RS Vwgh 2012/10/22 2012/03/0078

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Veröffentlicht am 22.10.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
90/03 Sonstiges Verkehrsrecht

Norm

GGBG 1998 §2 Z1;
GGBG 1998 §27 Abs2 lita;
GGBG 1998 §27 Abs2 Z3;
GGBG 1998 §7 Abs5 Z1;
GGBG 1998;
VStG §27 Abs1;
VStG §9 Abs1;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Zu Unterlassungsdelikten nach dem GGBG 1998 hat der Verwaltungsgerichtshof schon wiederholt ausgesprochen, dass bei Unterlassungsdelikten der Tatort dort anzunehmen ist, wo der Täter hätte handeln sollen. Für die örtliche Zuständigkeit der Behörde im Verwaltungsstrafverfahren gemäß § 27 Abs 1 VStG ist damit maßgebend, wo der Beschuldigte hätte handeln müssen. Dieser Ort fällt dann, wenn solche Unterlassungen im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Unternehmens erfolgen, im Zweifel mit dem Sitz des Unternehmens zusammen; (nur) dann, wenn die tatsächliche Leitung eines Unternehmens an einem anderen Ort als am Sitz des Unternehmens ausgeübt wird, hat dies zur Folge, dass dieser Ort als jener Ort anzusehen ist, an dem der Täter hätte handeln sollen (Hinweis Erkenntnisse vom 20. September 2000, 2000/03/0071, 0072; vom 25. November 2004, 2003/03/0313; vom 28. Februar 2006, 2001/03/0087; vom 14. November 2006, 2005/03/0102; vom 27. Dezember 2007, 2003/03/0260; vgl auch E vom 27. Jänner 2011, 2010/03/0021).Zu Unterlassungsdelikten nach dem GGBG 1998 hat der Verwaltungsgerichtshof schon wiederholt ausgesprochen, dass bei Unterlassungsdelikten der Tatort dort anzunehmen ist, wo der Täter hätte handeln sollen. Für die örtliche Zuständigkeit der Behörde im Verwaltungsstrafverfahren gemäß Paragraph 27, Absatz eins, VStG ist damit maßgebend, wo der Beschuldigte hätte handeln müssen. Dieser Ort fällt dann, wenn solche Unterlassungen im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Unternehmens erfolgen, im Zweifel mit dem Sitz des Unternehmens zusammen; (nur) dann, wenn die tatsächliche Leitung eines Unternehmens an einem anderen Ort als am Sitz des Unternehmens ausgeübt wird, hat dies zur Folge, dass dieser Ort als jener Ort anzusehen ist, an dem der Täter hätte handeln sollen (Hinweis Erkenntnisse vom 20. September 2000, 2000/03/0071, 0072; vom 25. November 2004, 2003/03/0313; vom 28. Februar 2006, 2001/03/0087; vom 14. November 2006, 2005/03/0102; vom 27. Dezember 2007, 2003/03/0260; vergleiche auch E vom 27. Jänner 2011, 2010/03/0021).

Schlagworte

Verfahrensbestimmungen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012030078.X01

Im RIS seit

20.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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