RS Vwgh 2014/4/23 2010/13/0139

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Veröffentlicht am 23.04.2014
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Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

ABGB §934;
ABGB §935;
ABGB §938;
EStG 1988 §30 Abs1;
  1. ABGB § 935 heute
  2. ABGB § 935 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979
  1. EStG 1988 § 30 heute
  2. EStG 1988 § 30 gültig ab 24.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. EStG 1988 § 30 gültig von 01.07.2025 bis 23.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2025
  4. EStG 1988 § 30 gültig von 01.09.2023 bis 30.06.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  5. EStG 1988 § 30 gültig von 22.07.2023 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  6. EStG 1988 § 30 gültig von 01.07.2023 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  7. EStG 1988 § 30 gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  8. EStG 1988 § 30 gültig von 15.08.2018 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  9. EStG 1988 § 30 gültig von 01.01.2016 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015
  10. EStG 1988 § 30 gültig von 01.01.2016 bis 28.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  11. EStG 1988 § 30 gültig von 29.12.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2015
  12. EStG 1988 § 30 gültig von 30.12.2014 bis 28.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  13. EStG 1988 § 30 gültig von 15.12.2012 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  14. EStG 1988 § 30 gültig von 01.04.2012 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  15. EStG 1988 § 30 gültig von 01.04.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2012
  16. EStG 1988 § 30 gültig von 31.12.2010 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  17. EStG 1988 § 30 gültig von 27.06.2008 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2008
  18. EStG 1988 § 30 gültig von 27.06.2006 bis 26.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2006
  19. EStG 1988 § 30 gültig von 27.06.2001 bis 26.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  20. EStG 1988 § 30 gültig von 06.01.2001 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2001
  21. EStG 1988 § 30 gültig von 28.04.2000 bis 05.01.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 21/2000
  22. EStG 1988 § 30 gültig von 15.07.1999 bis 27.04.2000 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 79/2000
  23. EStG 1988 § 30 gültig von 01.12.1993 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  24. EStG 1988 § 30 gültig von 30.07.1988 bis 30.11.1993

Rechtssatz

Soweit die Vertragsparteien die Bestimmung über die Anfechtung wegen Verletzung über die Hälfte des wahren Wertes (§ 934 ABGB) zur Kenntnis genommen haben, so haben sie damit auch zur Kenntnis genommen, dass dieser Rechtsbehelf dann nicht anzuwenden ist, wenn jemand, obgleich ihm der wahre Wert bekannt war, sich dennoch zu dem unverhältnismäßigen Werte verstanden hat; oder wenn aus dem Verhältnis der Personen zu vermuten ist, dass sie einen, aus einem entgeltlichen und unentgeltlichen vermischten, Vertrag schließen wollten (§ 935 ABGB). Gerade die hiemit angesprochene gemischte Schenkung (vgl. Ertl in Fenyves/Kerschner/Vonkilch, Klang3, § 938 ABGB Rz 38) unterliegt somit nicht der Anfechtung wegen Verletzung über die Hälfte des wahren Wertes. Aus dem Umstand der Kenntnisnahme des Rechtsbehelfes der laesio enormis kann sohin nicht abgeleitet werden, dass den Vertragspartnern (entgegen der - wenn auch bloß formelhaften - Bestimmung im Vertrag) der wahre Wert der übertragenen Liegenschaft nicht bekannt gewesen sei und die Vertragspartner im Wesentlichen von einer Gleichwertigkeit der Leistungen ausgegangen wären.Soweit die Vertragsparteien die Bestimmung über die Anfechtung wegen Verletzung über die Hälfte des wahren Wertes (Paragraph 934, ABGB) zur Kenntnis genommen haben, so haben sie damit auch zur Kenntnis genommen, dass dieser Rechtsbehelf dann nicht anzuwenden ist, wenn jemand, obgleich ihm der wahre Wert bekannt war, sich dennoch zu dem unverhältnismäßigen Werte verstanden hat; oder wenn aus dem Verhältnis der Personen zu vermuten ist, dass sie einen, aus einem entgeltlichen und unentgeltlichen vermischten, Vertrag schließen wollten (Paragraph 935, ABGB). Gerade die hiemit angesprochene gemischte Schenkung vergleiche Ertl in Fenyves/Kerschner/Vonkilch, Klang3, Paragraph 938, ABGB Rz 38) unterliegt somit nicht der Anfechtung wegen Verletzung über die Hälfte des wahren Wertes. Aus dem Umstand der Kenntnisnahme des Rechtsbehelfes der laesio enormis kann sohin nicht abgeleitet werden, dass den Vertragspartnern (entgegen der - wenn auch bloß formelhaften - Bestimmung im Vertrag) der wahre Wert der übertragenen Liegenschaft nicht bekannt gewesen sei und die Vertragspartner im Wesentlichen von einer Gleichwertigkeit der Leistungen ausgegangen wären.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2010130139.X05

Im RIS seit

01.07.2014

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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