RS Vwgh 2015/11/25 Ra 2015/09/0104

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.11.2015
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
19/16 Berechnung von Fristen
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §33 Abs2;
AVG §56;
FristberechnungsÜbk Eur Art5;
VStG §51 Abs7;
VwGVG 2014 §43 Abs1;
VwGVG 2014 §43;
VwRallg;
  1. AVG § 33 heute
  2. AVG § 33 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 33 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 33 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  6. AVG § 33 gültig von 01.02.1991 bis 29.02.2004
  1. VStG § 51 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VStG § 51 gültig von 01.11.2009 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2008
  3. VStG § 51 gültig von 01.01.2002 bis 31.10.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 51 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 51 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  6. VStG § 51 gültig von 01.10.1993 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 666/1993
  7. VStG § 51 gültig von 01.10.1993 bis 30.09.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 755/1992
  8. VStG § 51 gültig von 01.02.1991 bis 30.09.1993

Rechtssatz

Für § 43 Abs. 1 VwGVG 2014 gelten hinsichtlich der Verjährung dieselben Regeln wie sie für § 51 Abs. 7 VStG statuiert sind (vgl. E 26. August 2014, Ro 2014/02/0106). Ein Bescheid ist als erlassen anzusehen, wenn dieser zumindest einer der am Verfahren beteiligten Personen zugestellt worden ist (was sinngemäß für jede förmlich ergangene Entscheidung gilt). Die nach § 43 VwGVG 2014 einzuhaltende Frist von 15 Monaten für die Erlassung der Entscheidung beginnt mit dem Tag des Einlangens der Beschwerde bei der belBeh zu laufen. Die angefochtene, mit 12. Juni (einem Freitag) datierte Entscheidung wurde dem Revisionswerber (erst) am 19. Juni jedoch der belBeh (bereits) am 15. Juni zugestellt. Der 13. Juni war ein Samstag, sodass der Ablauf der in Rede stehenden Frist auf Montag, den 15. Juni, verschoben war (vgl. dazu Art. 5 des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung von Fristen, BGBl. Nr. 254/1983, § 33 Abs. 2 AVG sowie E 2. September 1992, 92/02/0172; E 18. Dezember 1991, 91/02/0111). An diesem Tag wurde die angefochtene Entscheidung der belBeh zugestellt, weshalb ein Verstoß gegen § 43 VwGVG 2014 nicht gegeben ist.Für Paragraph 43, Absatz eins, VwGVG 2014 gelten hinsichtlich der Verjährung dieselben Regeln wie sie für Paragraph 51, Absatz 7, VStG statuiert sind vergleiche E 26. August 2014, Ro 2014/02/0106). Ein Bescheid ist als erlassen anzusehen, wenn dieser zumindest einer der am Verfahren beteiligten Personen zugestellt worden ist (was sinngemäß für jede förmlich ergangene Entscheidung gilt). Die nach Paragraph 43, VwGVG 2014 einzuhaltende Frist von 15 Monaten für die Erlassung der Entscheidung beginnt mit dem Tag des Einlangens der Beschwerde bei der belBeh zu laufen. Die angefochtene, mit 12. Juni (einem Freitag) datierte Entscheidung wurde dem Revisionswerber (erst) am 19. Juni jedoch der belBeh (bereits) am 15. Juni zugestellt. Der 13. Juni war ein Samstag, sodass der Ablauf der in Rede stehenden Frist auf Montag, den 15. Juni, verschoben war vergleiche dazu Artikel 5, des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung von Fristen, Bundesgesetzblatt Nr. 254 aus 1983,, Paragraph 33, Absatz 2, AVG sowie E 2. September 1992, 92/02/0172; E 18. Dezember 1991, 91/02/0111). An diesem Tag wurde die angefochtene Entscheidung der belBeh zugestellt, weshalb ein Verstoß gegen Paragraph 43, VwGVG 2014 nicht gegeben ist.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Zeitpunkt der Bescheiderlassung Eintritt der Rechtswirkungen Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015090104.L01

Im RIS seit

27.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

06.11.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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