;
FrPolG 2005 §21 Abs1 Z3;
FrPolG 2005 §21 Abs1 Z4;
FrPolG 2005 §21 Abs5 Z3;
FrPolG 2005 §21 Abs7 Z5;
VwGG §42 Abs2 Z3 litb;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2008/21/0403 E 19. Mai 2011 RS 2 (Hier: Die belBeh hätte vorhalten müssen, wieso sie konkret die Verpflichtungserklärung des Einladenden als nicht tragfähig ansieht.)

Stammrechtssatz

Aus § 11 Abs. 1 letzter Halbsatz FrPolG 2005 resultiert eine Verpflichtung der Behörde zur Wahrung des Parteiengehörs. Die Behörden müssen den Fremden konkret vorhalten, aus welchen Gründen sie im Einzelnen davon ausgehe, ein Schengener Vertragsstaat habe einen Zurückweisungsgrund mitgeteilt und der Fremde habe im Verfahren zur Erteilung des Visums falsche Angaben gemacht, sodass ihm in seiner Stellungnahme eine darauf Bezug nehmende Erwiderung möglich ist. Die Unterlassung eines solchen Vorhalts, dem vor dem Hintergrund der den österreichischen Vertretungsbehörden eingeräumten Begründungserleichterung besondere Bedeutung zukommt (vgl. E 19. Juni 2008, 2007/21/0229), bewirkt einen Verfahrensfehler.Aus Paragraph 11, Absatz eins, letzter Halbsatz FrPolG 2005 resultiert eine Verpflichtung der Behörde zur Wahrung des Parteiengehörs. Die Behörden müssen den Fremden konkret vorhalten, aus welchen Gründen sie im Einzelnen davon ausgehe, ein Schengener Vertragsstaat habe einen Zurückweisungsgrund mitgeteilt und der Fremde habe im Verfahren zur Erteilung des Visums falsche Angaben gemacht, sodass ihm in seiner Stellungnahme eine darauf Bezug nehmende Erwiderung möglich ist. Die Unterlassung eines solchen Vorhalts, dem vor dem Hintergrund der den österreichischen Vertretungsbehörden eingeräumten Begründungserleichterung besondere Bedeutung zukommt vergleiche E 19. Juni 2008, 2007/21/0229), bewirkt einen Verfahrensfehler.

Schlagworte

Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel Parteiengehör Erhebungen Ermittlungsverfahren Besondere Rechtsgebiete Parteiengehör Verletzung des Parteiengehörs Verfahrensmangel Parteiengehör

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2008210664.X01

Im RIS seit

28.06.2011

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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