RS Vwgh 2012/2/24 2009/02/0205

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.02.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
90/01 Straßenverkehrsordnung

Norm

AVG §67g Abs1;
AVG §67g Abs2 Z2;
StVO 1960 §15 Abs4;
VStG §24;
VStG §51h Abs4;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. StVO 1960 § 15 heute
  2. StVO 1960 § 15 gültig ab 01.05.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 15 gültig von 01.10.2022 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  4. StVO 1960 § 15 gültig von 01.01.1977 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1976
  1. VStG § 24 heute
  2. VStG § 24 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 24 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 24 gültig von 20.04.2002 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  6. VStG § 24 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VStG § 24 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  8. VStG § 24 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Der Umstand, dass auch eine genaue Auseinandersetzung in rechtlicher Hinsicht für notwendig erachtet wird, rechtfertigt nach Ansicht des VwGH in dem Fall, in dem allein die Frage des Ausmaßes des vom Bf bei dem ihm vorgeworfenen Überholvorgang eingehaltenen Sicherheitsabstandes (§ 15 Abs. 4 StVO 1960) zu klären ist, nicht das Unterbleiben der mündlichen Verkündung. Dies deshalb, weil weder die Subsumption des als erwiesen angenommenen Sachverhaltes unter die anzuwendenden Normen noch die Beweiswürdigung "reiflicher Überlegungen" (vgl. E 13. Dezember 2000, 2000/03/0269) bedarf, steht doch den Zeugenaussagen der Meldungsleger lediglich die sich auf das bloße Leugnen der vorgeworfenen Verwaltungsübertretung beschränkende Aussage des Bf gegenüber. Die rechtswidrige Unterlassung der Verkündung durch die belBeh belastet daher ihren (bloß) schriftlich erlassenen Bescheid mit inhaltlicher Rechtswidrigkeit (Hinweis E 11. Juni 2001, 2001/02/0052; E 18. September 1996, 96/03/0045).Der Umstand, dass auch eine genaue Auseinandersetzung in rechtlicher Hinsicht für notwendig erachtet wird, rechtfertigt nach Ansicht des VwGH in dem Fall, in dem allein die Frage des Ausmaßes des vom Bf bei dem ihm vorgeworfenen Überholvorgang eingehaltenen Sicherheitsabstandes (Paragraph 15, Absatz 4, StVO 1960) zu klären ist, nicht das Unterbleiben der mündlichen Verkündung. Dies deshalb, weil weder die Subsumption des als erwiesen angenommenen Sachverhaltes unter die anzuwendenden Normen noch die Beweiswürdigung "reiflicher Überlegungen" vergleiche E 13. Dezember 2000, 2000/03/0269) bedarf, steht doch den Zeugenaussagen der Meldungsleger lediglich die sich auf das bloße Leugnen der vorgeworfenen Verwaltungsübertretung beschränkende Aussage des Bf gegenüber. Die rechtswidrige Unterlassung der Verkündung durch die belBeh belastet daher ihren (bloß) schriftlich erlassenen Bescheid mit inhaltlicher Rechtswidrigkeit (Hinweis E 11. Juni 2001, 2001/02/0052; E 18. September 1996, 96/03/0045).

Schlagworte

Berufungsverfahren Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009020205.X01

Im RIS seit

23.03.2012

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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