RS Vwgh 2015/10/15 Ra 2015/21/0013

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.10.2015
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Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §10 Abs1 Z4;
AsylG 2005 §10 Abs1;
AsylG 2005 §9 Abs2 idF 2009/I/122;
FrPolG 2005 §125 Abs22;
MRK Art2;
MRK Art3;
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 10 gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 10 gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007

Rechtssatz

Ein einmal zuerkannter Status als subsidiär Schutzberechtigter kann, nach Maßgabe des § 9 AsylG 2005, wieder aberkannt werden. Nach der bis 31. Dezember 2013 geltenden Rechtslage war eine derartige Aberkennung grundsätzlich mit einer asylrechtlichen Ausweisung zu verbinden. Eine derartige Ausweisung hatte allerdings gemäß § 10 Abs. 1 Z 4 iVm § 10 Abs. 1 letzter Halbsatz AsylG 2005 zu unterbleiben, wenn die Aberkennung des Status als subsidiär Schutzberechtigter nach § 9 Abs. 2 AsylG 2005 erfolgte (also ungeachtet weiterhin bestehender Gefährdungslage im Herkunftsstaat) und daher mit der Feststellung verbunden war, dass (insbesondere) die Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat, vor allem aus Gründen von Art. 2 oder 3 MRK, unzulässig ist. Dass es in diesem Fall zu keiner asylrechtlichen Ausweisung kommen sollte, erklärt sich daraus, dass die allein auf den Herkunftsstaat bezogene asylrechtliche Ausweisung (nur dorthin konnte auf Basis einer solchen Ausweisung abgeschoben werden) vor dem Hintergrund der zuletzt dargestellten Feststellung sinnlos gewesen bzw. ihr zuwidergelaufen wäre.Ein einmal zuerkannter Status als subsidiär Schutzberechtigter kann, nach Maßgabe des Paragraph 9, AsylG 2005, wieder aberkannt werden. Nach der bis 31. Dezember 2013 geltenden Rechtslage war eine derartige Aberkennung grundsätzlich mit einer asylrechtlichen Ausweisung zu verbinden. Eine derartige Ausweisung hatte allerdings gemäß Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer 4, in Verbindung mit Paragraph 10, Absatz eins, letzter Halbsatz AsylG 2005 zu unterbleiben, wenn die Aberkennung des Status als subsidiär Schutzberechtigter nach Paragraph 9, Absatz 2, AsylG 2005 erfolgte (also ungeachtet weiterhin bestehender Gefährdungslage im Herkunftsstaat) und daher mit der Feststellung verbunden war, dass (insbesondere) die Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat, vor allem aus Gründen von Artikel 2, oder 3 MRK, unzulässig ist. Dass es in diesem Fall zu keiner asylrechtlichen Ausweisung kommen sollte, erklärt sich daraus, dass die allein auf den Herkunftsstaat bezogene asylrechtliche Ausweisung (nur dorthin konnte auf Basis einer solchen Ausweisung abgeschoben werden) vor dem Hintergrund der zuletzt dargestellten Feststellung sinnlos gewesen bzw. ihr zuwidergelaufen wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015210013.L01

Im RIS seit

18.11.2015

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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