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001 Verwaltungsrecht allgemeinNorm
VStG §51 Abs7 Z2;Beachte
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2017/04/0083 Ro 2017/04/0021 Ra 2017/04/0084Rechtssatz
Mit "Zeit eines Verfahrens vor dem Verfassungsgerichtshof oder dem Gerichtshof der Europäischen Union" in § 51 Abs. 7 Z 2 VStG waren (nur) Verfahren auf Grund eines Normprüfungsantrages des UVS an den VfGH (Art.139, 140 B-VG) oder eines Vorabentscheidungsantrages an den EuGH gemeint (vgl. die Erläuterungen zu § 51 Abs. 7 VStG, BGBl. Nr. 620/1995 in RV 131 BlgNR 19. GP, 8). Auf dieser Linie hat der VwGH bereits erkannt, dass sich auch § 34 Abs. 2 Z 2 VwGVG 2014 lediglich auf - vom VwG abzuwartende - (Zwischen-)Verfahren vor dem VwGH, wie etwa solche nach § 38a VwGG, bezieht (vgl. VwGH 25.10.2017, Fr 2017/12/0006, Rn. 24). Es war (vor Einführung der zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit) Rechtsprechung des VwGH, dass bei Aufhebung einer Berufungsentscheidung durch den VwGH der Berufungsbehörde neuerlich eine Frist von 15 Monaten iSd § 51 Abs. 7 VStG ab Zustellung des aufhebenden Erkenntnisses an sie eingeräumt ist; diese Frist begann neu zu laufen (vgl. etwa VwGH 5.9.2013, 2013/09/0091, mwN). Dasselbe gilt für § 43 VwGVG 2014:Mit "Zeit eines Verfahrens vor dem Verfassungsgerichtshof oder dem Gerichtshof der Europäischen Union" in Paragraph 51, Absatz 7, Ziffer 2, VStG waren (nur) Verfahren auf Grund eines Normprüfungsantrages des UVS an den VfGH (Artikel 139, 140, B-VG) oder eines Vorabentscheidungsantrages an den EuGH gemeint vergleiche die Erläuterungen zu Paragraph 51, Absatz 7, VStG, Bundesgesetzblatt Nr. 620 aus 1995, in Regierungsvorlage 131 BlgNR 19. GP, 8). Auf dieser Linie hat der VwGH bereits erkannt, dass sich auch Paragraph 34, Absatz 2, Ziffer 2, VwGVG 2014 lediglich auf - vom VwG abzuwartende - (Zwischen-)Verfahren vor dem VwGH, wie etwa solche nach Paragraph 38 a, VwGG, bezieht vergleiche VwGH 25.10.2017, Fr 2017/12/0006, Rn. 24). Es war (vor Einführung der zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit) Rechtsprechung des VwGH, dass bei Aufhebung einer Berufungsentscheidung durch den VwGH der Berufungsbehörde neuerlich eine Frist von 15 Monaten iSd Paragraph 51, Absatz 7, VStG ab Zustellung des aufhebenden Erkenntnisses an sie eingeräumt ist; diese Frist begann neu zu laufen vergleiche etwa VwGH 5.9.2013, 2013/09/0091, mwN). Dasselbe gilt für Paragraph 43, VwGVG 2014:
Die dort (als lex specialis zu § 34 Abs. 1 VwGVG 2014; vgl. etwa VwGH 4.4.2017, Fr 2016/03/0005, mwN) normierte Entscheidungsfrist der VwG im Verwaltungsstrafverfahren beginnt bei Aufhebung einer Entscheidung des VwG durch den VwGH neuerlich zu laufen.Die dort (als lex specialis zu Paragraph 34, Absatz eins, VwGVG 2014; vergleiche etwa VwGH 4.4.2017, Fr 2016/03/0005, mwN) normierte Entscheidungsfrist der VwG im Verwaltungsstrafverfahren beginnt bei Aufhebung einer Entscheidung des VwG durch den VwGH neuerlich zu laufen.
Schlagworte
Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2017:RO2017040020.J04Im RIS seit
22.12.2017Zuletzt aktualisiert am
30.01.2018